Karl Jürgen Skrodzki

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Karl Jürgen Skrodzki, Lohmar

Freundschaft mit Else Lasker-Schüler. Widmungen, Porträts, Briefe

Ein quellenkundliches Verzeichnis zu den Werken und Briefen der Dichterin

[A–F] [G–K] [L–R] [S–Z] [Index]

L

[Index] Lagerlöf, Selma • (1858–1940). Schwedische Schriftstellerin.

Erwähnungen:

»Fred Hildenbrandt« (Prosa und Gedicht) • Die literarische Welt (Berlin). Jg. 2, Nr. 7 vom 12. Februar 1926. S. 2: »Im Schlitten naht ›Gösta Berling‹, der wilde Kavalier, Selma Lagerlöfs majestätischer Sohn aus der Winterewigkeit.«

»Johann Hansen und Ingeborg Coldstrup« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 7 vom 14. April 1910. S. 49: »die herrliche Menschin« • Auch in: Die Fackel. Jg. 12, Nr. 309/310 vom 31. Oktober 1910. S. 5 f.; Gesichte (1913) (S. 24–26) (1920) (S. 32–34).

[Index] Lampl, Fritz • (1892–1955). Schriftsteller und Glasbläser. Künstlerischer Leiter der Bimini-Werkstätten in Wien.

Briefe:

1920/21 (4).

[Index] Lampl, Hilde • (geb. Berger) (geb. 1895). Fritz Lampls Frau.

Brief:

1920 (1).

[Index] Landau, Hen(d)rik • Jüdischer Gelehrter, der vor seiner Emigration nach Palästina gelegentlich am Freien jüdischen Lehrhaus in Frankfurt am Main unterrichtete. In Tel Aviv war er in leitender Funktion am »Beth Am«, am Volkshaus, tätig, in dem unter anderem Vorträge und Konzerte stattfanden.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »unseren lieben temperamentvollen Jesajajünger« (KA, Bd. 5. S. 146).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »ein nachträglich spätgeborener Jünger des Propheten Jessaya« (KA, Bd. 5. S. 224).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »den tiefgelehrten Jessayajünger« (KA, Bd. 5. S. 354).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:12) (Typoskript): »den fanatischen Jünger des Propheten Jessaya« (KA, Bd. 5. S. 383).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »unseren lieben temperamentvollen beiderseitigen Freund den Jessayajünger« (KA, Bd. 5. S. 397).

[Index] Landau, Isidor • (eigentlich: Israel Landau) (1850–1944). Theaterkritiker und Journalist in Berlin.

Briefe:

1921 (1), 1923 (2).

[Index] Landauer, Georg • (1895–1954). Aus Köln gebürtiger zionistischer Aktivist. Er leitete in Jerusalem von 1934 bis zu seinem Tod das Jewish Agency Central Bureau for the Settlement of German Jews.

Erwähnung:

»Huldigungen« (Unserm Hebräischen Bischof …) (Prosa) • NLI, ELS (2:27) (Typoskript): »Erstklassige Marke heiteren Rheinwein nach hier verpflanzt« (KA, Bd. 4.1. S. 504).

Briefe:

1939 (1), 1941–1944 (9).

[Index] Landauer, Gustav • (1870–1919). Schriftsteller und Journalist.

Gedicht:

»Erkenntnis« • Stadt- und Landesbibliothek Dortmund (11 423) (Manuskript): »Herren Julius und Heinrich Hart und Landauer zugeeignet« (KA, Bd. 1.1. S. 311–313).

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »der Jakobus« (KA, Bd. 4.1. S. 66).

Briefe:

1902/03 (7), 1912 (2).

[Index] Landauer, Hedwig • (geb. Lachmann) (1865–1918). Lyrikerin und Übersetzerin. Sie heiratete 1903 Gustav Landauer.

Brief:

1903 (1).

[Index] Landauer, Lou • (geb. Levi) (geb. 1897). Fotografin. Georg Landauers Frau.

Brief:

1943 (1).

