[230] Else Lasker-Schüler an Emil Raas
Zürich, November (?) 1938 (2)
Aktualisiert: 16. April 2026
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[1] [Kuvert] [Kuvert]
Gestatten Sie mir Ihnen die zwei gelblichen Pudel zwischen Blümchen zu senden, voraus zum Dank. Ihre Klientin
Else Lasker-Schüler
[Kuvert:]
Schicken Sie Brochure
Arnold Zweig (Dichter)
Haifa. Haus auf dem Carmel
u. Prof. Hermann Struck. Haifa.
Hadar Hacarmel
u. Dr. N. Bisstritzky
Hilfsgebäude
Keren Hajessod. Jerusalem-Rehavia.
Allen Nicht in meinem Auftrag bitte aber mit Ihrer Unterschrift.
Dr. Werber Haifa
Bezalelstreet 24
Hadar Hacarmel
Herrn Prof.
Rector Hugo
Bergmann. Jerusalem-Rehavia: Rambamstreet.
und Herrn und Frau Baumeister Krakauer
Jerusalem-Rehavia
Alfasystr. 31.
Adon Nehemia Cymbalist (Colonie) Tel-Joseph bei Haifa
Adressen sehr wichtig. Bitte nicht meinen Namen erwähnen.
Herrn Fürsprech
Emil Raas
Bern.
Balmweg 7
Anmerkungen
Quelle: The National Library of Israel, Jerusalem, Emil Raas Collection (Arc. 4* 1821 01 75), S. [1], und Emil Raas Collection (Arc. 4* 1821 01 74), Kuvert. Druck: Else Lasker-Schüler, Werke und Briefe. Kritische Ausgabe. Im Auftrag des Franz Rosenzweig-Zentrums der Hebräischen Universität Jerusalem, der Bergischen Universität Wuppertal und des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar hg. von Andreas B. Kilcher [ab Bd. 9], Norbert Oellers, Heinz Rölleke und Itta Shedletzky. Bd. 10: Briefe. 1937–1940, bearbeitet von Karl Jürgen Skrodzki und Andreas B. Kilcher, Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, 2009, S. 188.
Else Lasker-Schüler hatte sich in einem undatierten, nach dem 21. November 1938 geschriebenen Brief bei Emil Raas für die Übersendung der Schrift »Vernichtung einer Fälschung« bedankt (s. [Brief 229]). Mit dem vorliegenden Brief bittet sie nun, einigen Bekannten in Palästina ein Exemplar zukommen zu lassen. – Brochure • Vgl. zu [Brief 211] (»Oprecht nach Ihrem Buch gefragt«). – Hilfsgebäude • Der Gebäudekomplex an der King George Straße, Ecke Keren Kajemet Straße im Jerusalemer Stadtteil Rehavia. In ihm sind die zionistischen Hilfsorganisationen untergebracht: der 1901 gegründete Jüdische Nationalfonds »Keren Kajemet Lejisrael« (»Beständiger Fonds für Israel«), der 1921 gegründete »Keren Hajessod« (»Stiftungsfonds«) und die »Jewish Agency for Palestine«, die 1922 gebildete öffentliche Körperschaft zur Vertretung der Interessen der jüdischen Bevölkerung Palästinas im Rahmen des britischen Mandats. – Das im Westen Jerusalems gelegene Stadtviertel Rehavia war in den zwanziger Jahren nach Plänen des Architekten Richard Kaufmann erbaut worden. Seit 1933 wohnten dort vor allem die Einwanderer aus Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern.