Karl Jürgen Skrodzki

Homepage

Inhalt

 Inhalt ausblenden!

 Druckversion

Copyright © 2003–2017

Karl Jürgen Skrodzki, Lohmar

»Die Wupper« und »Arthur Aronymus und seine Väter« auf der Bühne der Zeit. Else Lasker-Schülers Lesung von »IchundIch«

Aktualisiert: 5. September 2015.

Die Wupper • Deutsches Theater in Berlin, 27. April 1919; Staatliches Schauspielhaus in Berlin, 15. Oktober 1927. Im Deutschen Theater fanden insgesamt sechs Aufführungen der »Wupper« statt (zuletzt am 6. September 1919), im Staatlichen Schauspielhaus insgesamt siebzehn Aufführungen (zuletzt am 1. März 1928). – Am 27. April 1919 notierte Harry Graf Kessler im Tagebuch: »Aufführung von Else Lasker Schülers ›Wupper‹ vor der ›Jungen Deutschland‹ Gesellschaft im Deutschen Theater. Expressionistische Dekorationen. Das Stück eine Mischung von Marlitt und Wedekind mit Lichtblitzen einer eigenen Genialität. Das Publikum war durchsetzt mit Leuten, die klatschten, wollte sich aber im Ganzen nicht erwärmen.« (Harry Graf Kessler: Das Tagebuch. Siebter Band. 1919–1923. Hg. von Angela Reintal unter Mitarbeit von Anna Brechmacher und Christoph Hilse [Veröffentlichungen der Deutschen Schillergesellschaft. Bd. 50.7]. Stuttgart 2007. S. 240.)

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 464 (Morgen-Ausgabe) vom 11. September 1918. – Redaktionelle Mitteilung: »Else Lasker-Schülers Schauspiel ›Die Wupper‹ ist für das Deutsche Theater zur Uraufführung angenommen worden.«

Berliner Tageblatt. Jg. 48, Nr. 96 (Abend-Ausgabe) vom 28. Februar 1919. – In der Rubrik »Theaterchronik« wird gemeldet, daß die Premiere der »Wupper« »im Laufe des März« stattfinden soll.

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 109 (Abend-Ausgabe) vom 28. Februar 1919. – In der Rubrik »Aus den Theatern« wird gemeldet, daß die Premiere der »Wupper« »im Laufe des März« stattfinden soll.

Stern, Ernst: Die Wupper. [Lithographie.] In: Das junge Deutschland (Berlin). Jg. 2, Nr. 3 vom März 1919. Vor S. 63.

Herald, Heinz: Die Wupper. In: Das junge Deutschland (Berlin). Jg. 2, Nr. 3 vom März 1919. S. 85.

Hollaender, Friedrich: Zur Wuppermusik. In: Das junge Deutschland (Berlin). Jg. 2, Nr. 3 vom März 1919. S. 86.

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 195 (Morgen-Ausgabe) vom 16. April 1919 (»Absagen und Verlegungen«). – Redaktionelle Mitteilung: »Die Uraufführung von Else Lasker-Schülers ›Wupper‹ für das ›Junge Deutschland‹ im Deutschen Theater muß von Karfreitag mittag (des behördlichen Spielverbotes wegen) auf Sonntag, 27. April, mittags, verschoben werden.«

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 205 (Morgen-Ausgabe) vom 23. April 1919 (»Aus den Theatern«). – Redaktionelle Mitteilung: Hinweis auf die Uraufführung der »Wupper« am 27. April und auf die Schauspieler, die in den Hauptrollen spielen.

Berliner Börsen-Zeitung. Jg. 64, Nr. 185 (Morgen-Ausgabe) vom 24. April 1919 (»Kunst und Wissenschaft«). – Redaktionelle Mitteilung: Hinweis auf die Uraufführung der »Wupper« am 27. April und auf die Schauspieler, die in den Hauptrollen spielen.

Engel, Fritz: Verein Junges Deutschland. »Die Wupper«, Schauspiel von Else Lasker-Schüler. Musik von Friedrich Hollaender. Spielleitung: Heinz Herald. In: Berliner Tageblatt. Jg. 48, Nr. 189 (Montags-Ausgabe) vom 28. April 1919.

Fechter, [Paul]: »Die Wupper.« Erstaufführung im jungen Deutschland. In: Deutsche Allgemeine Zeitung (Berlin). Jg. 58, Nr. 203 (Morgen-Ausgabe) vom 28. April 1919.