[Index] Lantz, Adolf • (1882–1949). Aus Wien gebürtiger Theaterleiter, Schriftsteller und Drehbuchautor. In der Saison 1911/12 leitete er in Berlin das »Künstlerische Theater«, das im »Neuen Königlichen Opernhaus« (»Krolloper«) spielte, anschließend das aus der »Komischen Oper« an der Weidendammer Brücke hervorgegangene »Deutsche Schauspielhaus«.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »ich bin Adolf Lantz begegnet; er trägt, seitdem er Direktor ist, einen Zylinder, der blaakt« (KA, Bd. 3.1. S. 238).

[Index] Lappe, Franz • Fabrikdirektor in Locarno.

Briefe:

1936 (1), 1938 (1).

[Index] Lasker-Schüler, Paul • (1899–1927). Else Lasker-Schülers Sohn.

Bücher:

»Arthur Aronimus und seine Väter« (Prosa) • NLI, ELS (17:5) (Typoskript und Manuskript): »Meiner teuren Mama und meinem geliebten Kinde gewidmet« (KA, Bd. 4.1. S. 341).

»Arthur Aronymus« (Prosa) • »Meiner teuren Mama Jeannetta und meinem geliebten Sohn Paul«.

»Das Hebräerland« • »Meinen lieben Eltern und meinem geliebten Sohn Paul«.

»Der Prinz von Theben« • (1914): »Meinem Vater Mohamed Pascha und seinem Enkel Pull« • (1920): »Meinem Vater Mohammed Pascha und seinem Onkel Pull«. Else Lasker-Schüler hat in ihrem Handexemplar des Buches (NLI, ELS [11:12]) »Onkel« in »Enkel« geändert.

»Die gesammelten Gedichte« • (1917): »Die gesammelten Gedichte schenke ich meiner teuren Mutter und ihrem Enkel Paul / Das Umschlagbild, von mir gezeichnet, schenke ich Gertrud Osthaus« • (1919) (1920): »Die gesammelten Gedichte schenke ich meiner teuren Mutter und ihrem Enkel Paul / Das Umschlagbild, von mir gezeichnet, schenke ich Franz Marc«.

»Die Kuppel« • »Die Gedichte schenke ich meiner teuren Mutter und ihrem Enkel Paul«.

»Hebräische Balladen« (1920) • »Die Gedichte schenke ich meiner teuren Mutter und ihrem Enkel Paul«.

»Konzert« • »Meiner teuren Mama und meinem geliebten Sohn Paul in Liebe«.

Gedichte:

»Die Pavianmutter singt ihr Paviänchen in den Schlaf« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 73): »Meinem kleinen Päulchen. Aus dem Peter Hille-Buch«.

»Mein Volk« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 11); Menschheitsdämmerung (S. 229 f.): »Meinem geliebten Sohn Paul«.

»Meine Mutter« (Es brennt die Kerze auf meinem Tisch) • Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar. Urschrift von »Mein blaues Klavier« (76.1617) (Typoskript [Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin (Marbacher Magazin 71/1995). S. 324]): »Meinem Jungen«.

»Meinlingchen« • Styx (S. 56): »Meinem Jungen zu eigen«.

»Schulzeit« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 71): »Meinem Päulchen«.

»Und suche Gott« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 76); Menschheitsdämmerung (S. 245): »Meinem Paul«.

Prosa:

»Auf der Galiläa nach Palästina« • NLI, ELS (2:37) (Typoskript): »Dieses zweite Palästinabuch widme ich meinen teuren Eltern, meinen geliebten Sohn Paul und meinen Geschwistern, Freunden und Freundinnen« (KA, Bd. 4.2. S. 339).

»Der Amokläufer« • Der Prinz von Theben (1920) (S. 17–23): »Meinem Sohn Paul«.

»Unser Gärtchen« • Konzert (S. 16–19): »Meinem geliebten Päulchen«.

Schauspiel:

»Arthur Aronymus und seine Väter« • »Meiner teuren Mutter: Jeannetta und meinem teuren Sohn Paul in Liebe«.

Texte zur Person:

»An mein Kind« (Gedicht) • Berliner Tageblatt. Jg. 57, Nr. 434 (Abend-Ausgabe) vom 13. September 1928 • Auch in: Die literarische Welt. Jg. 5, Nr. 13/14 vom 28. März 1929, Osterbeilage. S. 1; Konzert (S. 41 f.); Mein blaues Klavier (S. 12 f.).

