Karl Jürgen Skrodzki

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Karl Jürgen Skrodzki, Lohmar

Freundschaft mit Else Lasker-Schüler. Widmungen, Porträts, Briefe

Ein quellenkundliches Verzeichnis zu den Werken und Briefen der Dichterin

[A–F] [G–K] [L–R] [S–Z] [Index]

G

[Index] Gafner, Max • (1892–1957). Jurist und schweizerischer Politiker. 1928–1943 Nationalrat.

Briefe:

1936 (2).

[Index] Gangolf, Paul • (eigentlich: Paul Loewy) (1879–1939). Holzschneider, Lithograph und Aquarellmaler. Er wuchs in Wiesbaden auf und kam 1901 nach Berlin. 1926–1932 lebte er, unterstützt von dem Kölner Sammler Heinrich Stinnes (1867–1932), in Paris, 1931 einige Monate in London. 1935 war Gangolf nach antinationalsozialistischen Äußerungen auf der Straße mehrere Monate inhaftiert, anschließend hielt er sich in Frankreich, Spanien und Portugal auf. 1939 soll Gangolf bei einem Grenzübertritt von Frankreich nach Deutschland überstürzt aus dem Eisenbahnzug gerannt und erschossen worden sein. • Vgl. In memoriam Paul Gangolf. Hg. von Ernest Rathenau. New York: Ernest Rathenau, 1964; Freundlich – Gangolf – Kogan. Drei Künstlerschicksale. Hamburg: Ernst Barlach Haus, 2004.

Text zur Person:

»Paul Gangolf« (Gedicht) • Berliner Börsen-Courier. Jg. 55, Nr. 375 (Morgen-Ausgabe) vom 12. August 1923, 1. Beilage.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Gestern Abend war ich im Wintergarten mit dem Maler Gangolf. Ich gehe so gern mit ihm gerade in die Varietés. Er spöttelt nicht, er kann großgucken wie ein Kind.« (KA, Bd. 3.1. S. 197.)

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »der trotziggroße Maler aus Berlin« (KA, Bd. 5. S. 297).

[Index] Gebhard, Klaus • (1896–1976). Seidenfabrikant in Elberfeld. Kunstsammler und Mäzen.

Briefe:

1921–1926 (102), 1927 (1), 1930–1935 (27).

[Index] Gebser, Jean • (eigentlich: Hans Gebser) (1905–1973). Kulturphilosoph, Psychologe, Schriftsteller und Übersetzer. Er lebte ab 1928 in Italien, Frankreich und Spanien, ab 1939 in der Schweiz.

Brief:

1937 (1).

[Index] Geheeb, Edith Johanna • (geb. Cassirer) (1885–1982). Pädagogin. Die zweite Frau Paul Geheebs.

Prosa:

»Die Odenwaldschule« • Gesichte (1913) (S. 45–47): »Edith Geheeb-Cassirer«.

Briefe:

1912/13 (9).

[Index] Geheeb, Paul • (1870–1961). Pädagoge. Er gündete 1910 zusammen mit seiner Frau Edith in Oberhambach bei Heppenheim die Odenwaldschule.

Text zur Person:

»Die Odenwaldschule« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 41, Nr. 641 (Morgen-Ausgabe) vom 17. Dezember 1912, 1. Beiblatt • Auch in: Gesichte (1913) (S. 45–47).

Briefe:

1912/13 (7).

[Index] Geheeb, Reinhold • (1872–1939), Chefredakteur der Zeitschrift »Simplicissimus« in München. Bruder von Paul Geeheb.

Brief:

1915 (1).

[Index] George, Stefan • (1868–1933). Schriftsteller.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Ich muß Euch heute Nacht noch etwas ganz Seltenes erzählen, Stefan George ist mir in der Dunkelheit eben begegnet. Er trug einen schwarzen Samtrock, ließ die Schulter hängen, wie müde von der Last des Flügels. Ich schrie ganz laut. Ich bin einem Erzengel begegnet, wie er gemalt ist auf den Bildern Dürers.« (KA, Bd. 3.1. S. 196.)

»Im neopathetischen Cabaret« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 38 vom 17. November 1910. S. 304: »Stefan Georges Gedichte wandeln allerdings, ohne müde zu werden; nicht bunte Karawanen über Sandwege; aus ihnen weht die Kühle endloser Prozessionen zwischen frommen Schlössern und himmelhohen Domen.« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 152 f.) (1920) (S. 77 f.).

[Index] Gerling, Heinz • (1904–2002). Verbandsfunktionär. Er lebte ab 1933 in Palästina und war ab 1937 Direktor der »Hitachdut Olej Germania« (»Vereinigung der Einwanderer aus Deutschland«) und ihrer Nachfolgeorganisationen.

Briefe:

1942/43 (2).

[Index] Geyer, Emil • (eigentlich: Emil Goldmann) (1872–1942). Schauspieler, Dramaturg und Regisseur in Wien.

Briefe:

1926 (3).

[Index] G(h)uttmann, Simon • (1890–1989). Journalist in Berlin. Freund Georg Heyms (1887–1912) und Erwin Loewensons. Er emigrierte 1934 über die Schweiz, Frankreich und Portugal nach London, wo er eine Presseagentur gründete.

Brief:

1936 (1).

[Index] Giehse, Therese • (1898–1975). Schauspielerin. Sie gehörte von 1937 bis 1949 dem Schauspielhaus Zürich als Ensemblemitglied an.

Erwähnung:

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »der unvergleichlichen Künstlerin« (KA, Bd. 4.1. S. 424).

[Index] Ginsberg, Ernst • (1904–1964). Schauspieler. Er gehörte von 1933 bis 1962 dem Zürcher Schauspielhaus an; bei der Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter« am 19. Dezember 1936 spielte er die Rolle des Nachtwächters Altmann. Ginsberg gilt als bedeutender Darsteller von Shakespeares Hamlet-Figur.

Gedicht:

»Die Verscheuchte« • Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar (Fotokopie, Original verschollen) (Manuskript): »Dem lieben Ernst Ginsberg dem großen Schauspieler von der Dichterin Else Lasker-Schüler. Im Jahre der Vertreibung: 1934 in Zürich«.

Text zur Person:

»Dänischer Prinz« (Gedicht) • NLI, ELS (2:140) (Manuskript) (KA, Bd. 1.1. S. 321).

Erwähnung:

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »Noch schalt des alten Nachtwächter Altmann Horn in meine Ohren Ginsberg beste Rolle, trompete ich in die Welt.« (KA, Bd. 4.1. S. 424.)

Briefe:

1933–1937 (29).

[Index] Ginsberg, Ruth • (geb. Greiner) (1906–1960). Tochter von Erna Greiner, Ernst Ginsbergs Frau.

Briefe:

1933 (1), 1936 (1).

[Index] Goldberg, Simson • (1855–1948). Maler. Bei ihm erhielt Else Lasker-Schüler von 1894 bis 1897 Zeichenunterricht.

Text zur Person:

»Der achtzigjährige Maler Simson Goldberg« (Prosa) • Jüdische Presszentrale Zürich. Jg. 18, Nr. 843 vom 17. Mai 1935. S. 17.

[Index] Goldmann, Nahum • (1895–1982). Politiker und Journalist in Berlin. Er emigrierte 1933 in die Schweiz, wo er Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf wurde. Ab 1940 lebte er in den USA.

Brief:

1938 (1).

[Index] Goldscheider, Georg • (1897–1943). Paul Goldscheiders Bruder.

Briefe:

1927 (3).

[Index] Goldscheider, Gertrude • (1902–1985). Ärztin. Paul Goldscheiders Frau. • Nachruf: Werner Rosenstock: Dr. Gertrude Goldscheider. In: AJR Information (London). Jg. 41, Nr. 2 vom Februar 1986. S. 8.

Briefe:

1931/32 (4).

[Index] Goldscheider, Paul • (1902–1982). Aus Wien gebürtiger Industriekaufmann, später Arzt. Er ging in den frühen zwanziger Jahren nach Südamerika und kehrte 1927 nach Wien zurück, wo er als Werkstudent Medizin studierte. 1937 emigrierte er nach London und ließ sich dort – nach Wiederholung der medizinischen Examina – als Arzt nieder. • Nachruf: W[olfgang] G[eorg] Fischer: In Memory of Dr. Paul Goldscheider. In: AJR Information (London). Jg. 38, Nr. 1 vom Januar 1983. S. 5 (mit einer Vorbemerkung von Werner Rosenstock). Vgl. auch W[erner] R[osenstock]: »Our Doctor«. 75th Birthday of Dr. Paul Goldscheider. In: AJR Information (London). Jg. 32, Nr. 12 vom Dezember 1977. S. 9.

Briefe:

1927/28 (57), 1930–1932 (24), 1938/39 (6).

[Index] Goldschmidt, Jakob • (1882–1955). Bankier und Kunstsammler. 1922–1931 persönlich haftender Gesellschafter der Darmstädter und Nationalbank (DANAT). Er emigrierte 1934 New York.

Brief:

1937 (1).

[Index] Goldschmidt-Rothschild, Lucie (Lucy) Georgine Leontine von • (1891–1977). Sie heiratete im Sommer 1917 den österreichischen Diplomaten Edgar Spiegl Edler von Thurnsee (1876–1931).

Gedichte:

»Hebräische Balladen« • Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar. Sammelhandschrift der »Hebräischen Balladen« (79.50) (Manuskript) (Faksimile: Hebräische Balladen. Faksimile der Handschrift. Hg. von Norbert Oellers [Marbacher Schriften 26]. Marbach am Neckar 1986. Neuausgabe: Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag, 2000): »Diese frommen hebräischen Gedichte meiner lieben asiatischen Prinzessin Lucie von Goldschmidt-Rothschild zur Verlobung und Glücksewigkeit vom Prinzen Jussuf von Theben«.

»Ruth« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 19) (1919) (S. 20) (1920) (S. 20): »Der Leila: Lucie von Goldschmidt-Rothschild«.

Briefe:

1917 (2).

[Index] Goldstein, Franz • (Pseudonym: Frango) (1898–1982). Aus Oberschlesien gebürtiger Jurist und Journalist. Er emigrierte 1938 über Wien und Prag nach Jerusalem. In Palästina war Goldstein als Literatur- und Kulturkritiker tätig. Für den »Orient« (Haifa) schrieb er 1942/43 unter den Pseudonymen »Anatol«, »Dorian« und »Frango«. Er war Mitarbeiter der Zeitung »The Palestine Post«, 1950 in »The Jerusalem Post« umbenannt, und veröffentlichte dort vornehmlich Film- und Musikkritiken. • Vgl. Klaus Täubert: Die Welt des Franz Goldstein. Von der Odyssee eines deutsch-polnischen Journalisten. In: Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums. Jg. 25 (1986), H. 98. S. 174–176.

Erwähnungen:

»Huldigungen« (Unserm Hebräischen Bischof …) (Prosa) • NLI, ELS (2:27) (Typoskript): »Immer im sprühenden Taumel« (KA, Bd. 4.1. S. 505).

Vortrag, gehalten am 20. Juli 1941 in Jerusalem im »Alfred Berger Club«, Einführung zur ersten Lesung des Schauspiels »IchundIch« (»Verehrte Damen und Herren. Bevor ich beginne …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:32/2:27) (Typoskript): »der das erste Volkslied hierher nach Asien brachte: Kommt a Vogel geflogen« (KA, Bd. 4.1. S. 472).

Briefe:

1941–1943 (6), undatiert (Jerusalem) (1).

[Index] Goßler, Eugen von • (1885–1962).

Gedicht:

»Dasein« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 104) (1919) (S. 105) (1920) (S. 105): »Eugen von Goßler«.

[Index] Gottgetreu, Erich • (1903–1981). Schriftsteller und Publizist in Berlin. Er emigrierte 1933 nach Palästina und war dort Korrespondent zahlreicher Zeitungen.

Briefe:

1925 (1), 1941–1943 (8).

[Index] Gottgetreu, Sonya • (geb. Reznik). Die Frau Erich Gottgetreus.

Brief:

1943 (1).

[Index] Grabein, Paul • (1869–1945). Verfasser von Unterhaltungsromanen und Herausgeber von Anthologien.

Briefe:

1902 (2). Zuweisung unter Vorbehalt.

[Index] Graetz, Paul • (1890–1937). Schauspieler und Chansonnier in Berlin. Er hatte bei der Uraufführung der »Wupper« am 27. April 1919 im Deutschen Theater die Rolle des Großvaters Wallbrecker gespielt.

Text zur Person:

»Und der Paul Graetz« (Gedicht) • Konzert (S. 138).

Erwähnung:

»Mein Herz« (1920): »Der Derektör Reenhardt han et meck versproocken optuföhren; wenn meck ens nur der olle Großvatter em erschten Akt vörher nich sterben dut; hä leid on die Luft. Det weeßt De jo. On de Grätz vom Dütschen Triater söll emm speelen.« – In den »Briefen nach Norwegen« und in der Erstausgabe von »Mein Herz« wird der Schauspieler Rudolf Blümner genannt.

[Index] Granach, Alexander • (1890–1945). Schauspieler in Berlin. 1933 emigrierte er zunächst in die Schweiz; ab 1939 lebte er in Hollywood.

Brief:

1932 (1).

[Index] Greiner, Erna • (geb. Urfus) (geb. 1884). Frau des Schriftstellers Leo Greiner (1876–1928). Schwiegermutter von Ernst Ginsberg, Schwester der Schauspielerin Maria Moissi (geb. 1877). Sie emigrierte in die Schweiz.