Jacobs, Monty: »Die Wupper«. Aufführung des »Jungen Deutschland« im Deutschen Theater. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 214 (Morgen-Ausgabe) vom 28. April 1919.

Rein, Leo: Else Lasker-Schüler: Die Wupper. Aufführung des »Jungen Deutschland« im Deutschen Theater. In: Neue Berliner. 12 Uhr (Neue Berliner Zeitung. Das 12-Uhr-Blatt). [Jg. 1,] Nr. 90 vom 28. April 1919 (»Theater. Kunst. Film«).

Berliner Börsen-Zeitung. Jg. 64, Nr. 192 (Abend-Ausgabe mit Kurszettel) vom 28. April 1919 (»Kunst und Wissenschaft«). – Redaktionelle Mitteilung: »Die gestrige Mittagsvorstellung des ›Jungen Deutschland‹ im Deutschen Theater brachte eine Aufführung von Else Lasker-Schülers Schauspiel ›Die Wupper‹. Das Referat über die besonders in dramaturgischer und szenischer Hinsicht ungemein fesselnde und interessante Darstellung konnte aus räumlichen Gründen weder in der heutigen Morgen- noch in der vorliegenden Ausgabe Platz finden und wird voraussichtlich erst morgen früh erscheinen können.«

Hart, Julius: »Die Wupper.« Schauspiel von Else Lasker-Schüler. Aufführung der Gesellschaft »Das junge Deutschland« im Deutschen Theater. In: Der Tag (Berlin). Jg. 19, Nr. 90 vom 29. April 1919.

Köppen, Franz: Die Wupper. In: Berliner Börsen-Zeitung. Jg. 64, Nr. 193 (Morgen-Ausgabe) vom 29. April 1919, Beilage (»Kunst und Wissenschaft«).

-l.: [Else Lasker-Schüler: Die Wupper.] In: Germania (Berlin). Jg. 49, Nr. 191 (Morgen-Ausgabe) vom 29. April 1919.

Graetzer, Franz: Berliner Theater. Uraufführung der »Wupper« im Deutschen Theater: Sondervorstellung. In: Magdeburgische Zeitung. Nr. 311 (3. Ausgabe – Abendblatt) vom 29. April 1919.

H[eilborn], E[rnst]: Berliner Theater. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 63, Nr. 321 (Abendblatt) vom 30. April 1919. S. 1.

Friedrich, Paul: »Die Wupper«. Schauspiel von Else Lasker-Schüler. (Deutsches Theater [Das junge Deutschland] am 27. 4. 19.) In: Im Rampenlicht. Jg. 1919, Nr. 4. S. 8–10.

Koffka, Heinz: Über das Schauspiel »Die Wupper«. In: Das junge Deutschland (Berlin). Jg. 2, Nr. 4/5 von April/Mai 1919. S. 120–128.

Herald, Heinz: Stilisieren. Noch ein Wort zur Wupper-Aufführung. In: Das junge Deutschland (Berlin). Jg. 2, Nr. 4/5 von April/Mai 1919. S. 129 f.

[Anonym:] Else Lasker-Schüler als neuer Bühnenstern. In: Die Wahrheit. Freies Deutsches Wochenblatt (Berlin). Jg. 15, Nr. 18 vom 3. Mai 1919 (»Streiflichter«). – Besprechung mit stark antisemitischer Tendenz: »Der ›schwarze Schwan von Israel‹, die geschiedene Gattin Herwarth Walden-Lewins: Else Lasker-Schüler, deren ›unsterbliche‹ Verse wir hier schon so oft niedriger gehängt haben, ist jetzt auch aufgeführt worden. Das war sehr wichtig! Natürlich im Zyklus des ›Jungen Deutschland‹. Und natürlich Klatschen und Jubeln bei der langhaarigen Gemeinde aus ›Kaffee Größenwahn‹. Und erfreulicherweise auch Hausschlüsselkonzert gesunder Geister, die sich diesen gestochenen Bockmist nicht gefallen lassen wollten.«

Brenck Kalischer [Brenck-Kalischer], Bess: Die Wupper. In: Der Einzige (Berlin-Wilmersdorf). [Jg. 1,] H. 15/16 vom 4. Mai 1919. S. 177 f.

[Jacobsohn, Siegfried:] Die Wupper. In: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 15, Erstes Halbjahr, Nr. 20 vom 8. Mai 1919. S. 544–546.

Knudsen, Hans: Lasker-Schüler, Else, Die Wupper. In: Die schöne Literatur. Beilage zum Literarischen Zentralblatt für Deutschland (Leipzig). Jg. 20, Nr. 10 vom 10. Mai 1919. Spalte 109 f.

C. v. O.: Deutsches Theater: »Die Wupper«. Schauspiel in 5 Aufzügen von Else Lasker-Schüler. Musik von Friedrich Holländer, Regie: Heinz Herald. In: Algemeen Handelsblad (Amsterdam). Jg. 92, Nr. 29527 (Avondblad) vom 31. Mai 1919, Blatt 3. S. 9 f. (»Tooneel te Berlijn«).

Heilborn, Ernst: Berlin. Aufführung für die Gesellschaft »Das junge Deutschland« im Deutschen Theater: »Die Wupper.« Schauspiel in fünf Aufzügen. Von Else Lasker-Schüler. (Uraufführung am 27. April 1919.) In: Das literarische Echo. Jg. 21, H. 17 vom 1. Juni 1919. Spalte 1047 f.

Herrmann-Neiße, Max: Berliner Theater. In: Die neue Schaubühne (Dresden). Jg. 1, H. 6 vom 1. Juni 1919. S. 187–192. – S. 189–191: zur Inszenierung der »Wupper« am Deutschen Theater.

Herrmann-Neiße, Max: Uraufführung der »Wupper«. In: Das Kunstblatt (Potsdam). Jg. 3 (1919), H. 6 [Juni]. S. 189 f.

[Wilczynski, Karl:] Die wahre, echte, große Deutsche Kunst. In: Die junge Kunst (Berlin). Jg. 1, H. 2 vom Juni 1919. S. 14–16. – Unter anderem zur Inszenierung der »Wupper« am Deutschen Theater.

Marcuse, Ludwig: Berliner Theater. In: Der Kothurn (Königsberg). H. 2 vom 1. Juli 1919. S. 31–35. – S. 32 f. zur Inszenierung der »Wupper« am Deutschen Theater.

Mayer, Paul: Von den deutschen Bühnen. Berlin. I. In: Das Deutsche Drama (Berlin). Jg. 2, H. 4 vom 1. Juli 1919. S. 200–202.

Kerr, Alfred: Dramen-Expressionismus. In: Die neue Rundschau (Berlin). Jg. 30, Bd. 2, Nr. 8 vom August 1919. S. 1005–1014.

Reiche, Erwin: Berliner Schauspiele. (Anfang Dezember.) In: Das neue Rheinland (M. Gladbach). Jg. 1, H. 3 vom Dezember 1919. S. 86 f. – Hinweis auf die Inszenierung der »Wupper« am Deutschen Theater: »Neben Wedekind und Strindberg, die Repertoiredichter ›literarischer Bühnen‹, getraut man sich auch mit Gönnermiene an die Lasker-Schüler, an Hasenclever und Max Herrmann, und Männer wie César Klein, Karl Jakob Hirsch, Emil Pirchan malen die Bühnenbilder.«

Jacobsohn, Siegfried: Die Wupper. In: S. J.: Das Jahr der Bühne. Bd. 8. 1918/19. Berlin: Oesterheld & Co., 1919. S. 212–216.

Panter, Peter [d. i. Kurt Tucholsky]: Dr. Caligari. In: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 16, Erstes Halbjahr, Nr. 11 vom 11. März 1920. S. 347 f. (»Rundschau«). – Besprechung des Films »Das Cabinet des Dr. Caligari«. Hinweis auf die Uraufführung der »Wupper«: »Der Film spielt – endlich! endlich! – in einer völlig unwirklichen Traumwelt, und hier ist ohne Rest gelöst, was seinerzeit bei der Inszenierung der ›Wupper‹ im Deutschen Theater erstrebt wurde und nicht ganz erreicht werden konnte.«

Das junge Deutschland. Phantasien über die Aufführungen des Jahres 1918/19. Neun Original-Lithographien von Willi Jaeckel, Bruno Krauskopf, Ernst Stern, Erich Thum. Zweiter Privatdruck für die Mitglieder der Gesellschaft. [Berlin: Das junge Deutschland] 1920. – Enthält drei Lithographien von Bruno Krauskopf zur Erstaufführung der »Wupper«.

h. i. [d. i. Herbert Ihering]: Warum führt man die »Wupper« nicht auf? In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 58, Nr. 68 (Abend-Ausgabe) vom 10. Februar 1926. S. 2.

[Anonym:] Die Berliner Theater im kommenden Winter. In: Hamburger Nachrichten. Jg. 135, Nr. 384 (Abend-Ausgabe) vom 19. August 1926. – »Auch […] Else Lasker-Schülers ›Wupper‹ (Regie: Erich Engel) soll Berlin endlich einmal sehen.«

Arbeiter-Zeitung (Wien). Jg. 39, Nr. 241 (Morgenblatt) vom 1. September 1926. S. 9 (»Kunst und Wissen«). – »Das Programm des Theaters in der Josefstadt«: »Die Matineen im Rahmen des ›Theaters des Neuen‹ bringen das Schauspiel ›Die Wupper‹ von Else Laske-Schüler [!] und Werke von Billinger, Brecht, Csokor und Herrnstadt.«

Neue Freie Presse (Wien). Nr. 22258 (Morgenblatt) vom 1. September 1926. S. 12. – »Das Aktionsprogramm des Josefstädter Theaters«: »Die Matineen im Rahmen des ›Theater des Neuen‹ bringen als erste Vorstellung das Schauspiel ›Die Wupper‹ von Else Lasker-Schüler.«

Wiener Zeitung. Jg. 223, Nr. 202 vom 2. September 1926. S. 7. – »Das Programm des Josefstädter Theaters«: »Die Matineen im Rahmen des ›Theater des Neuen‹ werden fortgesetzt. Als erste Vorstellung ist das Schauspiel ›Die Wupper‹ von Else Lasker-Schüler in Aussicht genommen, ein Werk, das zeitlich zwar nicht der jüngsten Gegenwart angehört, jedoch in Wort und Bedeutung an der Spitze der jungen Generation steht. Werke von Billinger, Brecht, Csokor, Herrnstadt u. a. sind für später in Aussicht genommen.«

Berliner Volks-Zeitung. Jg. 74, Nr. 426 (Abend-Ausgabe) vom 9. September 1926. – »Aus den Berliner staatlichen Schauspielhäusern«: »Erich Engel wird […] im Schiller-Theater eine Aufführung von Else Lasker-Schülers ›Wupper‹ vorbereiten.«

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 446 (Morgen-Ausgabe) vom 21. September 1926. – Redaktionelle Mitteilung: »Die nächsten Premieren des Staatstheaters. […] Außerdem sind zur Aufführung angenommen worden: ›Die Wupper‹, Drama von Else Lasker-Schüler […].«

Hamburger Nachrichten. Jg. 135, Nr. 440 (Abend-Ausgabe) vom 21. September 1926, Zweite Beilage. – »Frau und Bühne«: »Else Lasker-Schüler’s Schauspiel ›Die Wupper‹ ist als erste Vorstellung des ›Theaters der Neuen‹ an der Wiener Reinhardt-Bühne für die Spielzeit 1926/27 in Aussicht genommen.«

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 323 (Abend-Ausgabe) vom 11. Juli 1927. – Redaktionelle Mitteilung: »Das Programm der Staatlichen Schauspiele«. Unter den Neuerwerbungen wird Else Lasker-Schülers »Wupper« genannt.

Hochdorf, Max: Staatstheater. »Die Wupper« von Else Lasker-Schüler. In: Vorwärts (Berlin). Jg. 44, Nr. 490 (Sonntagsausgabe) vom 16. Oktober 1927.

K[rell], M[ax]: Else Lasker-Schülers »Wupper« im Staatstheater. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 490 (Sonntags-Ausgabe) vom 16. Oktober 1927.

P. W.: Else-Lasker-Schüler: »Die Wupper«. Im Staatlichen Schauspielhaus. In: B. Z. am Mittag (Berliner Zeitung). Jg. 50, Nr. 269 vom 17. Oktober 1927, 1. Beiblatt.

Hollaender, Felix: Else Lasker-Schülers Schauspiel »Die Wupper«. Staatstheater. In: 8 Uhr-Abendblatt. National-Zeitung (Berlin). Jg. 80, Nr. 243 vom 17. Oktober 1927, 2. Beiblatt.

Fechter, [Paul]: Fehlings »Wupper«. Staatstheater. In: Deutsche Allgemeine Zeitung (Berlin). Jg. 66, Nr. 486 (Montag Abend) vom 17. Oktober 1927.