›Brief‹ (»10. Okt. 39 / Mein kleines geliebtes Päulchen …«) (Prosa) • NLI, ELS (4:37) (Manuskript) (KA, Bd. 4.1. S. 468).

»Ein Ticktackliedchen für Päulchen« (Gedicht) • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 72) • Auch in: Hebräische Balladen (1920) (S. 82).

»Mein Junge« (Prosa) • Uhu (Berlin). Jg. 5, H. 9 vom Juni 1929. S. 73–77 • Auch in: Konzert (S. 275–282).

»Mein Kind« (Gedicht) • Styx (S. 51) • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 75); Hebräische Balladen (1920) (S. 87).

»Mein Sohn« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 56, Nr. 597 (Morgen-Ausgabe) vom 18. Dezember 1927.

»Paule« (Gedicht) • Die Dame. Drittes Aprilheft (H. 16) 1925. S. 2.

Zeichnungen:

»Bulus I von Theben« • Neue Jugend. Monatsschrift (Berlin). Jg. 1, H. 11/12 von Februar/März 1917. S. 219–225 (»Der Malik [dem blauen Reiter Franz Marc]«) • Auch in: Der Malik.

»Helgalâlâh / Bulus der Emir von Tiba und seine Braut« • Der Malik. – Mit »Helgalâlâh« ist Helga Osthaus gemeint.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Heut Nachmittag geht Paul mit Hüne Caro aus, sie haben beide zusammen eine Braut.« (KA, Bd. 3.1. S. 198.)

»Der Malik«: »Jussuf Abigail […] hatte seinen kleinen Bruder Bulus nun bei sich in seiner Stadt und lehrte ihn jeden einzelnen Menschen seines blauen Theben lieben, die er mal regieren sollte nach seines Malikherzens frommer Fackel. Und befreundete ihn mit dem ältesten Sohn Hyne Carolon, eines Großhauses am Fluß in Theben, das Er so gern aufsuchte.«

»Der Malik (dem blauen Reiter Franz Marc)«: »Jussuf Abigail […] hatte seinen kleinen Bruder Bulus nun bei sich in seiner Stadt und lehrte ihn jeden einzelnen Menschen seines blauen Theben zu lieben, die er mal regieren sollte nach seines Malikherzens frommer Fackel.«

»Die deutschen Heilstätten in Agra« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 55, Nr. 369 (Morgen-Ausgabe) vom 7. August 1926: »meinen teuren Bruder«.

»Rudolf Schmied« (Prosa) • Die Aktion. Jg. 6, Nr. 39/40 vom 30. September 1916. Spalte 551: »Mein Junge, der ein Freund der Indianer ist« • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 127 f.) (1919) (S. 129 f.) (1920) (S. 129 f.); Essays (S. 27 f.).

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »Mein herzliebster Junge und ich, zwei eingeborene Kinoniter, fühlten uns im Kinolande zu Hause.« (KA, Bd. 4.1. S. 406.)

Vortrag, gehalten in Jerusalem (»Adon und Gewereth. / Schon gestern Abend …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:27) (Typoskript): »mein unvergleichlich schöner Junge« (KA, Bd. 4.1. S. 488).

Briefe:

1901 (1), 1912–1914 (7), 1921 (1).

[Index] Lechter, Melchior • (1865–1937). Maler, Graphiker und Schriftsteller.

Brief:

1908 (1).

[Index] Lederer, Fritz • (1878–1949). Deutsch-böhmischer Landschaftsmaler.

Text zur Person:

»Fritz Lederer« (Gedicht) • NLI, ELS (2:40) (Manuskript) (KA, Bd. 1.1. S. 349 f.).

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Der ist der Sohn von Rübezahl. Er und seine nagelneue Frau zeigten mir ihre junge Wohnung; ich mußte mit ihnen Thee trinken. Aus seinem Atelier kams immer so frostig durch die Ritzen der Türe. Er malt nur Schneebilder. Du kannst Schneebälle machen von dem Schnee, der auf dem Riesengebirge seiner böhmischen Heimat liegt.« (KA, Bd. 3.1. S. 200.)

[Index] Lehmann, Siegfried • (1892–1958). Aus Berlin gebürtiger Arzt und Erzieher. Lehmann war 1926 nach Palästina eingewandert und hatte im Jahr darauf das Kinderdorf Ben Shemen gegründet, das nach 1933 zur führenden Stätte der Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus Deutschland wurde.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »Palästinas Pestalozzi, der gute, selbstlose Hirt« (KA, Bd. 5. S. 83). – Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827): namhafter schweizerischer Pädagoge und Sozialreformer.

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »ihrem wundervollen hebräischen Pestalozzi« (KA, Bd. 5. S. 233).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »ihres geliebten hebräischen Pestalozzis« (KA, Bd. 5. S. 295).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »Palästinas Pestalozzi, der gute schimmernde Hirt« (KA, Bd. 5. S. 409).

[Index] Leisinger, Hermann • (1898–1986). Zahnarzt in Zürich. Er behandelte in den Jahren nach 1933 zahlreiche Emigranten.

Briefe:

1938 (7).

[Index] Leppin, Henriette • (geb. Bogner) (1885–1946). Paul Leppins Frau.

Brief:

1931 (1).

[Index] Leppin, Paul • (1878–1945). Schriftsteller in Prag.

Buch:

»Der siebente Tag« • Widmungsexemplar mit der handschriftlichen Eintragung: »Meinem lieben König von Böhmen Daniel Jesus mit Sternengrüßen! / Berlin. April 1907« (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 49).

Gedicht:

»Der alte Tempel in Prag« • Prager Tagblatt. Jg. 40, Nr. 73 vom 14. März 1915, Unterhaltungs-Beilage Nr. 11: »Paul Leppin, dem Dichter, gewidmet«.

Texte zur Person:

»Daniel Jesus« (später »Paul Leppin«) (Prosa) • Das Magazin. Jg. 77, H. 4 vom Januar 1908. S. 65 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 83 f.); Essays (S. 47 f.).

»Paul Leppin« (Der König von Böhmen) (Gedicht) • Die Kuppel (S. 10) • In »Die gesammelten Gedichte« (1917) (S. 113) (1919) (S. 114) (1920) (S. 114) den beiden Gedichten »Dem Daniel Jesus Paul« (urspr. »Du es ist Nacht –«) und »Dem König von Böhmen« (urspr. »Ich frage nicht mehr«) als Motto vorangestellt.

»Paul Leppin« (Er ist mein liebster Freund) (Gedicht) • Die Weltbühne. Jg. 19, Bd. 2, Nr. 34 vom 23. August 1923. S. 197.

Zeichnung:

»Daniel Jesus Paul Leppin / Der König von Böhmen und sein treuer / Kamerad Jussuf Abigail Malik von Theben // Mein lieber, lieber, lieber / Paul Leppin Daniel Jesus!!« • Der Brenner. Jg. 4, H. 19 vom 1. Juli 1914. S. 852–862 (»Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc«) • Auch in: Der Malik.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Daniel Jesus, der König von Böhmen, ist hier; ich meine Paul Leppin.« (KA, Bd. 3.1. S. 212.)

»Der Malik«: »Ich habe Daniel Jesus neben Mareia-Ir die Statthalterei in Irsahab angeboten. Er soll versuchen, die Irsahabaner Meinem Herzen näher zu führen.« – In »Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc« wird an dieser Textstelle Martin Buber genannt.

»Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc« (»Der Malik«): »Mein hoher Freund Daniel Jesus Paul Leppin der König von Böhmen bezog gestern die Gemächer im ersten Vorraum Meines Palastes. […] / Ich ernannte den König von Böhmen Daniel Jesus Paul zum Statthalter Meiner hochbeglückten Stadt Mareia.«

»Mopp« (Prosa) • NLI, ELS (2:9) (Manuskript): »mein teurer Freund der König von Böhmen« (KA, Bd. 4.1. S. 370).