Briefe:

1926 (1), 1934–1936 (8).

[Index] Grieger, Hedwig • Kindermädchen von Else Lasker-Schülers Sohn Paul.

Prosa:

»Arme Kinder reicher Leute« • Gesichte (1913) (S. 37–39) (1920) (S. 45–47): »Der kleinen Hedwig Grieger«.

[Index] Grimme, Adolf • (1889–1963). Pädagoge und Schulreformer. Zunächst Ministerialrat im Preußischen Kultusministerium und von 1930 bis 1932 Kultusminister.

Briefe:

1930/31 (8).

[Index] Gronemann, Sammy • (1875–1952). Schriftsteller und Jurist, Rechtsanwalt in Berlin. 1909–1924 Syndikus des Schutzverbands deutscher Schriftsteller. Er emigrierte 1933 nach Frankreich, 1936 nach Palästina.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »Der Tierschutzverein (Verzeihung) für Literatur im altmodisch geborenen Gänsestil erfreut sich zunächst der besten Gesundheit, und Kartoffelpuffer ohne den Generalanwalt Herrn Dr. Gronemann und seinen Assessoren im entferntesten beleidigen zu wollen. Als er sich noch mit der Schriftstellerei befaßte, brachte er mal in seinem Journal: Das Dromedar .... mein Bild. Bitte! Nun erfreut er sich einer immerfort gut gearteten dampfenden Pfeife, Zipfelmütze und gestickten Pantoffeln« (KA, Bd. 4.1. S. 72).

Brief:

1934 (1).

[Index] Gropius, Walter • (1883–1969). Architekt. 1919–1928 Direktor des von ihm gegründeten Staatlichen Bauhauses in Weimar (ab 1925 in Dessau). Er emigrierte 1934 nach England, 1937 in die USA.

Briefe:

1920 (3).

[Index] Grosshut, Friedrich Sally • (1906–1969). Aus Wiesbaden gebürtiger Jurist, Journalist und Schriftsteller. Er emigrierte 1933 nach Palästina und gründete 1936 ein Antiquariat in Haifa, in dem er auch Vortragsabende mit deutsch-jüdischer Literatur veranstaltete. 1948 ging er nach Schweden, 1949 in die USA.

Briefe:

1942–1945 (97).

[Index] Grosshut, Sina • (geb. Rosenstrauch). Friedrich Sally Grosshuts Frau.

Briefe:

1942–1944 (63).

[Index] Großmann, Rudolf • (Pseudonym: Pierre Ramus) (1882–1942). Anarchistischer Journalist und Schriftsteller in Wien.

Briefe:

1910 (2).

[Index] Grosz, George • (1893–1959). Satirischer Zeichner und Maler in Berlin.

Text zur Person:

»Georg Grosz« (»Georg Groß«, »George Grosz«) (Gedicht) • Neue Jugend. Monatsschrift (Berlin). Jg. 1, H. 8 vom August 1916. S. 154 • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 165 f.) (1919) (S. 167 f.) (1920) (S. 167 f.); Die Kuppel (S. 62 f.)

Zeichnung:

»Mordercheï Jussuf Lederstrumpf« (Theodor Däubler und Georg Grosz links und rechts von Jussuf) • Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstichkabinett (Faksimile: Else Lasker-Schüler. Die Bilder. Hg. von Ricarda Dick im Auftrag des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Mit Essays von Ricarda Dick und Astrid Schmetterling. Berlin 2010. S. 213).

[Index] Grünberg (Greenberg), Uri Zwi (Uri Zvi) • (1896–1981). Aus Galizien gebürtiger jiddischer und hebräischer Dichter. Er war 1923 nach Palästina eingewandert und lebte in den dreißiger Jahren vorübergehend in Polen.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »der berühmte hebräische Dichter, der Sohn des innigen Wunderrabbiners von Lemberg« (KA, Bd. 5. S. 94) • »Der vergötterte dichtende Wildfang der Palästinajugend« (S. 144).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »Mein Freund der berühmte hebräische Dichter« (KA, Bd. 5. S. 218).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »der Pfeil eines indianischen Hebräers, des Edelhirschs« (KA, Bd. 5. S. 308).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »der berühmte hebräische Dichter« (KA, Bd. 5. S. 418) • »ein Judenindianerhäuptling« (S. 418).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »einen kupferroten Menschen, einen wilden Vogeljuden einen Judenindianer mit Kupferfarbenen brennenden Haupthaar den berühmten hebräischen Dichter mit dem geschweiften feinen Nasenpfeil zwischen der Brauen Fackeln meinen Freund: Uri Zwi. Uri der Edelhirsch« (KA, Bd. 5. S. 428).

Briefe:

1923 (2), 1925 (1), 1934 (1), 1941 (3), undatiert (Jerusalem) (1).

[Index] Grünthal • Frau eines Fabrikbesitzers in Düsseldorf.

Briefe:

1928 (2).

[Index] Gubler, Maria • (geb. Gronenschild) (gest. 1961). Die Frau Max Gublers.

Brief:

1933 (1).

[Index] Gubler, Max • (1898–1973). Schweizerischer Maler.

Erwähnung:

»Brief an Korrodi« (auch »Brief an einen Schweizer Freund«) (Prosa) • Gesichte (1920) (S. 101–108): »der große Zürcher Maler, die Schafgarbe unter den Hirten« • Zuerst (ohne Erwähnung Gublers) in: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 63, Nr. 291 (Erstes Morgenblatt) vom 18. April 1919. S. 1 f.

Briefe:

1918–1922 (34), 1927 (2), 1933 (1).

[Index] Guggenheim, Fritz • Bruder von Silvain Guggenheim.

Brief:

1939 (1).

[Index] Guggenheim, Silvain • (1882–1948). Seidenfabrikant in Zürich. Er leitete von 1933 bis 1944 das jüdische Flüchtlingshilfswerk in der Schweiz und unterstützte Else Lasker-Schüler finanziell während ihrer Schweizer Exiljahre.

Erwähnungen:

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »der wahre uneigennützige Wohltäter Zürichs, der Philantrop der schweizer Judenschaft« (KA, Bd. 4.1. S. 425).

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »der wahre uneigennützige Wohltäter der Schweizer Judenschaft, der Philantrop« (KA, Bd. 4.1. S. 436).

Briefe:

1934–1939 (65).

[Index] Guhlke, Fridolin • Graphiker. Er veröffentlichte 1910 im »Sturm« einige Zeichnungen. Sie erschienen zunächst mit dem Kürzel »G«, dann unter dem Pseudonym »Samuel Fridolin«.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Wißt Ihr, wer heute in aller Früh angeklingelt hat – Fridolin Guhlke. Er habe sich verliebt, er habe seine erste Liebe getroffen; damals sei sie dreizehn gewesen vor drei Jahren. Und er zeche nicht mehr, seine Flamme trüge einen Heiligenschein um den Kopf.« (KA, Bd. 3.1. S. 184.)

[Index] Guido • Im Brief an Edda und Erika Lindwurm-Lindner vom 6. Januar 1918 (KA, Bd. 7. S. 149) erkundigt Else Lasker-Schüler sich nach »Kurt und Guido«, zwei gemeinsame Bekannte ihrer Nichten.

Gedicht:

»Du machst mich traurig – hör« • Die gesammelten Gedichte (1919) (S. 212): »Guido«.

[Index] Gundolf, Friedrich • (eigentlich: Friedrich Gundelfinger) (1880–1931). Professor für deutsche Literatur an der Universität Heidelberg. Er gehörte zum Kreis um Stefan George.

Briefe:

1925 (1), 1929 (1).

[Index] Gurewitch, Chana • Mitarbeiterin der Deutschen Abteilung der Jewish Agency in Jerusalem.

Brief:

1942 (1).

H

[Index] Haas, Willy • (1891–1973). Aus Prag gebürtiger Publizist, Drehbuchautor und Filmkritiker. Haas gründete 1925 mit Ernst Rowohlt die Wochenschrift »Die literarische Welt«.

Briefe:

1907 (1), 1911/12 (8), 1926 (2). Zuweisung des Briefes von 1907 unter Vorbehalt.

[Index] Hamburger (Hambrigk), Romana • (geb. 1887). Aus Lodz gebürtige Sängerin. In Berlin.

Brief:

1928 (1).

[Index] Hamecher, Peter • (1879–1938). Lyriker und Essayist. Herausgeber mehrerer Anthologien.

Brief:

1932 (1).

[Index] Hannemann, Karl • (1895–1953). Schauspieler in Berlin.

Gedicht:

»Aribert Wäscher« • NLI, ELS (2:71) (Typoskript): »Unserm Freund dem Wachholderkarl«.

Text zur Person:

»Der Hannemann« (Gedicht) • Berliner Tageblatt. Jg. 53, Nr. 271 (Morgen-Expreß-Ausgabe) vom 8. Juni 1924, 4. Beiblatt.

Erwähnung:

»Das heilige Abendmahl« (Prosa) • Berliner Börsen-Courier. Jg. 54, Nr. 603 (Morgen-Ausgabe) vom 25. Dezember 1921, 1. Beilage. S. 5: »Du, Arib, sahst aus wie der junge St. Petrus, und Wachholderkarl, du, wie St. Matthäus« • Auch in: Konzert (S. 158–161).

[Index] Hanns Eduard.

Prosa:

»Das heilige Abendmahl« • Berliner Börsen-Courier. Jg. 54, Nr. 603 (Morgen-Ausgabe) vom 25. Dezember 1921, 1. Beilage. S. 5: »Unserm Freunde St. Hanns Eduard«.

[Index] Hansegger • (eigentlich: Johann Konstantin Egger) (1908–1989). Schweizerischer Maler.

Erwähnungen:

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »Die Bilder des Halbschweizers Hanseggers des Halbitalieners von Mutter her. Wer Venezia nie gesehen, der glaubt sich auf dem Canal unter den singenden Hochzeitlern in der Gondel. Es suggeriert des plätschernden Bildes lebendige Farbe. Aber auch in den von Lampion erleuchteten Vergnügungsdampfer auf der Seine, steigt der Beschauer feiernd ins bekränzte Boot. / Wer Paris nie vorher gesehn und erlebt, lernt die vornehme Stadt Bonapartes auf des genialen Schweizers hervorragenden Schöpfungen kennen behangen mit Traum und Abenteuer, aber auch in ihrer nackten Realität. Die geadelten Straßen der großen Napoleonstadt und ihre Boulevards. Aber auch die verwitterten vermoderten Höfe Montmartres. Des Malers Liebe zur Malerei umschmeichelt himmelnd die krimminelsten Viertel von Paris.« (KA, Bd. 4.1. S. 418 f.)

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »Der geniale Maler der Schweizer Hansegger skizzierte auch heute wieder vom Zuschauerraume aus die probenden Mimen auf der Bühne. […] Wundervoll das Mosaik seiner italienischen Gemälde, die Böden der Dome und Paläste. In den Gondeln auf den Kanälen der Veneziabilder träumt man unter den Fahrenden auf den schmalen Fluten.« (KA, Bd. 4.1. S. 434.)

[Index] Hansen, Johann.

Text zur Person:

»Johann Hansen und Ingeborg Coldstrup« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 7 vom 14. April 1910. S. 49 • Auch in: Die Fackel. Jg. 12, Nr. 309/310 vom 31. Oktober 1910. S. 5 f.; Gesichte (1913) (S. 24–26) (1920) (S. 32–34).

[Index] Hardt, Ernst • (1876–1947). Schriftsteller und Theaterleiter.

Briefe:

1916 (2).

[Index] Hardt, Ludwig • (1886–1947). Aus Ostfriesland gebürtiger Rezitator.

Text zur Person:

»Ludwig Hardt« (Gedicht) • Die Weltbühne. Jg. 15, Bd. 2, Nr. 29 vom 10. Juli 1919. S. 50.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Ich hörte, Ludwig Hardt habe wieder so großartig im Choralionsaal vorgetragen – er ist der einzige Liliencron-Interpret. […] Ludwig Hardt ist ein lyrischer Soldat, er ist adelig, wie Liliencron.« (KA, Bd. 3.1. S. 239 f.)

Briefe:

1920 (5).

[Index] Hart, Heinrich • (1855–1906). Schriftsteller. Bruder von Julius Hart.

Gedicht:

»Erkenntnis« • Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (11 423) (Manuskript): »Herren Julius und Heinrich Hart und Landauer zugeeignet« (KA, Bd. 1.1. S. 311–313).

[Index] Hart, Julius • (1859–1930). Schriftsteller. Bruder von Heinrich Hart.

Gedicht:

»Erkenntnis« • Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (11 423) (Manuskript): »Herren Julius und Heinrich Hart und Landauer zugeeignet« (KA, Bd. 1.1. S. 311–313).

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »wenn ich an Julius Hart denke, weiß ich, wo ich einst Engeln begegnet bin« (KA, Bd. 3.1. S. 244).

Briefe:

1900/01 (3), um 1909 (1), 1926 (1).

[Index] Hartley, Marsden • (1877–1943). Amerikanischer Maler, der in den Jahren 1912–1915 Europa bereiste.

Gedicht:

»Schwarze Sterne« (urspr. »Sterne des Tartaros«) • Die gesammelten Gedichte (1919) (1920) (S. 45): »Meinem lieben Sioux Marsden Hartley«.

