Karl Jürgen Skrodzki

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Karl Jürgen Skrodzki, Lohmar

H[einrich] L[autensack]: Hebräische Balladen von Else Lasker-Schüler

Hebräische Balladen von Else Lasker-Schüler. A. R. Meyer Verlag, Berlin-Wilmersdorf. (Lyrische Flugblätter.)

Neue Gesichte von den Lippen abzulesen dieser begnadeten Frau. – Unsern Herzschlag aussetzend diese Balladen von Abraham und Isaak; von Jakob; von Esther; von Pharao und Joseph; von Ruth; von Eva; von Jakob und Esau; von Abel; von Sulamith und von Boas. – Und diesmal stört schier kein einziger Ton von außen den Gesang der Verzückten .... denn immer und von je war’s bei Else Lasker-Schüler nur ein Hemmnis in der »Leitung« oder gradaus ein brutal von außen einbrechendes Geräusch (etwa einer Tramway), welches Philister und sonst minder begabte Beurteiler dann der Dichterin selber ankreideten.

Neue Gesichte von den Lippen abzulesen dieser begnadeten Frau!

H. L.

* * *

Aus: Die Bücherei Maiandros. Eine Zeitschrift von 60 zu 60 Tagen (Berlin-Wilmersdorf). Buch 2 vom 1. Dezember 1912, Beiblatt. S. 10.

Heinrich Lautensack (1881–1919), aus Vilshofen an der Donau gebürtiger Schriftsteller. Er gehörte in München von 1901 bis 1904 dem Kabarett »Die Elf Scharfrichter« an und lebte ab 1908 in Berlin. Neben Dramen schrieb er ab 1912 auch Drehbücher und arbeitete als Dramaturg beim Film. – Quellen: Neue Deutsche Biographie, Wikipedia.