»Mopp, ein ›musikalischer‹ Maler« (Prosa) • Pariser Tageszeitung. Jg. 3, Nr. 780 vom 3. September 1938. S. 4: »der himmlische Romane schrieb der Welt«.

Briefe:

1913/14 (6), 1921 (1), 1923/24 (4), 1926 (1), 1928 (1), 1931–1933 (5), 1935/36 (2).

[Index] Lerski, Helmar • (eigentlich: Israel Schmuklerski) (1871–1956). Aus Straßburg gebürtiger Fotograf und Filmregisseur. Er lebte von 1931 bis 1948 in Palästina.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »der berühmte aller künstlerischen Fotografen« (KA, Bd. 5. S. 146).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »vom begabtesten Photographen der Jetztzeit« (KA, Bd. 5. S. 224).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »Tel-Avivs berühmtester Photograph« (KA, Bd. 5. S. 311) • »der berühmte Photograph Palästinas« (S. 346) • »der hervorragendste aller Photographen« (S. 354).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »des magischen Künstlers Lersky« (KA, Bd. 5. S. 386).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »der unvergleichliche Künstlerphotograph« (KA, Bd. 5. S. 397).

[Index] Leviné, Eugen • (1883–1919). Sozialistischer Politiker.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »der erzengelhafte« (KA, Bd. 4.1. S. 66).

[Index] Levy • In Jerusalem.

Brief:

1944 (1).

[Index] Lewin, Ludwig • (1887–1967). Schriftsteller und Psychotherapeut. Er studierte Germanistik und Psychologie in Berlin und Würzburg und leitete von 1914 bis 1933 die Lessing-Hochschule in Berlin.

Briefe:

1910 (1), 1930 (1).

[Index] Leybold, Hans • (1892–1914). Schriftsteller. Er veröffentlichte in der »Aktion« und gab in München bei Heinrich F. S. Bachmair die Zeitschrift »Revolution« heraus.

Erwähnung:

»Briefe und Bilder«: »An den Leiter der Revolution, Herrn Leibold, schrieb ich: Robespierre. Unser lieber, armer, guter Heinrich F. Bachmair wird direkt unerhört von Ihnen Allen geplündert. Ich finde das Vorgehen aller seiner Autoren herzlos.«

Brief:

1913 (1). Zuweisung unter Vorbehalt.

[Index] Lichnowsky, Mechtilde Fürstin • (geb. Gräfin von und zu Arco-Zinneberg) (1879–1958). Schriftstellerin.

Erwähnung:

»Fritz Huf« (Prosa) • Zeit-Echo (München und Berlin). [Jg. 2] (1915/16), H. 1 [vom Oktober 1915]. S. 9 f.: »die dichtende Fürstin« • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 209 f.) (1919) (S. 213 f.) (1920) (S. 213 f.); Essays (S. 23 f.).

Briefe:

1915 (1), 1926 (1).

[Index] Lieban, Julius • (1857–1940). Opernsänger.

Text zur Person:

»Bei Julius Lieban« (Prosa) • Die Schaubühne (Berlin). Jg. 1, Nr. 14 vom 7. Dezember 1905. S. 411 f. • Auch in: Gesichte (1913) (S. 104–106); Essays (S. 66–68).

[Index] Liliencron, Detlev von • (1844–1909). Schriftsteller.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »Aus dem Grabe des charmanten Detlef von Liliencron vernehme ich einen Trommelwirbel, der mich anfeuern soll wider die Verleger!« (KA, Bd. 4.1. S. 71.)

[Index] Lindau, Paul • (1839–1919). Schriftsteller, Journalist, Theaterdirektor und Dramaturg in Berlin. Er arbeitete von 1866 bis 1869 in der Redaktion der »Elberfelder Zeitung«.

Text zur Person:

»Paul Lindau« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 102 f.) • Auch in: Essays (S. 64 f.).

Erwähnung:

»Das Theater« (Prosa) • Das dramatische Theater (Leipzig). Jg. 1, H. 1 vom September 1924. S. 19–21: »die Tochter seines alten schelmischen Freundes Schüler und seiner verehrten Freundin Jannette Schüler jüngstes Kind« • Auch in: Konzert (S. 96–99).