Géorg, Manfred [d. i. Manfred George]: Else Lasker-Schüler: »Die Wupper«. Schauspielhaus. In: Berliner Volks-Zeitung. Jg. 75, Nr. 491 (Abend-Ausgabe) vom 17. Oktober 1927.

Jhering [Ihering], Herbert: Die Wupper. Staatstheater. In: Berliner Börsen-Courier. Jg. 60, Nr. 486 (Abend-Ausgabe) vom 17. Oktober 1927. S. 2.

Kerr, Alfred: Else Lasker-Schüler: »Die Wupper«. Schauspielhaus. In: Berliner Tageblatt. Jg. 56, Nr. 491 (Abend-Ausgabe) vom 17. Oktober 1927.

Krell, Max: »Die Wupper«. Staatstheater. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 491 (Abend-Ausgabe) vom 17. Oktober 1927.

Krell, Max: »Die Wupper«. Staatstheater. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 249 (Post-Ausgabe) vom 18. Oktober 1927, [Beilage:] Das Unterhaltungsblatt Nr. 244.

H[eilborn], E[rnst]: Berliner Theater. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 72, Nr. 788 (Abendblatt) vom 22. Oktober 1927. S. 1 f. – »[…] In Else Lasker-Schülers heut bereits überlebtem Schauspiel ist Undurchsichtigkeit der handlungsbeschwerten Personen, Nichtmotivieren des Geschehens, Zwecklosigkeit des Daseins, sei es mit künstlerischer Absicht, sei es aus triebhaftem Instinkt heraus, als Darstellungsziel gesetzt – dies Schauspiel ist in sich wie Straße und Rummelplatz, in Stimmungsklängen aufgefangen –, mit eigenem Empfinden für die Forderungen der Bühne hat es Fehling verstanden, den hart nebeneinander gesetzten, vielfach absichtlich disharmonierenden Klängen etwas wie Übergangsmöglichkeiten zu schaffen. […]«

Kahn, Harry: Gerhart Hauptmann und Else Lasker-Schüler. In: Die Weltbühne (Charlottenburg). Jg. 23, Zweites Halbjahr, Nr. 43 vom 25. Oktober 1927. S. 645–648. – Zur Inszenierung der »Wupper« am Staatlichen Schauspielhaus.

-o.: »Die Wupper«. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 32, Nr. 86 vom 28. Oktober 1927. S. 605.

[Anonym:] Tooneel te Berlijn. Schinderhannes, door Carl Zuckmayer. Die Wupper, door Else Lasker-Schüler. In: Nieuwe Rotterdamsche Courant. Jg. 84, Nr. 300 vom 30. Oktober 1927, Ochtendblad C. S. 2.

Zweig, Arnold: Juden auf der deutschen Bühne. Mit 16 Bildtafeln. Berlin: Welt-Verlag, 1928. (Digitalisierte Ausgabe [Faksimile]: Universitätsbibliothek Frankfurt – Freimann-Sammlung.) – S. 235–244: »Poetentheater. Kornfeld, Wolfenstein, Toller, Rehfisch, Lasker-Schüler« (S. 241–244: zur Inszenierung der »Wupper« am Staatlichen Schauspielhaus).

Lärm um das Staatliche Schauspielhaus. Eine Erklärung Leopold Jeßners. In: Berliner Tageblatt. Jg. 57, Nr. 8 (Abend-Ausgabe) vom 5. Januar 1928. – Hinweis auf die Wiederaufführung der »Wupper«.

Berliner Tageblatt. Jg. 57, Nr. 147 (Morgen-Ausgabe) vom 27. März 1928. – Redaktionelle Mitteilung: »Else Lasker-Schüler, deren Drama ›Die Wupper‹ von den Vereinigten Bühnen in Düsseldorf zur Uraufführung in der kommenden Spielzeit erworben wurde, ist eingeladen worden, in London Vorträge zu halten.«

Het Vaderland (’s-Gravenhage) (Jg. 60) vom 17. September 1928, Avondblad B. S. 2 (»Kunst en Letteren«). – Redaktionelle Mitteilung: »Else Lasker-Schüler zal bij de voorstelling van haar stuk Die Wupper in het Dusseldorfer Stadt-theater zelf in een rol optreden.«

Jahrbuch des Westdeutschen Rundfunks 1929. [Köln 1928.] S. 145. – Anzeige des Schauspielhauses Köln: »Für die Spielzeit 1928/29 in Aussicht genommene Werke: […] Die Wupper (Lasker-Schüler) […]«.