[Index] Hattingberg, Enja (Erna Maria) von • (geb. Baur) (1888–1939). Die Frau des Arztes und Psychiaters Hans Ritter von Hattingberg.

Gedicht:

»Esther« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (S. 13); Verkündigung (S. 162): »Meiner geliebten Enja, der Ritterin von Hattingberg«.

[Index] Hatzfeld, Adolf von • (1892–1957). Schriftsteller. 1913 bei einem Selbstmordversuch erblindet.

Briefe:

1917 (23), 1919 (1), 1930 (3).

[Index] Haubrich, Josef • (1889–1961). Rechtsanwalt und Kunstsammler in Köln.

Gedichte:

»Ankunft« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 97) (1919) (S. 98): »Meinem lieben Job Haubrich in Köln«.

»Verinnerlicht« • Die weißen Blätter. Jg. 3, H. 1 vom Januar 1916. S. 102: »Job. Haubrich gewidmet«.

[Index] Hauptmann, Gerhart • (1862–1946). Schriftsteller.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Hauptmanns Angesicht und auch Ihres, Dalai-Lama, wirken blau.« (KA, Bd. 3.1. S. 209.) – Mit dem »Dalai-Lama« ist Karl Kraus gemeint.

»Peter Hille« (Es dauert höchstens zwanzig Minuten …) (Prosa) • Der Zeitgeist (Beiblatt zum »Berliner Tageblatt«). Nr. 30 (Beiblatt zu Jg. 32, Nr. 375 [Montags-Ausgabe]) vom 27. Juli 1903: »Hauptmanns stolzes Gesicht mit den Reiheraugen« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 59–65); Essays (S. 11–17).

»Peter Hille« (Ich schrieb ein ganzes Buch über Peter Hille …) (Prosa) • Die Sendung (Berlin). Jg. 6, Nr. 18 vom 3. Mai 1929. S. 293: »Gerhart Hauptmann strahlte wie ein beschenkter Knabe, als Peter Hille ihn besuchte« • Auch in: Konzert (S. 172–174).

Briefe:

1900 (2), 1904 (1), 1906 (1), 1923 (1), 1926/27 (3). – Faksimiles: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: 9. Februar 1900, 1. Juni 1900, 28. Januar 1904, datiert frühestens etwa Mitte Juni 1906, 8. Mai 1923, 29. Juli 1926, 30. Januar 1927, 16. Juni 1927.

Nachträge zur »Kritischen Ausgabe«:

Peter Sprengel: Else Lasker-Schüler an Gerhart Hauptmann. Fünf vergessene Postkarten und Briefe. In: Wirkendes Wort. Jg. 61, H. 3 vom November 2011. S. 389–394 (Postkarten und Briefe, datiert kurz vor dem 26. Januar 1906, 18. März 1922, 6. Dezember 1926, 25. Januar 1927 und 16. Februar 1927).

[Index] Hauptmann, Margarete • (geb. Marschalk) (1875–1957). Geigerin und Schauspielerin. Die zweite Frau Gerhart Hauptmanns.

Briefe:

1922/23 (2), 1926/27 (2). – Faksimiles: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: 27. März 1922, 29. April 1923, 22. Mai 1926, 30. Januar 1927.

[Index] Hausmann, Raoul • (1886–1971). Fotograf und Schriftsteller. Führender Vertreter des Dadaismus.

Brief:

Um 1919 (1).

[Index] Heartfield, John • (eigentlich: Helmut Herzfeld) (1891–1968). Fotograf, Zeichner und Bühnenbildner in Berlin. Bruder von Wieland Herzfelde.

Gedichte:

»Es war eine Ebbe in meinem Blut« (urspr. »Meine Blutangst«) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 105) (1919) (S. 106) (1920) (S. 106): »Den lieben zwei Brüdern Helmut und Wieland Herzfelde«.

»Wir Drei« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 112) (1919) (S. 113) (1920) (S. 113): »Wieland, ich, Helmut«.

[Index] Hecker • Frau in Jerusalem.

Brief:

1937 (1).

[Index] Heimann, Moritz • (1868–1925). Schriftsteller. Cheflektor im S. Fischer Verlag.

Brief:

1904 (1).

[Index] Heimann, Willy • Arzt in Jerusalem.

Prosa:

»Der Antisemitismus« • NLI, ELS (2:110) (Manuskript): »Gewidmet: meinem Rechtsbeistand: Dr. Joseph Franck und dem Arzt Dr. W. Heimann« (KA, Bd. 4.1. S. 495).

[Index] Heine, Albert • (1867–1949). Schauspieler und Regisseur. – Mitte November 1908 war Friedrich Hebbels Drama »Herodes und Mariamne« am »Berliner Theater« mit Albert Heine in der Rolle des Herodes aufgeführt worden.

Text zur Person:

»Albert Heine – Herodes V. Aufzug« (Gedicht) • Morgen. Jg. 2, Nr. 48 vom 27. November 1908. S. 1605 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 100); Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 153) (1919) (S. 155) (1920) (S. 155); Die Kuppel (S. 49).

Erwähnung:

»Der Alpenkönig und der Menschenfeind« (Prosa) • Das Theater (Berlin). Jg. 1, H. 5 (1909, November I). S. 110 f.: »Wer den Kulissenmantel des Alpenkönigs trug, vernahm ich beim ersten Ton der Rauschestimme. Albert Heine, der Herodes, ist zu viel für diese Papiermaché-Rolle.« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 135–137) (1920) (S. 51–54).

[Index] Heine, Carl • (1861–1927). Dramaturg und Oberspielleiter am Deutschen Theater in Berlin.

Brief:

1919 (1).

[Index] Hellmuth, Martha • (eigentlich: Martha Schlesinger) (geb. Avellis) (1854–nach Februar 1932). Schriftstellerin in Berlin. Die Frau des Bankiers Emil Schlesinger.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »die Zauberin Hellmüthe in meinem St. Peter-Hille-Buch« (KA, Bd. 3.1. S. 189). – Vgl. die beiden Kapitel »Bei der Zauberin Hellmüte« und »Die Zauberin Hellmüte sendet uns Geschenke« in »Das Peter Hille-Buch« (1906) (1919).

[Index] Hennings, Emmy • (1885–1948). Lyrikerin und Erzählerin. Sie heiratete 1920 Hugo Ball.

Briefe:

1913 (1), 1915 (1), 1926/27 (7).

[Index] Henry, Marc • (eigentlich: Achille Georges Thuret) (1873–1943). Französischer Schriftsteller, Chansonnier und Kabarettleiter in München und Wien. Er leitete in München von 1901 bis 1904 die »Elf Scharfrichter« und gründete in Wien mit seiner Lebensgefährtin Marya Delvard 1906 das »Cabaret Nachtlicht«, 1907 das »Cabaret Fledermaus«.

Erwähnung:

»Kabarett Nachtlicht – Wien« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 154–157): »Monsieur Henry ist der gewandteste unter den blutigen Elfen in München gewesen« • Auch in: Gesichte (1920) (S. 79–82).

[Index] Herald, Heinz • (1890–1964). Regisseur und Dramaturg. Er führte bei der Uraufführung der »Wupper« am 27. April 1919 am Deutschen Theater in Berlin Regie.

Erwähnung:

»Brief an Jeßner« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 56, Nr. 3 (Abend-Ausgabe) vom 3. Januar 1927: »Herald kein Herold (so dankbar ich ihm auch war), aber der Regisseur muß ein Feldherr sein« • Auch in: Konzert (S. 132–137): »Der hochverehrte Direktor Heinz Herald entdeckte 1910 meine Welt: Die Wupper«.

[Index] Hermann, Georg • (eigentlich: Georg Hermann Borchardt) (1871–1943). Kunstkritiker, Journalist und Schriftsteller in Berlin.

Brief:

1925 (1).

[Index] Herrmann, Helene • (1877–1944). Literarhistorikerin und Lehrerin in Berlin. Die Frau von Max Herrmann.

Gedichte:

»Esther« • NLI, ELS (2:134) (Druckfahne von: Die gesammelten Gedichte [1917] [S. 13]): »Helene Herrmann« (gestrichen).

»Nachklänge« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 68 f.): »Helene Herrmann, der ewigen Studentin«.

Erwähnung:

»Mein Herz« (1920): »wenn ich Frau Professor Helene Herrmann begegne, muß ich an tiefe Wolken denken […] Helene Herrmann«. In den »Briefen nach Norwegen« und in der Erstausgabe von »Mein Herz« wird Max Herrmann genannt.

[Index] Herrmann, Leni (Helene) • (geb. Gebek) (1896–1960). Die Frau von Max Herrmann-Neiße.

Zeichnung:

»Der grüne Heinrich und sein Lenlein« • Die Aktion. Jg. 7, Nr. 33/34 vom 25. August 1917. Spalte 462 f. (»Max Herrmann«) • Auch Einbandzeichnung zu: Essays (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 155).

Erwähnung:

»Max Herrmann« (später »Max Herrmann-Neiße«) (Prosa) • Die Aktion. Jg. 7, Nr. 33/34 vom 25. August 1917. Spalte 462 f.: »Lenlein, die Grünheinrichfrau ist eigentlich ein Heiligenmädchen« • Auch in: Vossische Zeitung. Nr. 601 (Abend-Ausgabe) vom 25. November 1919. S. 2; Essays (S. 9 f.).

Briefe:

1921 (1), 1926 (1).

[Index] Herrmann, Max • (1865–1942). Literarhistoriker und Theaterwissenschaftler in Berlin. Der Mann von Helene Herrmann.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz« [1912]): »wenn ich Professor Herrmann begegne, muß ich an tiefe Wolken denken […] Max Herrmann« (KA, Bd. 3.1. S. 244). In der zweiten Auflage von »Mein Herz« ist der Name in »Frau Professor Helene Herrmann« geändert.

[Index] Herrmann-Neiße, Max • (eigentlich: Max Herrmann) (1886–1941). Schriftsteller und Kritiker in Berlin. Der Mann von Leni Herrmann. – 1918 veröffentlichte er das Gedicht »Lob des Mondes« mit der Widmung »In herzlichster Verehrung als Geschenk für Else Lasker-Schüler«. Vgl. Max Herrmann: Lob des Mondes / (der Bresthaften Trostgesang). In: Marsyas (Berlin). Zweiter Semesterband des ersten Jahrganges (1918–1919), H. 5. S. 127 (Redaktionsschluß: 15. Juli 1918).

Text zur Person:

»Max Herrmann« (später »Max Herrmann-Neiße«) (Prosa) • Die Aktion. Jg. 7, Nr. 33/34 vom 25. August 1917. Spalte 462 f. • Auch in: Vossische Zeitung. Nr. 601 (Abend-Ausgabe) vom 25. November 1919. S. 2; Essays (S. 9 f.).

Zeichnung:

»Der grüne Heinrich und sein Lenlein« • Die Aktion. Jg. 7, Nr. 33/34 vom 25. August 1917. Spalte 462 f. (»Max Herrmann«) • Auch Einbandzeichnung zu: Essays (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 155).

Briefe:

1921 (1), 1924–1926 (4).

[Index] Herstein, Adolf Eduard (Edward) • (1869–1932). Aus Polen gebürtiger Maler.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Der Sezessionsmaler Hernstein glaubt wahrhaftig, er ist der Bischof. Ich habe selbst schuld, nannte ich ihn doch stets den feinen, jüdischen Kardinal.« (KA, Bd. 3.1. S. 201.)

[Index] Hertz, John.

Gedicht:

»Der letzte Stern« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 62 f.): »John Hertz und Alice Behrend«.

[Index] Herwig, Franz • (1880–1931). Erzähler und Kritiker.

Brief:

1919 (1).

[Index] Herzfelde, Wieland • (eigentlich: Wieland Herzfeld) (1896–1988). Zeitschriftenredakteur und Verleger in Berlin. Bruder von John Heartfield.

Gedichte:

»Es war eine Ebbe in meinem Blut« (urspr. »Meine Blutangst«) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 105) (1919) (S. 106) (1920) (S. 106): »Den lieben zwei Brüdern Helmut und Wieland Herzfelde«.

»Heinrich Maria Davringhausen« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 164) (1919) (S. 166) (1920) (S. 166): »Seinem Freunde Wieland«.

»Wir Drei« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 112) (1919) (S. 113) (1920) (S. 113): »Wieland, ich, Helmut«.

Zeichnung:

»Der Roland von Berlin / (Wieland Herzfelde)« • Neue Jugend. Monatsschrift (Berlin). Jg. 1, H. 9 vom September 1916. S. 176–179 (»Der Malik [dem blauen Reiter Franz Marc]«) • Auch in: Der Malik. – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in »Der Malik (dem blauen Reiter Franz Marc)«: »Wieland Herzfelde, dem jüngsten der dichtenden Kürassiere, der den Plan ausgehäckt, saßen zwei leuchtende blaue Schelme im Gesicht, denen man nie böse sein konnte; das wußte er.«

[Index] Hess, Fritz • Besitzer der Firma »Rosenthal und Stern« in Berlin. Kunstsammler. Fritz Hess interessierte sich für die Gemälde Alter Meister, aber auch für die Kunst der Moderne. 1929 gehörte er zu den Gründern des »Vereins der Freunde der Nationalgalerie« in Berlin.

Briefe:

1927 (2).

