[154] Else Lasker-Schüler an Emil Raas
Zürich, Dienstag, 9. März 1937
Aktualisiert: 18. Februar 2026
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Herrn Fürsprech
Emil Raas
Bern
Balmweg 7.
Lieber Herr Fürsprech,
ich vortrag am 10. III. nicht, ich kann nicht mehr ernsthaft vor den Bürgern treten, habe letzten Moment abgesagt. Aber Buch kommt sehr bald heraus. Zeichnete auch Vignetten vom Geyer und beide Schiffe.
Jussuf
[zwei Büsten mit Fes in einem Torbogen mit orientalischem Stadtbild und Mondsichel]
Bald bin ich wieder da.
Anmerkungen
Poststempel: Zürich, 9. 3. 37.
Quelle: The National Library of Israel, Jerusalem, Emil Raas Collection (Arc. 4* 1821 01 36). Druck: Else Lasker-Schüler, Werke und Briefe. Kritische Ausgabe. Im Auftrag des Franz Rosenzweig-Zentrums der Hebräischen Universität Jerusalem, der Bergischen Universität Wuppertal und des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar hg. von Andreas B. Kilcher [ab Bd. 9], Norbert Oellers, Heinz Rölleke und Itta Shedletzky. Bd. 10: Briefe. 1937–1940, bearbeitet von Karl Jürgen Skrodzki und Andreas B. Kilcher, Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, 2009, S. 26.
nicht mehr ernsthaft vor den Bürgern treten • Else Lasker-Schüler war verärgert über die Absetzung ihres Schauspiels »Arthur Aronymus und seine Väter« vom Spielplan des Zürcher Schauspielhauses. Vgl. zu [Brief 142] (»mein Stück«). – letzten Moment abgesagt • Vgl. zu [Brief 150] (»meinem Abend«). – Buch • »Das Hebräerland«. Vgl. zu [Brief 146] (»Mein Buch«). – Vignetten vom Geyer und beide Schiffe • Siehe »Das Hebräerland« (S. 168). Vgl. Else Lasker-Schüler, Werke und Briefe [...]. Bd. 5: Prosa. Das Hebräerland, bearbeitet von Karl Jürgen Skrodzki und Itta Shedletzky, Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, 2002, S. 157. – wieder da • In Jerusalem.