* * *

Arthur Aronymus und seine Väter • Schauspielhaus Zürich, 19. Dezember 1936. Das Stück wurde nach der zweiten Aufführung am 23. Dezember vom Spielplan abgesetzt.

Berliner Tageblatt. Jg. 60, Nr. 123 (Abend-Ausgabe) vom 13. März 1931. – Redaktionelle Mitteilung: »Das Theater am Schiffbauerdamm hat Else Lasker-Schülers Schauspiel ›Arthur Aronimus und seine Väter‹ zur Uraufführung erworben.«

Berliner Tageblatt. Jg. 61, Nr. 242 (Morgen-Ausgabe) vom 24. Mai 1932. – Redaktionelle Mitteilung: »Else Lasker-Schülers neues Drama ›Arthur Aronymus und seine Väter‹ wurde vom Intendanten Gustav Hartung zur Uraufführung am Landestheater Darmstadt zu Beginn der nächsten Spielzeit erworben.«

[Anonym:] Else Lasker-Schülers neues Bühnenwerk. In: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 76, Nr. 382–383 (Abendblatt-Erstes Morgenblatt) vom 25. Mai 1932. S. 3. – Hinweis auf den Erwerb der Bühnenrechte von »Arthur Aronymus und seine Väter« durch das Landestheater Darmstadt.

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 266 (Abend-Ausgabe) vom 3. Juni 1932, [Beilage:] Unterhaltungsblatt Nr. 153. – Redaktionelle Mitteilung: »Das Deutsche Theater hat Else Lasker-Schülers Drama ›Arthur Aronymus und seine Väter‹ zur Aufführung für die nächste Spielzeit erworben. (Die Uraufführung findet in Darmstadt bei Hartung statt.)«

Berliner Tageblatt. Jg. 61, Nr. 262 (Morgen-Ausgabe) vom 4. Juni 1932. – Redaktionelle Mitteilung: »Die Direktion des Deutschen Theaters (Dr. Rudolf Beer-Karl Heinz Martin) hat das neue Drama von Else Lasker-Schüler ›Arthur Aronymus und seine Väter‹ zur Aufführung für die nächste Spielzeit erworben.«

Het Vaderland (’s-Gravenhage) (Jg. 64) vom 16. Januar 1933, Avondblad C. S. 1 (»Kunst en Letteren«). – Redaktionelle Mitteilung: »Onder leiding van prof. Leopold Jeßner zal het met den Kleistprijs bekroonde stuk Arthur Aronymus und seine Söhne door Else Lasker-Schüler te Berlijn gaan. De uitvoering, die begin Februari zal plaats hebben, wordt door particulieren gefinancierd.«

Berliner Tageblatt. Jg. 62, Nr. 41 (Morgen-Ausgabe) vom 25. Januar 1933. – Redaktionelle Mitteilung: »Else Lasker-Schülers neues Schauspiel ›Arthur Aronymus und seine Söhne‹ wird im Schiller-Theater am 5. Februar uraufgeführt. Die Regie führt Professor Leopold Jessner.«

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 46 (Abend-Ausgabe) vom 27. Januar 1933 (»Kunst, Wissenschaft, Literatur«). – Redaktionelle Mitteilung: »Im Schiller-Theater wird das neue Schauspiel von Else Lasker-Schüler ›Arthur Aronymus und seine Väter‹ in einer Matinee am Sonntag, 19. Februar, uraufgeführt. Die Regie führt Leopold Jeßner.«

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 90 (Abend-Ausgabe) vom 22. Februar 1933 (»Theater, Musik, Vorträge«). – Redaktionelle Mitteilung: »Die Mittags-Uraufführung von Else Lasker-Schülers kleistpreisgekröntem Schauspiel ›Arthur Aronymus und seine Väter‹ mußte aus technischen Gründen verschoben werden. Sie wird nach den Wahlen voraussichtlich am Sonntag, dem 19. März, mittags im Schillertheater stattfinden.«

Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 106 (Abend-Ausgabe) vom 3. März 1933. – Redaktionelle Mitteilung: »Else Lasker-Schülers Drama ›Artur Aronymus und seine Väter‹ kommt am Sonntag, 19. März, in einer Mittagsvorstellung im Schiller-Theater zur Uraufführung. Leopold Jeßner führt die Regie.«

[Anonym:] Elsa Lasker-Schülers Schauspiel. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 36, Nr. 51 vom 18. Dezember 1936. S. 13. – Ankündigung der Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter«.

Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 19, Nr. 922 vom 18. Dezember 1936. S. 13 (»Das Blatt der jüdischen Frau«). – Ankündigung der Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter«.

wti [d. i. Jakob Rudolf Welti]: »Arthur Aronymus und seine Väter«. Schauspielhaus (19. Dezember). In: Neue Zürcher Zeitung. Jg. 157, Nr. 2234 (Morgenausgabe) vom 21. Dezember 1936, Blatt 3.

[Anonym:] Schauspielhaus: »Arthur Aronymus und seine Väter«. In: Volksrecht (Zürich). Jg. 39, Nr. 301 vom 22. Dezember 1936 (»Zürcher Bühnen«). – »[…] Dort, wo die Autorin vom Kindlichen spricht, dort vermag sie uns Schönes zu sagen; dort, wo sie im Drama, das mehr eine Familienchronik darstellt, das Lyrische erklingen läßt, dort weckt sie in unsern Herzen Widerhall. […] / Darum ist es schade, daß der Dramaturg und der Regisseur die 12 Bilder nicht kräftiger zusammengezogen haben. […] Das Ganze würde an Eindrücklichkeit gewinnen und die schöne These der gegenseitigen Toleranz, die Anprangerung des irren Antisemitismus stärker wirken. Wenn Else Lasker-Schüler nicht wissen kann, wie tief skeptisch wir Schweizer gegen alles Überschwängliche, gegen alles allzu Eifrige sind, dann ist es an der enger mit uns fühlenden Regie, jene Akzente zu dämpfen, die überlaut das Apologetische und das Agitatorische betonen. […] Der Premiereerfolg war außerordentlich, die Dankbezeugungen dauerten sehr lang. Für die lebhaft begrüßte Dichterin, die mit Regisseur Lindtberg und Theo Otto auf die Bühne gerufen wurde, war es ein Abend der Anerkennung.«

H.: Arthur Aronymus und seine Väter. Uraufführung im Schauspielhaus. In: Tages-Anzeiger (Zürich). Jg. 44, Nr. 301 vom 22. Dezember 1936. – »Else Lasker-Schüler, die heute in Not lebende Schriftstellerin, hat sicherlich den Kleistpreis für ihren Roman verdient. Aber es war eine Geschichte, ein flott und getreu erzähltes Erlebnis ihres Vaters zur Zeit der Paderborner Kirchenstreitigkeiten. Jetzt haben wir das Schauspiel vor uns, das uns in den lyrisch gehaltenen, in der Sprache gutkultivierten Bildern die Romanerlebnisse dramatisch wiedergibt. Hat sich der Stoff wirklich zu einer Dramatisierung geeignet? Die Spielfolge mußte in der Länge, besonders unter Rücksichtnahme auf die lyrisch melodiöse Musik, die den Bildern voranklingt, langatmig wirken. […] An Else Lasker schätzt man die feine Lyrik, ihr vertieftes und visionäres Wesen in der subtilen Dichtung. Mit viel einfacheren Mitteln und ohne alle Travestie und Metonymie hätte man ein Stück auch in drei, vier Bildern schreiben können, das genau das geboten hätte, was die Familie aus dem Paderbornerstreite zu sagen hat. […] Man fühlte sich in einigen Szenen so recht im Bergischen Land. Westfalens Luft strömte aus jedem Häuschen und Garten. Die Rose, die eine Adorantin dem mit dem frischerwachten Nachtwächter plaudernden Kaplan zuwirft, zeugt von Liebe und Innigkeit, ein Bildchen eines alten Meisters! Bühnenbildner Otto hat hier wohl selbst aus Heimatliebe gemalt. […]«

S[eelig], C[arl]: [Theaterrundschau.] In: National-Zeitung (Basel). Jg. 94, Nr. 596 (Abendblatt) vom 22. Dezember 1936. S. 3. – Zur Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter« in Zürich.

s.: Arthur Aronymus und seine Väter. Uraufführung im Schauspielhaus. In: Zürcher Post. Demokratische Tageszeitung. Jg. 58, Nr. 302 vom 23. Dezember 1936. – »[…] Der Roman von Else Lasker über den gleichen Stoff erhielt seiner Zeit den Kleistpreis. Das Schauspiel hätte ihn sicher nicht erhalten. Denn Handlung ist keine da. Empfindsamkeiten, Riten und Kinderreden, Erlebnisse aus einer bewegten Paderbornerjugend von anno dazumal sind dramatisiert. Was gibt es da schon für spannende Momente? Das Herz schlägt viel zu sehr an die Seele und das Schicksal der großen Familie Schüler liegt zu offen da, als daß man noch große Peripetien hätte erwarten können. Horwitz war ein famoser Erzbischof, der im Kreise der Juden mit seinem Kaplan allerdings etwas verloren ging, wohl mit Absicht. Kalser als Rabbiner spielte tief ergriffen von seiner religiösen Überzeugung. Kurzum, jeder und jede im Spiel gaben ihr Alles her. Zuletzt dankte das Samstagpublikum mit langanhaltendem Beifall, der sich stürmisch auswuchs, den Darstellern, in deren Kreise sich Else Lasker sichtlich erfreut mit Blumen überhäuft befand.«

m. g. [d. i. Manfred George]: Uraufführung in Zürich. Else Lasker-Schüler: »Artur Aronymus und seine Väter«. In: Deutsche Zeitung Bohemia (Prag). Jg. 109, Nr. 299 vom 24. Dezember 1936. S. 5.

Assindis: Arthur Aronymus und seine Väter. Zur Zürcher Uraufführung von Else Lasker-Schülers Bühnenspiel. In: Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz (Zürich). Jg. 36, Nr. 52 vom 25. Dezember 1936. S. 26.

eo. [d. i. Manfred George]: Else Lasker-Schüler-Première. Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter«. In: Pariser Tageszeitung. Jg. 2, Nr. 205 vom 2. Januar 1937. S. 3.

z. r.: »Artur Aronymus und seine Väter«. Uraufführung in Zürich. In: Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 42, Nr. 1 vom 5. Januar 1937. S. 5.

Zweig, Arnold: Else Lasker-Schüler. In: Jüdische Revue (Mukačevo). Jg. 2, Nr. 2 vom Februar 1937. S. 122–124. – Zur Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter« in Zürich.

* * *

IchundIch • Lesung Else Lasker-Schülers in Jerusalem im »Alfred Berger Club« am 20. Juli 1941. Am 11. und 12. Juli 1943 las Else Lasker-Schüler in Haifa erneut aus ihrem Stück, zunächst im Antiquariat von Friedrich Sally und Sina Grosshut, dann im Haus des Textilfabrikanten Hans Moller.

S. B. C. [d. i. Schalom Ben-Chorin]: »Ich und Ich«. In: Mitteilungsblatt (Tel Aviv). Jg. 5, Nr. 30 vom 25. Juli 1941. S. 7.

Frango [d. i. Franz Goldstein]: Devil’s Masque of Past and Present. Else Lasker-Schueler’s Play. In: The Palestine Post (Jerusalem). Jg. 17, Nr. 4626 vom 25. Juli 1941. S. 5. – »At times filled with a grotesque humour, the play also has passages of almost visionary power and lyrical beauty. It might most easily be defined as surrealist Offenbach.«

Franz Goldstein: An der literarischen Front im neuen Palästina. In: Aufbau (New York). Jg. 9, Nr. 33 vom 13. August 1943. S. 9. – Goldstein kündigt das Erscheinen von »IchundIch« als »Luxusausgabe« an und berichtet – wohl nach Else Lasker-Schülers Lesung – über den Inhalt: »In tollem Wirbel werden die Gestalten aus dem ›Faust‹ sowie Goethe persönlich durcheinandergeweht mit den Nazi-Führern Hitler, Göring, Goebbels und Hess, während von einer Loge aus Max Reinhardt, die Ritz-Brothers, die Dichterin und ein Jerusalemer Kritiker commedia dell’arte-haft teilnehmen. Es ist dies ein Teufelsspuk, zuweilen von groteskem Humor, jedoch mit Passagen von visionärer Kraft und dichterischer Magie, eine Art surrealistischer Offenbach.«

Die Zeitung. Londoner deutsches Wochenblatt. Jg. 3, Nr. 349 vom 12. November 1943. S. 8. – Notiz: »Else Lasker-Schüler hat ein Drama ›Ich und Ich‹ vollendet, das auch englisch und hebräisch erscheint. Goethe und Gestalten aus dem Faust treffen mit Hitler und anderen Naziführern zusammen und von einer Loge aus sehen die Dichterin, Max Reinhardt und andere künstlerische Persönlichkeiten dem Teufelsspuk zu.«

* * *