[Index] Hess, Stefanie • (geb. Rosenthal) (1891–1941). Die Frau von Fritz Hess. Sie war in zweiter Ehe mit dem Arzt Felix Boenheim (1890–1960) verheiratet, den sie um 1927 kennenlernte, und lebte – nach der Trennung von Boenheim – ab 1935 in Palästina.

Briefe:

1927/28 (5).

[Index] Hesse, Hermann • (1877–1962). Schriftsteller.

Briefe:

1925/26 (2), 1933 (1), 1936 (1).

[Index] Heydt, Selma Freifrau von der • (geb. Haarhaus) (1862–1944). Die Mutter des Bankiers und Kunstsammlers Alfred Eduard von der Heydt (1882–1964).

Brief:

1930 (1).

[Index] Hildenbrandt, Fred • (Alfred) (1892–1963). Schriftsteller und Journalist. 1921–1932 leitete er das Feuilleton des »Berliner Tageblatts«.

Text zur Person:

»Fred Hildenbrandt« (Prosa und Gedicht) • Die literarische Welt (Berlin). Jg. 2, Nr. 7 vom 12. Februar 1926. S. 2.

[Index] Hille, Peter • (1854–1904). Boheme-Dichter in Berlin.

Gedichte:

»Abraham und Isaak« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 24) (1919) (S. 25) (1920) (S. 25); Menschheitsdämmerung (S. 148 f.): »Dem großen Propheten St. Peter Hille in Ehrfurcht«.

»Der gefallene Engel« • Styx (S. 49 f.): »St. Petrus Hille zu eigen«.

Prosa:

»Sterndeuterei« • Gesichte (1913) (S. 9–17) (1920) (S. 17–25): »St. Peter Hille in Ehrfurcht«.

Texte zur Person:

»Das Peter Hille-Buch« (Prosa) (1906) (1919).

»Peter Hille« (Es dauert höchstens zwanzig Minuten …) (Prosa) • Der Zeitgeist (Beiblatt zum »Berliner Tageblatt«). Nr. 30 (Beiblatt zu Jg. 32, Nr. 375 [Montags-Ausgabe]) vom 27. Juli 1903 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 59–65); Essays (S. 11–17).

»Peter Hille« (Ich schrieb ein ganzes Buch über Peter Hille …) (Prosa) • Die Sendung (Berlin). Jg. 6, Nr. 18 vom 3. Mai 1929. S. 293 • Auch in: Konzert (S. 172–174).

»Peter Hille« (später »St. Peter Hille«) (Wieder einmal entzückt es mich …) (Prosa) • Deutsche Welle (Berlin). Jg. 2, Nr. 26 vom 28. Juni 1929. S. 408 • Auch in: Konzert (S. 169–171).

»St. Peter Hille« (Es fragte mich kürzlich jemand …) (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 53, Nr. 381 (Abend-Ausgabe) vom 12. August 1924 • Auch in: Konzert (S. 175–185).

»St. Peter Hille« (Gedicht) • Hebräische Balladen (1920) (S. 85) • In den »Gesammelten Gedichten« (1917) (1919) (1920) (S. 8) steht der Gedenkspruch unter Peter Hilles Essay, der den Gedichten als Vorwort vorangestellt ist. Als Motto sind die Verse in Briefe Peter Hilles an Else Lasker-Schüler (1921) (S. 7) aufgenommen.

Zeichnungen:

»St. Peter Hille« • Einbandzeichnung zu: »Das Peter Hille-Buch« (1919) (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 151).

»St. Peter Hille« • Einbandzeichnung zu: Briefe Peter Hilles an Else Lasker-Schüler (1921) (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 167).

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Heute ist St. Peter Hilles Namenstag. Mich fragte ein Fremder, wie St. Peter Hille ausgesehn habe? Der Frager war ein Astronom und machte sich den wahren, strahlenden Begriff von ihm. Warum ich nicht an seinen Feiertagen zu seinem Grabe pilgere – wenn ich Maria oder Magdalene wäre – aber zwischen uns war selbst nicht die Intimität der Träne. Ich warte ehrfürchtig bis der Prophet mir erscheint.« (KA, Bd. 3.1. S. 200.)

»Das Hebräerland«: »des letzten Prophetendichters« (KA, Bd. 5. S. 49) • »war ein Dichter und ein Prophet gewesen, ein Dichterprophet aus dem Westfalenlande« (S. 112).

»Der Antisemitismus« (Ihn, den Antisemitismus erachte ich für ein Erbteil …) (Prosa) • NLI, ELS (2:110) (Manuskript): »der mir stets betonte, ich verstehe ihn unter uns Freunden am besten« (KA, Bd. 4.1. S. 496).

»Der Antisemitismus« (Ihn erachte ich für eine Erbschaft …) (Prosa) • NLI, ELS (2:110) (Typoskript): »der mir stets betonte, ich verstehe ihn unter uns Spielgefährten am allerbesten« (KA, Bd. 4.1. S. 500).

»Handschrift« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 39 vom 24. November 1910. S. 309 f.: »Der einzige Plastiker der Handschrift, den ich kannte« • Auch in: Saturn. Jg. 3, H. 4 vom April 1913. S. 107–112; Gesichte (1913) (S. 18–23) (1920) (S. 26–31).

»Ich räume auf!«: »meinen ehrfurchtsvollen Freund, den unantastbaren Propheten und Dichter St. Peter Hille« (KA, Bd. 4.1. S. 61) • »den größten lebenden Dichtermenschen St. Peter Hille« (S. 77).

»Karl Sonnenschein« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 58, Nr. 166 (Morgen-Ausgabe) vom 9. April 1929: »unseren Dichterpropheten« • Auch in: Konzert (S. 235–242).

Briefe:

1902–1904 (5).

[Index] Hiller, Kurt • (1885–1972). Schriftsteller und Journalist in Berlin. Mitbegründer des »Neuen Clubs«, aus dem das von ihm geleitete »Neopathetische Cabaret« und das literarische Kabarett »Gnu« hervorgingen.

Zeichnung:

o. T. (Porträt Kurt Hillers, en face, mit Glühbirne über dem Kopf, die sich auf der Glatze spiegelt) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 95 vom Januar 1912. S. 758–760 (»Briefe nach Norwegen«) • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 125) (1920). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Lieber Herwarth, außerdem habe ich Direktor Cajus-Majus = Dr. Hiller in seinem Gnutheater am Vortragstisch auf der Bühne sitzend gezeichnet. Er spricht vom gescheckten Mondgnukalb – in seinem Hirne – elektrisch spiegelt sich die Birne.« (KA, Bd. 3.1. S. 243.)

[Index] Hiller, Paul • Schriftsteller. Von ihm erschien im »Sturm« (Jg. 3, Nr. 115/116 vom Juni 1912. S. 86) das Gedicht »Die indische Tänzerin Rosha Nora« (»Aus Anlass ihres Auftretens im Variété Eispalast«).

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »übrigens hat mir mein Freund Antoni aus München geschrieben, der Prinz von Polen, mein Geist wär gestern im Café Bauer in Galla allen erschienen« (KA, Bd. 3.1. S. 235) • »Ich habe bald überhaupt nichts mehr zu sagen, dünkt mich; wer wird ferner meine Gedichte sprechen? Nur der Prinz Antoni von Polen kann sie sprechen, seine Mondscheinstimme ist durchsichtig und alle Gesichte, die horchen, werden sich in meinen Gedichten spiegeln.« (S. 252 f.)

[Index] Hirsch, Leon • (1886–1954). Buchhändler und Verleger. Er leitete 1928–1933 in Berlin das Kabarett »Die Wespen« und emigrierte 1933 in die Schweiz. • Vgl. Wolfgang U. Schütte: Von Berlin nach Brissago. Auf den Spuren von Leon Hirsch in der Schweiz. Mit zahlreichen Abbildungen. Berlin: Der Morgen, 1987. • Der Nachlaß von Leon Hirsch wurde 2011 vom Deutschen Exilarchiv (Signatur: EB 2011/108) der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main erworben.

Briefe:

1933–1936 (15).

[Index] Hirsch-Faber, Fanny • Schwiegermutter von Leopold Lindtberg.

Brief:

1925 (1).

[Index] Hirschfeld, Magnus • (1868–1935). Sexualforscher und Sexualreformer, Facharzt für nervöse und psychische Leiden in Berlin. Er gründete 1918 das Berliner »Institut für Sexualwissenschaft«.

Text zur Person:

»Doktor Magnus Hirschfeld« (Prosa) • Züricher Post und Handelszeitung. Jg. 40, Nr. 317 (Morgen-Ausgabe) vom 10. Juli 1918 • Auch in: Essays (S. 29–31).

[Index] Hirt, Hanns • Aus Luzern gebürtiger Architekt. Jugendfreund von Fritz Huf.

Zeichnung (gewidmet):

»Jussuf der Prinz von Theben / dem Architekten, der Ihm einen Turm bauen wird« • Houghton Library, Harvard University (Faksimile: Else Lasker-Schüler. Die Bilder. Hg. von Ricarda Dick im Auftrag des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Mit Essays von Ricarda Dick und Astrid Schmetterling. Berlin 2010. S. 207).

Briefe:

1914–1917 (29).

[Index] Hoddis, Jakob van • (1887–1942). Frühexpressionistischer Lyriker.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Jakob van Hoddis der Rabe« (KA, Bd. 3.1. S. 214).

»Im neopathetischen Cabaret« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 38 vom 17. November 1910. S. 304: »Er spricht seine kurzen Verse trotzig und strotzend, die sind so blank geprägt, man könnte sie ihm stehlen.« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 152 f.) (1920) (S. 77 f.).

[Index] Hoenn, Karl • (1883–1956). Altphilologe und Kulturhistoriker, Gründer der »Bibliothek der Alten Welt«.

Brief:

1925 (1).

[Index] Hoerschelmann, Rolf von • (1885–1947). Zeichner und Buchillustrator in München.

Brief:

1925 (1).

[Index] Hoff, van ’t • Am 1. März 1911 war in Berlin der namhafte niederländische Chemiker Jacobus Henricus van ’t Hoff (geb. 1852) gestorben. Van ’t Hoff, der ab 1896 in Berlin lehrte, war der Sohn eines Arztes und hatte selbst zwei Söhne.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz« [1912]): »der Arzt van’t Hoff kommt wegen der Wunden mit« (KA, Bd. 3.1. S. 255). In »Mein Herz« (1920) heißt es: »ein Quaksalber kommt wegen der Wunden mit«.

[Index] Hoffmann, Alma • In Detmold.

Brief:

1931 (1).

[Index] Hoffmann, Camill • (1878–1944). Journalist. 1920–1938 Pressechef der Botschaft der Tschechoslowakei in Berlin.

Brief:

1926 (1).

[Index] Hofmannsthal, Hugo von • (1874–1929). Schriftsteller in Wien.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »da wollen wir lieber auf die Kirmes gehen in Cöln am Rhein und ein Cölner Hänneskentheater aufsuchen, von dort sollte Direktor Reinhardt die Naivität herholen, nicht sich welche anfertigen lassen von dem Hofmannsthaler in Wiener Stil« (KA, Bd. 3.1. S. 253).

[Index] Holitscher, Arthur • (1869–1941). Schriftsteller und Publizist.

Text zur Person:

»Arthur Holitscher« (Gedicht) • Die Weltbühne. Jg. 24, Bd. 2, Nr. 45 vom 6. November 1928. S. 711.

[Index] Hollaender, Friedrich • (1896–1976). Revue-, Kabarett- und Filmkomponist in Berlin.

Gedicht:

»Abel« • Die gesammelten Gedichte (1919) (1920) (S. 16): »Fritz Holländer, dem Tondichter meiner Wupper«.

[Index] Holten • Mutter Oda von Holtens, mit der Paul Lasker-Schüler während der Schulzeit befreundet war.

Brief:

1914 (1).

[Index] Holzmann, Johannes • (Pseudonym: Senna Hoy) (1882–1914). Schriftsteller, von Else Lasker-Schüler auch »Sascha« und »Prinz von Moskau« genannt. • Nachrufe: Erich Mühsam: Johannes Holzmann. In: Kain (München). Jg. 4, Nr. 2 vom Mai 1914. S. 29 f. (»Bemerkungen«): »Noch in den allerletzten Wochen hatte er die Freude, einen Menschen aus dem Berliner Freundeskreise sehen zu können. Die tapfere Dichterin Else Lasker-Schüler hatte es mit zäher Energie durchgesetzt, nach Moskau zu reisen und in die Zitadelle zu Holzmann eingelassen zu werden. Ich freute mich herzlich des Grußes, den sie mir von dem sterbenskranken Gefangenen mitbrachte.« – Franz Pfemfert: Senna Hoy ist gestorben. In: Die Aktion. Jg. 4, Nr. 19 vom 9. Mai 1914. Spalte 399–403.

Buch:

»Die Nächte der Tino von Bagdad« (1919) • »Dieses Buch schenke ich meinem geliebten Spielgefährten Sascha (Senna Hoy)«.

Gedichte:

»David und Jonathan« (In der Bibel stehn wir geschrieben) • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 18); Verkündigung (S. 161): »Dem Senna Hoy«.

»Ein Liebeslied« (Aus goldenem Odem) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 139) (1919) (S. 141) (1920) (S. 141): »Dir, Sascha – Dir«.

»Ein Lied der Liebe« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 140 f.) (1919) (S. 142 f.) (1920) (S. 142 f.); Menschheitsdämmerung (S. 93 f.): »Sascha«.

»Ein Trauerlied« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 142 f.) (1919) (S. 144 f.) (1920) (S. 144 f.): »für Sascha den Prinzen von Moskau«.

»Ich träume so leise von dir« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 120): »S. H.«

»Mein Liebeslied« (Auf deinen Wangen liegen) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 136 f.) (1919) (S. 138 f.) (1920) (S. 138 f.): »Sascha dem himmlischen Königssohn« • Menschheitsdämmerung (S. 95): »Sascha, dem himmlischen Königssohn«.

»Siehst du mich« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 138) (1919) (S. 140) (1920) (S. 140): »Dem holden gefangenen Krieger Sascha«.

Gedichtzyklus:

»Meinem so geliebten Spielgefährten / Senna Hoy // In Moskau der Prinz Sascha / Saß sündlos gefangen sieben Jahr« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 131) (1919) (S. 133) (1920) (S. 133); Hebräische Balladen (S. 89).

Prosa:

»Der Fakir« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 39–47) (1920) (S. 37–44): »Dem Prinzen von Moskau Senna Hoy in Unvergeßlichkeit«.

Zeichnung (gewidmet):

»Jussuf zieht mit seinen jüdischen Häuptlingen im Morgengrauen über Moskau nach Metscherskoje« • Die Aktion. Jg. 5, Nr. 31/32 vom 7. August 1915. Spalte 394–396 (»Briefe an den blauen Reiter«): »Senna Hoy, dem Prinzen von Moskau in Bewunderung«.

Texte zur Person:

»Ballade« (Sascha kommt aus Sibirien heim) (Gedicht) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 134) (1919) (S. 136) (1920) (S. 136) • Auch in: Hebräische Balladen (1920) (S. 92).

»Ballade« (Trotzendes Gold seine Stirn war) (Gedicht) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 133) (1919) (S. 135) (1920) (S. 135) • Auch in: Hebräische Balladen (1920) (S. 91).

»Sascha« (Er war schön und klug) (Gedicht) • NLI, ELS (2:56) (Typoskript) (KA, Bd. 1.1. S. 345 f.).

»Sascha« (Um deine Lippen blüht noch jung) (Gedicht) • Wiecker Bote (Greifswald). Jg. 1, H. 5 vom Januar 1914. S. 11 • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 144) (1919) (S. 146) (1920) (S. 146); Hebräische Balladen (1920) (S. 102).

»Senna Hoy« (»Senna Hoy †«) (Gedicht und Prosa) • Die Aktion. Jg. 5, Nr. 39/40 vom 25. September 1915. Spalte 494; Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 60, Nr. 283 (Zweites Morgenblatt) vom 12. Oktober 1915. S. 1 • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 145 f.) (1919) (S. 147 f.) (1920) (S. 147 f.); Menschheitsdämmerung (S. 59 f.); Hebräische Balladen (1920) (S. 103); Theben.

»Senna Hoy« (Wenn du sprichst) (urspr. »An den Prinzen Benjamin«) (Gedicht) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 135) (1919) (S. 137) (1920) (S. 137) • Auch in: Hebräische Balladen (1920) (S. 93). – Mit dem »Prinzen Benjamin« ist Franz Werfel gemeint.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Sascha der gefangene Prinz« (KA, Bd. 3.1. S. 221).

»Ernst Toller« (Prosa) • Tamzit Itonejnu (Jerusalem). Jg. 3, Nr. 1241 vom 23. Juni 1939: »dem himmlischen Königssohn, dem Sascha in meinen Büchern«.

[Index] Homeyer, Lothar • (1883–1969). Maler und Graphiker in Berlin. Weggefährte von Else Lasker-Schülers zweitem Mann Herwarth Walden.

Erwähnung:

»Mein Junge« (Prosa) • Uhu (Berlin). Jg. 5, H. 9 vom Juni 1929. S. 73–77: »der nicht allein schön male, auch noch die Noten kenne« • Auch in: Konzert (S. 275–282).

[Index] Hoppe, Else • (geb. Meyer) (1897–1973). Schriftstellerin und Literarhistorikerin.

Brief:

1929 (1).

[Index] Horwitz, Ruth • (geb. 1921). Die Tochter des Schauspielerpaars Adele (1893–1951) und Kurt Horwitz (1897–1974).

Briefe:

1931–1933 (4).

[Index] Höxter, John • (1884–1938). Maler und Schriftsteller in Berlin. Er war fester Bestandteil der Berliner Caféhausszene. Freitod nach den Novemberpogromen.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Hast Du übrigens von der Zeichnung, die Höxter von mir gemacht hat, ein Cliché anfertigen lassen, Herwarth? Sie kommt doch in den Sturm? Ich bin darauf wirklich der kriegerische Prinz von Theben, dafür ist die Sphinx im Vordergrund ein richtiges Weib.« (KA, Bd. 3.1. S. 189 f.)

»Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc«: »Auch gab Ich dem Maler John Höxter aus dem alten spanischen Geschlechte […] den Auftrag Mir für Meine Palastvorräume einige Landschaften und Städteschaften Irsahabs zu malen, Ich mag, so lang noch ein Mensch in der Stadt lebt, sie nur noch im Bild besitzen.« – In »Der Malik« ist von »einigen Malern« die Rede.

Brief:

1933 (1).

[Index] Hubert, Ali (Albert) • (1878–1940). Österreichischer Kunstmaler (›Himmelmaler‹) und Kostümbildner.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Und noch viele Maler waren heute im Café: Berneis, Ali Hubert, der Himmelmaler, und Fritz Lederer.« (KA, Bd. 3.1. S. 200.)

[Index] Huf, Fritz • (1888–1970). Schweizerischer Bildhauer und Maler. Eine von ihm geschaffene Büste Else Lasker-Schülers ist verschollen. • Vgl. Kasimir Edschmid: Der Bildhauer Fritz Huf. In: Die Rheinlande. Monatsschrift für deutsche Kunst und Dichtung. Jg. 16 (Bd. 26), H. 5 vom Mai 1916. S. 157–164; Peter F. Altaus: Fritz Huf. In: Werk (Winterthur). Jg. 49, Nr. 10 vom Oktober 1962. S. 364–369; Hans Curjel: Fritz Huf achtzigjährig. In: Werk (Winterthur). Jg. 55, Nr. 10 vom Oktober 1968. S. 697 f.; Hans Curjel: Fritz Huf †. In: Werk (Winterthur). Jg. 58, Nr. 2 vom Februar 1971. S. 146.

Text zur Person:

»Fritz Huf« (Prosa) • Zeit-Echo (München und Berlin). [Jg. 2] (1915/16), H. 1 [vom Oktober 1915]. S. 9 f. • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 209 f.) (1919) (S. 213 f.) (1920) (S. 213 f.); Essays (S. 23 f.) • In »Die gesammelten Gedichte« mit der Widmung: »Seiner lieben Mutter und seinem Vater Hans Sachs«.

Briefe:

1914/15 (3).

I

[Index] Ichenhäuser, Auguste (Guste) • (1883–1943). Malerin in München. In Theresienstadt ermordet. Freundin Else Lasker-Schülers.

Prosa:

»Der Amokläufer« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 15–23): »Auguste Ichenhäuser in lauter Kameradschaft«.

[Index] Ihering (Jhering), Herbert • (1888–1977). Dramaturg, Theater- und Filmkritiker. 1918–1933 Theaterkritiker des »Berliner Börsen-Couriers«.

Briefe:

1923–1927 (8).

[Index] Indermaur, Anna • (1894–1980). Malerin, Bildhauerin und Zeichnerin, Gründerin des Kinos »Studio Nord-Süd« am Zürcher Schiffländeplatz. In dem 1935 gegründeten Kino las Else Lasker-Schüler am 20. März 1938. • Literatur: Curt Riess: Café Odeon. Unsere Zeit ihre Hauptakteure und Betrachter. Zürich: Europa Verlag, 1973. S. 212–214 (Neuauflage 2010: S. 211 f.).

Erwähnungen:

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »In dem großen Hause der Selektbar spielt der charmanten Ann Indemauers und ihres netten Compagnons: Will Bössigers internationales berühmtes Cinematheater: NORD-SÜD.« (KA, Bd. 4.1. S. 404.)

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »Und dort die blonde Frau die Halbpariserin: Madame Anne Indermauer, die künstlerische Direktorin des internationalen Cinematheaters Nord-Süd. Nord-Süd verhalf mir über der Dämmerung Melancholie grauer Nebelbrücke hinüber zu kommen. Ich bin in Nord-Süd verliebt! In der Frühe schon bewundere ich Madame Indermauers selbstentworfenes Plakat und unter Glas die Künstlerexemplare!« (KA, Bd. 4.1. S. 434.)

[Index] Israelitisches Familienblatt (Redaktion).

Briefe:

1926 (3).

[Index] Ittmann, Klaus • (1926–2005). Kurt Ittmanns Sohn.

Brief:

1933 (1).

[Index] Ittmann, Kurt • (1896–1974). Jurist. Aufgewachsen in Frankfurt am Main. Lebte ab 1922 in der Schweiz, Direktor des Warenhauses Julius Brann in Zürich. Lyriker. • Vgl. Petra Bonavita (Hg.): Assimilation Verfolgung Exil am Beispiel der jüdischen Schüler des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums (heute: Heinrich-von-Gagern-Gymnasium) in Frankfurt am Main. Stuttgart: Schmetterling Verlag, 2002. S. 58 f. und 154–156.

Briefe:

1933 (8), 1935/36 (4).

Nachträge zur »Kritischen Ausgabe«:

36 Postkarten an Hugo May und Kurt Ittmann, 1933–1937 (Deutsches Exilarchiv [Signatur: EB autograph 0962] der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main).

[Index] Ittmann, Lilly • (geb. Pilz) (1904–1984). Frau von Kurt Ittmann.

Briefe:

1933 (2), 1935/36 (2).

J

[Index] Jacob, Hans • (1896–1961). Übersetzer und Schriftsteller in Berlin.

Text zur Person:

»Hans Jacob« (Gedicht) • Berliner Tageblatt. Jg. 53, Nr. 326 (Morgen-Ausgabe) vom 11. Juli 1924.

[Index] Jacob-Loewenson, Alice • (geb. Jacob) (1895–1967). Pianistin, Komponistin und Musikschriftstellerin. Sie heiratete 1922 Erwin Loewenson. – Am 22. September 1922 veröffentlichte Alice Jacob-Loewenson in der »Jüdischen Rundschau« (Jg. 27, Nr. 75. S. 509) einige Übersetzungen von Gedichten Else Lasker-Schülers ins Hebräische. Über ihre Vortragstätigkeit in Palästina berichtet Erich Gottgetreu: Musikalische Fahrt ans Tote Meer. In: Pariser Tageblatt. Jg. 3, Nr. 731 vom 13. Dezember 1935. S. 6.

Briefe:

1922/23 (4), 1928 (1), 1940–1942 (5).

[Index] Jacobi • Arzt von Else Lasker-Schülers Schwester Annemarie Lindwurm-Lindner.

Brief:

1903 (1).

[Index] Jacobowski, Ludwig • (1868–1900). Schriftsteller in Berlin.

Briefe:

1900 (3).

[Index] Jacobs, Monty • (eigentlich: Montague Jacobsohn) (1875–1945). Literaturkritiker, Schriftsteller und Literarhistoriker. Er leitete von 1921 bis 1933 die Redaktion des Feuilletons der »Vossischen Zeitung« in Berlin.

Briefe:

1923–1925 (3). – Faksimiles: Mirko Nottscheid und Andreas Stuhlmann: »Dank! Dank! Dank! Dank! Dank!« Vier Karten und ein Brief Else Lasker-Schülers an das Feuilleton der Vossischen Zeitung aus den Jahren 1923 bis 1927. In: Text. Kritische Beiträge. H. 13 (2012): Text & Schrift. S. 61–97.

[Index] Jacobsohn, Edith Lotte • (geb. Schiffer) (1891–1935). Übersetzerin und Verlegerin. Die Frau von Siegfried Jacobsohn.

Text zur Person:

»Doktor Dolittle und seine Tiere« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 54, Nr. 604 (Abend-Ausgabe) vom 22. Dezember 1925 • Auch in: Konzert (S. 106 f.).

[Index] Jacobsohn, Siegfried • (1881–1926). Theaterkritiker und Publizist in Berlin. Redakteur der Zeitschrift »Die Schaubühne«, die ab 1918 mit dem Titel »Die Weltbühne« erschien.

Text zur Person:

Zuschrift an »Die Weltbühne«, beg. »Sehr verehrter Herr Siegfried Jacobsohn! Es kann nicht sein, daß Sie …« (Prosa) • Die Weltbühne. Jg. 17, Bd. 2, Nr. 28 vom 14. Juli 1921. S. 52 • Entgegnung auf Reinhold Stahls Parodie »Else Lasker-Schüler«, die am 7. Juli in der »Weltbühne« (Bd. 2, Nr. 27. S. 16) erschienen war.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Der kleine Jakobsohn hat dreiundzwanzig Nummern der Fackel bestellt, ich habe Dir sofort gesagt, Herwarth, er ist gar nicht so schlimm, es wird ihn auch noch der Sturm umreißen.« (KA, Bd. 3.1. S. 190.)

»Wauer via München, weiter und so weiter« (später »Wauer-Walden via München und so weiter«) (Prosa) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 72 vom August 1911. S. 575 f.: »Morgen zur selbigen Stunde werde ich Jacobsohn wiedersehen – ich werde Jacobsohn wiedersehen!« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 117–121); Essays (S. 76–80). Der zitierte Satz ist in »Essays« gestrichen.

[Index] Jahnke, Otto • Mitarbeiter Paul Geheebs an der Odenwaldschule im Oberhambach an der Bergstraße. Im Ersten Weltkrieg gefallen.

Prosa:

»Handschrift« • Gesichte (1913) (S. 18–23) (1920) (S. 26–31): »Dr. Otto Jahnke mit dem seltenen Handschriftsbild«.

[Index] Jaques-Dalcroze, Emile • (1865–1950). Schweizerischer Komponist und Musikpädagoge, Reformer des schulischen Musikunterrichts, Mitgründer der »Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus« in Hellerau bei Dresden.

Texte zur Person:

»Ein ›Schulheim‹« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 42, Nr. 541 (Morgen-Ausgabe) vom 24. Oktober 1913.

»Kleine Skizze« (Prosa) • Der Zeitgeist (Beiblatt zum »Berliner Tageblatt«). Nr. 29 (Beiblatt zu Jg. 43, Nr. 362 [Montags-Ausgabe]) vom 20. Juli 1914.

[Index] Jawlensky, Alexej • (1864 oder 1865–1941). Aus Rußland gebürtiger Maler. 1892–1921 Lebensgefährte der Malerin Marianne Werefkin.

Erwähnung:

»Briefe und Bilder«: »grüße den adeligen Straßenjungen, die große Malerin Marianne von Werefken und ihren Pfalstaff von Jablenky«.

[Index] Jedlicka, Gotthard • (1899–1965). Kunsthistoriker und Schriftsteller in Zürich, ab 1939 Professor für neuere Kunstgeschichte. Ständiger Mitarbeiter der »Neuen Zürcher Zeitung«.

Briefe:

1934 (4).

[Index] Jessner, Leopold • (1878–1945). Schauspieler und Regisseur. Ab 1919 Intendant des Staatlichen Schauspielhauses in Berlin, das am 15. Oktober 1927 die zweite Inszenierung von Else Lasker-Schülers Schauspiel »Die Wupper« herausbrachte.

Text zur Person:

»Brief an Jeßner« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 56, Nr. 3 (Abend-Ausgabe) vom 3. Januar 1927 • Auch in: Konzert (S. 132–137).

Briefe:

1909/10 (3), 1920 (3).

[Index] Jewish Agency • In Jerusalem.

Brief:

1944 (1).

[Index] Jezower, Ignaz • (1878–? [nach Riga deportiert]). Schriftsteller und Übersetzer in Berlin.

Gedicht:

»Moses und Josua« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 21) (1919) (S. 22) (1920) (S. 22): »Dem Bischof Ignaz Jezower«.

Zeichnung:

»Calmus Jezowa der sanfte Häuptling / erinnert den leichtlebigen Jussuf an seine Krone« • Staatliche Graphische Sammlung München, Schenkung Fohn (Faksimile: Else Lasker-Schüler. Die Bilder. Hg. von Ricarda Dick im Auftrag des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Mit Essays von Ricarda Dick und Astrid Schmetterling. Berlin 2010. S. 44).

[Index] Job, Jakob • (1891–1973). Reiseschriftsteller und Rundfunkintendant. 1923–1927 Direktor der Schweizerschule in Neapel, 1928/29 Sprachlehrer in Zürich, 1930 Leiter des Auslandschweizersekretariats in Bern, anschließend bis 1956 Direktor der Radio-Genossenschaft Zürich.

Briefe:

1934–1938 (29).

[Index] Jokl, Robert A. • (geb. 1890). Jugendfreund unter anderem von Willy Haas und Franz Werfel.

Brief:

1911 (1).

[Index] Juncker, Axel • (1870–1952). Buchhändler und Verleger in Berlin. Bei ihm erschien 1902 Else Lasker-Schülers erstes Buch »Styx«.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »ein mutiger Verleger, der mich bat, mein Manuskript zur Durchsicht für den eventuellen Druck ihm anvertrauen zu wollen« (KA, Bd. 4.1. S. 60).

Briefe:

1901–1904 (30), 1906–1908 (21), 1911 (1), 1912–1914 (4).

[Index] Jung, Franz • (1888–1963). Schriftsteller in Berlin.

Gedichte:

»Dem Mönch« (Ich taste überall nach deinem Schein) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 124): »F. J.«

»Dem Mönch« (Meine Zehen wurden Knospen) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 125): »F. J.«

»Der Mönch« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 123): »F. J.«

»Zebaoth« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 23) (1919) (S. 24) (1920) (S. 24); Menschheitsdämmerung (S. 148); Verkündigung (S. 158): »Dem Franz Jung«.

Briefe:

1917 (2).

[Index] Jungnickel, Max • (1890–1945). Schriftsteller.

Brief:

1927 (1).

[Index] Jushny (Jushnij), Jas(c)ha • (auch: Yas[c]ha Yushny) (1883–1938). Leiter und Conférencier des Kabaretts »Der blaue Vogel«, der bedeutendsten russischen Theatereinrichtung im Berlin der zwanziger Jahre. • Nach der Eröffnung des »Blauen Vogels« in Berlin schrieb Moritz Goldstein über Jas(c)ha Jushny: »Das erste, worin nun die Darbietungen dieses russischen Kabaretts unsere eigenen Versuche übertreffen, ist der Conférencier. Kein gemieteter Herr mit Geist um jeden Preis, sondern der Direktor selbst, J. Jushnij, ein klug und gepflegt aussehender Mann, den Russen bekannt als Leiter eines Kabaretts im vorbolschewistischen Moskau. Er begann deutsch, das er drollig radebrecht, ging aber rasch zum Russischen über und blieb dabei zur schmunzelnden Freude der Sprachenkundigen. Das Gastverhältnis, in dem die Russen zu Berlin stehen, scheint zu verlangen, daß er dem Deutschen allmählich mehr Raum zu gönnen lernt. Er hat es versprochen, und wir sollten ihn beim Wort halten. / Trotzdem also die Berliner nicht viel von dem verstanden, was er vor, zwischen und nach den Nummern zu sagen hatte, merkten sie doch sehr wohl den Strom von Behagen, der von seiner liebenswürdigen Sicherheit ausgeht. Er steht nicht oben, um Witze zu reißen, sondern er ist der Hausherr, der seine Gäste um sich vereint und sie untereinander näher bringt. Schließlich fühlt man sich wie eine große Familie, Hörer und Darbietende zusammengenommen. Der Kontakt ist da, gerade das, was in unseren Kabaretten immer fehlt. Von Herrn Jushnij kann man es lernen; aber vermutlich läßt sich das nicht lernen.« (Moritz Goldstein: Der blaue Vogel. Eröffnung des Russisch-Deutschen Theaters. In: Vossische Zeitung [Berlin]. Nr. 596 [Abend-Ausgabe] vom 19. Dezember 1921.) Sein Selbstverständnis als Conférencier charakterisiert Jushny wie folgt: »Die wichtigste Eigenschaft, über die ein Conferencier verfügen muß, ist das Gefühl des Rhythmus. Er muß auf die leisesten Schwankungen, die von der Bühne und vom Zuschauerraum ausgehen, reagieren. Seine vornehmste Aufgabe ist, das Publikum von einer Darbietung in die nächste hinüberzuleiten, ohne daß der künstlerische Rhythmus des Abends irgendwie gestört werde. Um das zu können, muß er selbst – ein feiner Seismograph – doppelfühlig die verschiedene Athmosphäre, auf der Bühne und im Zuschauerraum, in sich fühlen. Nur so kann er Leiter und Verbinder sein. Von einer lyrischen zu einer grotesken, von einer tragischen zu einer lustigen Nummer muß er den Übergang schaffen, ohne der Stimmung des Publikums Gewalt anzutun.« (J. Jushnij: Cabaret und Conferencier. In: Das Theater-Kunstblatt »Der blaue Vogel« [Berlin]. [Heft:] Saison 1922/23. S. 3 f.) Zu Jas(c)ha Jushny vgl. auch Curt Riess: Café Odeon. Unsere Zeit ihre Hauptakteure und Betrachter. Zürich: Europa Verlag, 1973. S. 156–158 (Neuauflage 2010: S. 158–160).

Text zur Person:

»An das russische Cabaret, der blaue Vogel« (Prosa) • Berliner Börsen-Courier. Jg. 55, Nr. 611 (Morgen-Ausgabe) vom 31. Dezember 1922, 1. Beilage. S. 6 • Auch in: Konzert (S. 95).

[Index] Justi, Ludwig • (1876–1957). Kunsthistoriker. Direktor der Nationalgalerie in Berlin.

Brief:

1921 (1).

K

[Index] Kahn, Heinz • (1902–1993). Rechtsanwalt in Elberfeld, 1928–1933 in Berlin. Nach Entzug der Zulassung als Anwalt 1937 Emigration über London in die USA, dort Fotograf.

Briefe:

1930/31 (2), 1933/34 (5).

[Index] Kainer, Lene • (geb. Schneider) (1885–1971). Malerin und Graphikerin. Die Frau Ludwig Kainers. – Lene Kainer porträtierte Else Lasker-Schüler um 1914/15. Das Gemälde ist reproduziert bei Sabine Dahmen: Leben und Werk der jüdischen Künstlerin Lene Schneider-Kainer im Berlin der zwanziger Jahre. Dortmund 1999. S. 397 (Abb. 88).

Prosa:

»Kabarett Nachtlicht – Wien« • Gesichte (1913) (S. 154–157) (1920) (S. 79–82): »Der lieben Malerin Lene Kainer«.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Liebe Jungens, heut bekam ich eine Massenpostkarte aus dem Rheingold in Berlin […]. Lene Kainer.« (KA, Bd. 3.1. S. 216.)

[Index] Kainer, Ludwig • (1885–1967). Maler, Graphiker und Bühnenbildner in Berlin, Mitarbeiter des »Simplicissimus«.

Prosa:

»Wenn mein Herz gesund wär –« • Gesichte (1913) (S. 143–149) (1920) (S. 69–74): »In Verehrung für Ludwig Kainer«.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Liebe Jungens, heut bekam ich eine Massenpostkarte aus dem Rheingold in Berlin […]. Beste Grüße Ludwig Kainer.« (KA, Bd. 3.1. S. 216.)

[Index] Kaiser-Titz, Erich • (1878–1928). Schauspieler in Berlin.

Gedicht:

»Mein Tanzlied« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 40) (1919) (S. 41) (1920) (S. 41): »Dem schönen Schauspieler Erich Kaiser-Titz«.

[Index] Kalischer, Fritz • (1881–1964). Rechtsanwalt in Berlin.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »mein Bevollmächtigter« (KA, Bd. 4.1. S. 54).

[Index] Kanarsch, Berta Ruth • (geb. Hirschowitz) (1891–1977). Frau von Schlioma Kanarsch.

Briefe:

1933 (2), 1935/36 (6).

[Index] Kanarsch, Schlioma (Syoma) • (1894–1948). Aus Rußland gebürtiger Mathematiker. Er lebte ab 1906 in der Schweiz.

Briefe:

1933 (1), 1935/36 (5).

[Index] Kann, Helene • (geb. Pollak) (1877–1949). Sie war ab 1904 mit Karl Kraus befreundet und richtete um 1925 in Wien ein Karl Kraus-Archiv ein, das sie 1938 zu großen Teilen in die Schweiz rettete.

Briefe:

1933–1936 (11).

[Index] Kapteyn (Kalf-Kapteyn), Marie (May) • (1883–1972). Aus den Niederlanden gebürtig. Sie studierte 1902–1905 in Zürich Romanistik. 1919 heiratete sie den niederländischen Kunsthistoriker Jan Kalf (1873–1954).

Gedicht:

»Kühle« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 41): »Der lieben May Kapteyn«.

[Index] Kastein, Josef • (eigentlich: Julius Katzenstein) (1890–1946). Aus Bremen gebürtiger Schriftsteller und Jurist. Kastein war 1933 von Ascona, wo er als freier Schriftsteller gelebt hatte, nach Palästina gezogen.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »Gespenstisch flackert er selbst, inkarniert im Rosenleibe Sabbatais, über die Seiten seines herrlichen Buches« (KA, Bd. 5. S. 153). – 1930 hatte Kastein in Berlin bei Ernst Rowohlt die Schrift »Sabbatai Zewi. Der Messias von Ismir« veröffentlicht.

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »der Sabbathey Zwi in Person oder sein hebräischer genialer Ekkard, Kastein« (KA, Bd. 5. S. 300) • »der große Dichter Kastein das Gespenst messianischer Sehnsucht, als Sabathey Zwi« (S. 300).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »der großartige Dichter« (KA, Bd. 5. S. 402).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »der geniale Dichter« (KA, Bd. 5. S. 428).

[Index] Kaufmann, Carola • In Basel.

Brief:

1934 (1).

[Index] Kaufmann, Julius • (später: Jizchak Kadmon) (1887–1955). Kaufmann aus Eschweiler bei Aachen, Zeitschriftenredakteur und Verleger. Er gab 1913/14 gemeinsam mit seinem Bruder, dem Schriftsteller Fritz Mordechai Kaufmann (1888–1921), die Zeitschrift »Die Freistatt. Alljüdische Revue« heraus.

Briefe:

1914 (4), 1917 (1).

[Index] Keller, Gottfried • (1819–1890). Schweizerischer Schriftsteller.

Text zur Person:

»Gottfried Keller« (Prosa) • NLI, ELS (2:106) (Typoskript) (KA, Bd. 4.1. S. 344).

[Index] Kemp, Friedhelm • (1914–2011). Essayist, Herausgeber und Übersetzer, Verlagslektor.

Briefe:

1933/34 (6).

[Index] Kern, Elga • (geb. Hochstätter) (1888–1955). Schriftstellerin.

Briefe:

1929 (3).

[Index] Kerr, Alfred • (eigentlich: Alfred Kempner) (1867–1948). Literaturkritiker und Schriftsteller in Berlin.

Texte zur Person:

»Alfred Kerr« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 49 vom 4. Februar 1911. S. 391 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 87 f.); Essays (S. 51 f.).

Beitrag zu einer Rundfrage über Alfred Kerr, beg. »Jakobsohn und Jakobfritzen« (Gedicht) • Die Aktion. Jg. 1, Nr. 11 vom 1. Mai 1911. Spalte 336.

Brief:

1922 (1).

[Index] Kerst, Friedrich • (1870–1961). Schriftsteller und Übersetzer. Lehrer in Elberfeld. Mitbegründer und Vorsitzender der dortigen »Literarischen Gesellschaft«, Herausgeber des »Bergischen Almanachs«.

Erwähnung:

Offener Brief aus Anlaß der Lesung Else Lasker-Schülers in Elberfeld am 22. Oktober 1912 (»Else Lasker-Schüler bittet die geehrte Redaktion …«) (Prosa) • Stadtbibliothek Wuppertal, Else Lasker-Schüler-Archiv (A 390) (Manuskript): »Herr Kerst der Vater des liter Verein, macht sich schnell aus dem Staub wird ihm die Sache zu – hoch – (wie er sagt.) Herrn Kerst rate ich seinen liter Verein als Filiale seiner Schule umzuwandeln und bei seiner Fibel zu bleiben und seine erwachsenen, unerzogenen Kinder zu erziehen zu Menschen bevor er sie in die ›Literatur‹ einführt.« (KA, Bd. 4.1. S. 316.)

Briefe:

1912 (6).

[Index] Kessler, Harry Graf • (1868–1937). Schriftsteller und Diplomat.

Briefe:

1905 (2).

Nachträge zur »Kritischen Ausgabe«. Notizen zu Briefen von Else Lasker-Schüler in den Tagebüchern Harry Graf Kesslers:

Eintrag vom 12. Januar 1918 (Harry Graf Kessler: Das Tagebuch. Sechster Band. 1916–1918. Hg. von Günter Riederer unter Mitarbeit von Christoph Hilse [Veröffentlichungen der Deutschen Schillergesellschaft. Bd. 50.6]. Stuttgart 2006. S. 244 f.): »Brief von der Else Lasker-Schüler, die einen gewissen Malzahn bei mir anbringen will, weil er, wie sie Unruh gesagt hat, ›so unglaublich schöne Augen hat‹, und deshalb ›den Frieden machen könne‹. Närrische grosse Dichterin. Aber die Narrheit dringt allmählich überall ans Licht. Gestern in Zürich telephonierte die Lasker deshalb fünfmal. […] Else Lasker Schülers Brief: 11ter Januar. Elite-Hotel, Zürich (nachdem ich mich mehrmals hatte verläugnen lassen). ›Wenn Sie mich sehen, werden Sie sofort feststellen, ich bin nicht aufdringlich, ich fliege immer bald wieder ins Freie, wenn auch mit dem Ibach-Flügel. Immer träum ich dieselbe Sache, immer dieselbe Situation, und ich hab keine Ruhe. Wen ich auch bat und bitte mich mit zu Ihnen zu nehmen, auch in Bern, errät eine Ausrede, vielleicht weil ich vielleicht nicht in die Gesellschaft passe, höchstens zwischen Hof und Hof – ich meine ‚Thron‘. Nun sind Sie wieder hier, ich stand vor dem Concert und kann mich nicht entschliessen. Nach meinem kurzen Erzählen werden Sie von meiner Bitte nicht enttäuscht sein. Ich glaube die Leute glauben, ich will Sie anpumpen; ich denke nicht daran, zumal ich nur Spiessbürger beraube, auch habe ich. Ich kann Ihnen nur allein Alles sagen, weil ich ganz anders wie die meisten denke, wie ja auch in der Lyrik – ††† ‚ich schnitt es gern in alle Brotrinden ein‘. Ich erwarte morgen Freitag zwischen 9–12 Uhr etwa wie Sie können, Herr Graf, eine Antwort. Am bequemsten für Sie: Telephon Hotel Elite, und bitte nicht sehr entsetzt sein wegen der vielen Belästigung des Prinzen von Theben Else Lasker-Schüler.‹«

Eintrag vom 21. Februar 1918 (S. 303): »Früh beim Aufstehen Telegramm von der Lasker-Schüler aus Zürich: ›Malzahns Adresse Fernsprechabteilung 221. Feierlichst. Laskerschüler.‹ Malzahn ist der Jüngling, der durch seine schönen Augen den Frieden machen soll.«

Eintrag vom 25. Mai 1918 (S. 396): »Geburtstags Telegramm von der Else Lasker Schüler, die ich garnicht persönlich kenne: ›Unzaehlige Liebe verzehrende Wuensche. Else Laskerschüler.‹«

Eintrag vom 14. Juni 1918 (S. 416): »Brief von der Else Lasker-Schüler, in dem sie mir mitteilt, sie sei Kaiser von Thibet, aber gleichzeitig mit der Berliner Polizei in Verbindung; gestützt auf diesen Tatbestand bittet sie, ihr ›die Dichterpropaganda in der Schweiz‹ zu übertragen. Dann könne sie so leicht über die Grenze hin- und herfahren.«

[Index] Kestenberg, Grete • (geb. Kussel) (1881–1969). Die Frau Leo Kestenbergs.

Gedicht:

»Das Lied meines Lebens« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 119) (1919) (S. 120) (1920) (S. 120): »Leo Kestenberg und seiner Grete«.

Briefe:

1927 (1), 1939/40 (2), 1943 (2).

[Index] Kestenberg, Leo • (1882–1962). Musikpädagoge, Pianist und Komponist in Berlin. Er emigrierte 1933 über Prag und Paris nach Palästina und war von 1938 bis 1944 Generalmanager des Palestine Symphony Orchestra.

Buch:

»Essays« • »Dem lieben Leo Kestenberg schenke ich dieses Buch«.

Gedicht:

»Das Lied meines Lebens« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 119) (1919) (S. 120) (1920) (S. 120): »Leo Kestenberg und seiner Grete«.

Text zur Person:

»Leo Kestenberg« (Gedicht) • Die Kuppel (S. 96).

Briefe:

1927 (1), 1939/40 (4), 1943 (3).

[Index] Keysser, Adolf • (1850–1932). Direktor der Stadtbibliothek Köln.

Brief:

1904 (1).

[Index] Kiepenheuer, Gustav • (1880–1949). Verleger in Berlin.

Briefe:

1922 (1), 1924 (1).

[Index] Kimmel, Ryva • (gest. 1972). Aus Galizien gebürtige Verwaltungsangestellte. Ab 1926 in Berlin, wo sie Sekretärin der jüdischen Gemeinde war und ab 1933 dem Palästinaamt angehörte. Sie ging 1936 nach Palästina und wurde Mitarbeiterin der Deutschen Abteilung der Jewish Agency in Jerusalem. Nach der Staatsgründung Leiterin der Paßabteilung des Innenministeriums in Jerusalem. • Nachruf: S. A.-R.: Riwa Kimel. In: MB. Wochenzeitung des Irgun Olej Merkas Europa (Tel Aviv). Jg. 40, Nr. 38/39 vom 29. September 1972. S. 10.

Gedichte:

»Ein Liebesgedicht dem Holden« (= »Dem Holden«) • NLI, ELS (2:21) (Manuskript): »Für meine Freundin Rywa zu Ostern«.

»Gebet« (O Gott, ich bin voll Traurigkeit) • NLI, ELS (2:58) (Typoskript): »Meiner treuen Freundin Wyra Kimmel«.

Erwähnung:

»Etwas von Jerusalem« (Prosa) • Jüdische Welt-Rundschau (Jerusalem). Jg. 2, Nr. 6 vom 12. Februar 1940: »der lieben nimmermüden Gewerett«.

Briefe:

1939–1943 (25).

[Index] Klausner, Joseph Gedaliah • (1874–1958). Religions- und Literarhistoriker, Schriftsteller. Er lebte ab 1919 in Palästina, wo er ab 1925 als Professor für Neuhebräische Literatur, später auch für Jüdische Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem lehrte.

Briefe:

1940 (3).

[Index] Klee, Paul • (1879–1940). Maler in München, 1921–1931 Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau. Er war verheiratet mit der Pianistin und Klavierlehrerin Lily Klee (geb. Stumpf) (1876–1946).

Brief:

Nachtrag zur »Kritischen Ausgabe«:

Zürich, 14. Oktober 1915 (Poststempel) (Brief: Zentrum Paul Klee, Bern). Else Lasker-Schüler bittet um Unterstützung bei der künstlerischen Ausbildung ihres Sohnes Paul: »Lieber Maler und liebe Malerin. / Immer dacht ich daran wenn doch wenigstens mein Päulchen bei Ihnen verkehren könnte! […] Wenn er manchmal zu Klees kommen darf, seine Zeichnungen zeigen darf, wie froh wär ich, die ich immer ein ganz unbegreiflich Liebesgefühl für Sie beide hatte schon der Musik wegen, die ich auch so gern höre und die mich so erfaßt. / Ihre Else Lasker-Schüler«. Abgedruckt in: Else Lasker-Schüler – Gestirne und Orient. Die Künstlerin im Kreis des »Blauen Reiter«. Hg. von der Franz Marc Museumsgesellschaft durch Cathrin Klingsöhr-Leroy. Kochel am See: Franz Marc Museum, 2012. S. 6–8 (Ricarda Dick).

[Index] Kleiber, Otto • (1883–1969). Journalist. 1919–1954 Literaturredakteur der »National-Zeitung« in Basel.

Briefe:

1933 (4), 1935–1937 (8).

[Index] Knapp • Mitarbeiter des Piper Verlags in München.

Brief:

1925 (1).

[Index] Knoblauch, Adolf • (1882–1951). Verlagsredakteur in Berlin, Lyriker und Erzähler.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Ganz recht, ich werde anfangen, meine Briefe an Euch zu sammeln und sie später unter dem Titel ›Herzensbriefe, alleinseligmachender Liebesbriefsteller, Gesetzl. gesch.‹ herausgeben. […] Oesterheld und Cohn sagen, das ist meine erste vernünftige Idee, nur ihr Lektor Knoblauch war empört darüber. Der Verlag hat sich aber noch nicht erholt von dem Reinfall in meine Wupper.« (KA, Bd. 3.1. S. 195.)

[Index] Kobler, Dora • (geb. Feigenbaum) (1888–1960). Franz Koblers Frau.

Brief:

1938 (1).

[Index] Kobler, Franz • (1882–1965). Jurist, Rechtsanwalt in Wien. Er emigrierte 1938 über Zürich nach London und lebte später in den USA. Kobler veröffentlichte mehrere Bücher zur Geschichte des Judentums.

Erwähnungen:

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »Heute spricht Franz Kobler der bekannte Jurist aus Wien vertrieben und seine Rede wächst, rundet sich, sie erhebt sich zu einem Palast.« (KA, Bd. 4.1. S. 426.)

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »Er baute uns im Zunfthaus zur Waage eine bewunderungswerte Rede auf, dieser Redner, ein Haus der Kunst! unerschütterlich in seinem Grundstein wie in Wien am Verteidigungstisch der Jurist in seiner Verteidigung ein Justizgebäude pflegte zu errichten.« (KA, Bd. 4.1. S. 433.)

Brief:

1938 (1).

[Index] Kobus, Kathi • (1854–1929). Gastwirtin. 1903–1912 und erneut nach dem Ersten Weltkrieg Wirtin der Künstlerkneipe »Simplicissimus« in der Münchner Türkenstraße. Das Lokal war berühmt für seine kabarettistischen Abende, zu den Stammgästen und Vortragenden gehörten die Autoren der gleichnamigen Zeitschrift.

Erwähnung:

»Wauer via München, weiter und so weiter« (später »Wauer-Walden via München und so weiter«) (Prosa) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 72 vom August 1911. S. 575 f.: »die Simplizissimusherrscherin mit dem Kronmal auf der Stirn. Sie ist die Herzogin des Rausches, sie ist eine Regierende« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 117–121); Essays (S. 76–80).

[Index] Koch, Georg • (geb. 1885). Bildhauer in Berlin.

Prosa:

»In der Morgenfrühe« • Gesichte (1913) (S. 30 f.) (1920) (S. 38 f.): »Meinem Freund, dem Bildhauer Georg Koch«.

Text zur Person:

»Georg Koch« (Gedicht) • Die weißen Blätter. Jg. 6, H. 11 vom November 1919. S. 496 f.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »heute besuchte mich der Bildhauer Georg Koch und brachte mir Chokoladenbonbons mit« (KA, Bd. 3.1. S. 221).

Briefe:

1912/13 (7), 1916 (4), 1918–1922 (9), 1934 (1).

[Index] Kokoschka, Oskar • (1886–1980). Maler, Graphiker und Schriftsteller.

Text zur Person:

»Oskar Kokoschka« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 21 vom 21. Juli 1910. S. 166 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 72 f.); Essays (S. 35 f.).

Zeichnungen:

o. T. (Porträt Kokoschkas, im Profil, mit Hut) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 84 vom November 1911. S. 671 (»Briefe nach Norwegen«) • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 55) (1920). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Hört nur, Kokoschka wird steckbrieflich verfolgt in der neuen, freien Presse; er wirkte doch immer schon rührend, fing er von der Villa an zu simulieren, die er seinen Eltern schenken würde. […] Ich schneide Euch hier sein Bild aus, es ist dilettantisch gezeichnet und gerade seine charakteristischen Verbrecherzüge sind gemildert.« (KA, Bd. 3.1. S. 208.)

o. T. (Porträt Kokoschkas, en face) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 89 vom Dezember 1911. S. 710 f. (»Briefe nach Norwegen«) • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 77). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Kokoschka ist ein alter Meister, später geboren, ein furchtbares Wunder. […] / Wer zweifelt an seiner Urwüchsigkeit? Er nimmt gern seine erste Gestalt an als bäurischer Engel.« (KA, Bd. 3.1. S. 218–220.)

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »dem berühmten Wiener Maler« (KA, Bd. 5. S. 145).

Briefe:

1911 (2).

[Index] Kolb, Annette • (1870–1967). Schriftstellerin.

Brief:

1921 (1).

[Index] Kölliker, Adela • In Zürich.

Gedicht:

»Carl Schleich« • 2002 Hans Bolliger, Zürich (Manuskript): »Meiner lieben Señora Adela [gezeichnetes Herz]«.

Briefe:

1937 (2).

[Index] Kook, Abraham Isaac • (1865–1935). Rabbiner in Jerusalem.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »ihr großer Raw« (KA, Bd. 5. S. 17) • »Jerusalems Großpriester« (S. 19) • »der seltsame, schlichte Raw« (S. 110).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »der große wohltätige Raw« (KA, Bd. 5. S. 322).

[Index] Korrodi, Eduard • (1885–1955). Schweizer Literaturkritiker. 1914–1951 Feuilletonredakteur der »Neuen Zürcher Zeitung«.

Text zur Person:

»Brief an einen Schweizer Freund« (auch »Brief an Korrodi«) (Prosa) • Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 63, Nr. 291 (Erstes Morgenblatt) vom 18. April 1919. S. 1 f. • Auch in: Gesichte (1920) (S. 101–108).

Brief:

Nachtrag zur »Kritischen Ausgabe«:

Zürich, »3. Sept. 36« (Brief: Zentralbibliothek Zürich). Else Lasker-Schüler dankt Eduard Korrodi, daß sie durch dessen Vermittlung »25 Frc.« erhalten habe.

[Index] Kracauer, Elisabeth • (Lili) (geb. Ehrenreich) (1893–1971). Die Frau von Siegfried Kracauer.

Brief:

1930 (1).

[Index] Kracauer, Siegfried • (1889–1966). Schriftsteller und Journalist. 1920–1933 Redakteur der »Frankfurter Zeitung«.

Brief:

1930 (1).

[Index] Kraft, Else • (Alisa) (verh. Tibon) (geb. 1929). Tochter Werner Krafts. • Vgl. Alisa Tibon: Mein Vater Werner Kraft. In: Werner Kraft 1896–1991. Bearbeitet von Jörg Drews (Marbacher Magazin 75/1996). S. 117–121.

Gedicht:

»Werner Kraft« • NLI, ELS (2:96) (Typoskript): »Seiner Tochter Alisa« (KA, Bd. 1.2. S. 409).

[Index] Kraft, Erna • (geb. Halle) (1897–1996). Werner Krafts Frau.

Brief:

1941 (1).

[Index] Kraft, Werner • (1896–1991). Schriftsteller und Bibliothekar. Er gehörte zu den engsten Vertrauten Else Lasker-Schülers während ihrer letzten Lebensjahre in Jerusalem. Seine Begegnungen mit ihr hat Werner Kraft im Tagebuch festgehalten. Vgl. Else Lasker-Schüler in den Tagebüchern von Werner Kraft 1923–1945. Ausgewählt von Volker Kahmen. In: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin (Marbacher Magazin 71/1995). S. 337–362. – Werner Krafts Gedicht »Die Dichterin« (Figur der Hoffnung. Ausgewählte Gedichte 1925–1953. Heidelberg: Lambert Schneider, 1955. S. 59 f.) trägt den Untertitel »Else Lasker-Schüler«.

Gedichte:

»Über glitzernden Kies« • Else Lasker-Schüler. Eine Einführung in ihr Werk und eine Auswahl. Von Werner Kraft. Mit 2 Tafeln (Verschollene und Vergessene). Wiesbaden 1951. Nach S. 64 (Faksimile, Original verschollen) (Manuskript): »Werner Kraft in Freundschaft«.

»Und« • Werner Kraft-Archiv (Manuskript): »Lieben Werner Kraft von der Else Lasker-Schüler zur Gelbsucht«.

»Werner Kraft« • NLI, ELS (2:96) (Manuskript): »Meinem feinen Freund« (KA, Bd. 1.1. S. 348).

Text zur Person:

»Werner Kraft« (Gedicht) • NLI, ELS (2:96) (Typoskript) (KA, Bd. 1.1. S. 346–348).

Briefe:

1931 (1), 1941–1944 (14).

[Index] Krakauer, Leopold • (1890–1954). Aus Österreich gebürtiger Maler und Architekt. Er lebte ab 1925 in Palästina.

Gedicht:

»Leopold Krakauer« (Himmelsgewölbe, die zur Erde gefallen) • The National Library of Israel (Jerusalem), Arc. Ms. Var. 424/160 (Ludwig Strauss-Archiv) (Manuskript): »Dem liebsten / Menschen in Jerusalem / und einzigen Bergmaler / ›L. K.‹ in Indianertreue« • NLI, ELS (2:61) (Typoskript): »Dem liebsten Menschen / und einzigen Bergmaler / ›L. K.‹ in Indianertreue« (KA, Bd. 1.2. S. 337).

Texte zur Person:

»Leopold Krakauer« (Himmelsgewölbe, die zur Erde gefallen) (Gedicht) • Jüdische Welt-Rundschau (Jerusalem). Jg. 2, Nr. 2 vom 12. Januar 1940. S. 6 • Auch in: Mitteilungsblatt (Tel Aviv). Jg. 4, Nr. 3 vom 19. Januar 1940. S. 5.

»Leopold Krakauer« (Leopold Krakauers Zeichengemälde) (Gedicht) • NLI, ELS (2:70) (Typoskript) (KA, Bd. 1.1. S. 350 f.) • Zwei weitere Typoskripte im Nachlaß (2:55, 2:62) mit der Widmung »Seiner Mutter Fritzi«.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »der ernste Baumeister« (KA, Bd. 5. S. 75) • »der künstlerische Architekt« (S. 76).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »diesen von der Muse der Malerei bevorzugten Freund den Wiener Bildhauer« (KA, Bd. 5. S. 231).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »Der liebenswürdige Architekt« (KA, Bd. 5. S. 311) • »Der fleißige geniale Bauherr« (S. 312).

»Huldigungen« (Unser Bischof …) (Prosa) • NLI, ELS (2:8) (Manuskript): »Der Bergmaler« (KA, Bd. 4.1. S. 504).

Vortrag, gehalten am 20. Juli 1941 in Jerusalem im »Alfred Berger Club«, Einführung zur ersten Lesung des Schauspiels »IchundIch« (»Verehrte Damen und Herren. Bevor ich beginne …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:32/2:27) (Typoskript): »unser mächtiger Bergmaler« (KA, Bd. 4.1. S. 472).

[Index] Krakauer, Trude • (»Trutmyriam«) (verh. Dothan) (1922 oder 1923–2016). Die Tochter von Leopold Krakauer und seiner Frau Grete.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »des Baumeisters Töchterlein« (KA, Bd. 5. S. 76).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:12) (Typoskript): »des Architekten anmutiges Töchterlein« (KA, Bd. 5. S. 394).

»Ich erzähle etwas von Palästina« (Prosa) • Jüdische Rundschau (Berlin). Jg. 42, Nr. 88 vom 5. November 1937. S. 10 f.: »meine kleine Freundin Trudmiriam«.

[Index] Krakauer-Wolf, Grete • (1890–1970). Malerin. Die Frau Leopold Krakauers.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »des Baumeisters Malerin« (KA, Bd. 5. S. 143).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »Die liebreiche Malerin« (KA, Bd. 5. S. 309).

[Index] Krall, Carl (jun.) • (1893–1938). Juwelier in Elberfeld.

Briefe:

1921–1926 (55), 1929 (1), 1931 (1).

[Index] Krall, Karl (sen.) • (1863–1929). Juwelier in Elberfeld. Vater von Carl (jun.) Krall.

Erwähnung:

»St. Laurentius« (Prosa) • Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 126 (Post-Ausgabe) vom 27. Mai 1928, [Beilage:] Das Unterhaltungsblatt Nr. 123: »der Karl Krall kam auf seinen ›klugen Hans‹ herbeigeritten, auf dem Rücken seines Pferdes, das rechnen konnte, wie ein mathematischer Professor« • Auch in: Konzert (S. 219–224).

[Index] Kraus, Karl • (1874–1936). Schriftsteller und Publizist in Wien, Herausgeber der Zeitschrift »Die Fackel«, für die er ab 1912 – mit wenigen Ausnahmen – alle Beiträge selbst schrieb. Kraus widmete Else Lasker-Schüler 1927 sein Buch »Epigramme« (Wien und Leipzig: Verlag »Die Fackel«): »Else Lasker-Schüler gewidmet«.

Buch:

»Hebräische Balladen« (1913) (1914) • »Karl Kraus zum Geschenk«.

Gedichte:

»Der Tibetteppich« (urspr. »Ein alter Tibetteppich«) • Stimmen über Karl Kraus zum 60. Geburtstag (vor S. 7 [als Faksimile gedruckt]): »Dem 16jährigen«.

»Georg Trakl« (Seine Augen standen ganz fern) • Wiener Stadt- und Landesbibliothek (158.177) (Manuskript): »Karl Kraus gewidmet«.

Gedichtzyklus:

»Meine hebräischen Balladen / widme ich / Karl Kraus / dem Kardinal« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 9).

Prosa:

»Das Buch der drei Abigails. Abigail II.« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 57–66) (1920) (S. 53–60): »Karl Kraus dem Cardinal«.

»Karl Kraus« • Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar (59.1170) (Manuskript): »Unserm lieben und wunderlieben Karl Kraus von der Dichterin – Sein Leben etwas – im Original in lebendigen Buchstaben. / Für sein Dichtzimmer.«

Text zur Person:

»Karl Kraus« (auch »Rundfrage über Karl Kraus«) (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 12 vom 19. Mai 1910. S. 90 • Auch in: Saturn. Jg. 3, H. 4 vom April 1913. S. 116–118; Gesichte (1913) (S. 66–68); Der Brenner. Jg. 3, H. 18 vom 15. Juni 1913. S. 837 f.; Essays (S. 18–20).

Zeichnung:

»Karl Kraus« • Der Brenner. Jg. 4, H. 19 vom 1. Juli 1914. S. 852–862 (»Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc«). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen und Bildern«: »Lieber Ruben, gestern beriet Ich Mich wieder mit dem österreich-venezianischen Kardinal Karl Kraus.«

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Der Dalai Lama meint, einige meiner Modelle haben nicht den Anspruch auf meine Kunst. Anders kann ich mir nicht des Ministers Worte deuten.« (KA, Bd. 3.1. S. 216.)

»Briefe und Bilder« (»Der Malik«): »Ich werde eine Zeitschrift gründen, die wilden Juden; eine kunstpolitische Zeitschrift und ich schreib an Karl Kraus einen Brief, ungefähr so, hör: Lieber, verehrter, venezianischer Cardinal.«

»Handschrift« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 39 vom 24. November 1910. S. 309 f.: »Seine Handschrift ist ein Dürergemälde.« • Auch in: Saturn. Jg. 3, H. 4 vom April 1913. S. 107–112; Gesichte (1913) (S. 18–23) (1920) (S. 26–31). Die zitierte Charakterisierung ist in »Gesichte« von 1920 gestrichen.

Briefe:

1909–1915 (89), 1917 (1), 1919–1924 (10), 1928 (1).

[Index] Krebs, Karl • (1857–1937). Musikhistoriker und Musikkritiker in Berlin.

Brief:

1911 (1).

[Index] Küppers, Paul Erich • (1889–1922). Kunsthistoriker. Er gehörte 1916 zu den Gründern der Kestner-Gesellschaft in Hannover und war deren erster künstlerischer Leiter.

Brief:

1919 (1).

[Index] Kurtz, Rudolf • (1884–1960). Schriftsteller und Essayist. Direktor bei der Ufa (Universum-Film AG) in Berlin.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Rudi Kurtz sprach gerade vom wilden Mythos meiner Wupper. Wie konnte ich je auf ihn schimpfen!« (KA, Bd. 3.1. S. 200.) • »dem großen Essayisten Rudolf Kurtz« (S. 213).

[Index] Kuttner, Erich • (1887–1942). Journalist in Berlin. Bis 1933 Redakteur des »Vorwärts«.

Brief:

1925 (1).

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