Brief:

1912 (1).

[Index] Lindemann, Gustav • (1872–1960). Regisseur. Er hatte 1905 zusammen mit seiner Frau Louise Dumont das Düsseldorfer Schauspielhaus gegründet.

Briefe:

1932/33 (5).

[Index] Lindtberg, Leopold • (1902–1984). Schauspieler und Regisseur. Er führte bei der Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter« am 19. Dezember 1936 in Zürich Regie.

Erwähnungen:

Offener Brief an die Redaktion der »Neuen Zürcher Zeitung« (»Hochzuverehrende Feuilletonredaktion, / Ich wäre Ihnen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:12) (Typoskript): »Ebenso wie Leopold Lindtberg rembrandtliche Scenenbilder erschuf, ein Album mit vierzehn Bildern die sprechen können. Vor allem aber ehrte mich des Direktors gentle Einsetzung mit seiner ganzen Person auch nach der Kritik zu der Güte meines Schauspiels.« (KA, Bd. 4.1. S. 368.)

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »Verehrter Meisterregisseur Leopold Lindtberg: / Doch im Bürotheater der Etage, zahlt man schon übermäßig viel an Gage denn solch ein Prachtensemble wie am Pfauen ist in der ganzen Welt nicht mehr zu schauen.« (KA, Bd. 4.1. S. 434.)

Briefe:

1936–1939 (20).

[Index] Lindwurm-Lindner, Annemarie • (Anna) (geb. Schüler) (1863–1912). Else Lasker-Schülers zweite Schwester.

Gedicht:

»Chronica« • Styx (S. 7 f.); Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 38) (1919) (S. 39) (1920) (S. 39): »Meinen Schwestern zu eigen«.

Prosa:

»Auf der Galiläa nach Palästina« • NLI, ELS (2:37) (Typoskript): »Dieses zweite Palästinabuch widme ich meinen teuren Eltern, meinen geliebten Sohn Paul und meinen Geschwistern, Freunden und Freundinnen« (KA, Bd. 4.2. S. 339).

Text zur Person:

»Meiner Schwester dieses Lied« (später »Meiner Schwester Anna dieses Lied«) (Gedicht) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 101 vom März 1912. S. 806 • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 189) (1919) (S. 193) (1920) (S. 193); Hebräische Balladen (1920) (S. 43).

Briefe:

Um 1895 (1), 1899–1904 (31), 1906/07 (2).

[Index] Lindwurm-Lindner, Edda • (Johanette Apollonia) (1894–1974). Die erste Tochter Annemarie Lindwurm-Lindners.

Gedicht:

»Meiner Schwester Anna dieses Lied« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 189) (1919) (S. 193) (1920) (S. 193): »Ihren Kindern Edda und Erika Lindner«.

Briefe:

Um 1895 (1), 1913 (3), 1918–1922 (15), 1924–1928 (17), 1931–1937 (101), 1939 (8), 1941/42 (2).

[Index] Lindwurm-Lindner, Erika • (gest. 1945). Die zweite Tochter Annemarie Lindwurm-Lindners.

Gedicht:

»Meiner Schwester Anna dieses Lied« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 189) (1919) (S. 193) (1920) (S. 193): »Ihren Kindern Edda und Erika Lindner«.

Briefe:

1913 (3), 1918–1922 (12), 1924 (1), 1931–1937 (10), 1939 (1), 1941/42 (2).

[Index] Lindwurm-Lindner, Franz • (1857–1937). Opernsänger. Annemarie Lindwurm-Lindners Mann.

Briefe:

1893 (2), 1897–1899 (5), 1901 (1), 1904 (1), 1914 (1), 1932 (1).

[Index] Lipmann, Heinz • (1897–1932). Dramatiker. Dramaturg der Staatlichen Schauspiele in Berlin.

Briefe:

1927 (2).

[Index] Lippertsche Buchhandlung (Halle/Saale).

Brief:

1932 (1).

[Index] Littmann, Martin • (1864–1945). Von 1893 bis 1936 Rabbiner der »Israelitischen Cultusgemeinde Zürich«, Gründer und in den Jahren 1901–1917 Herausgeber des »Israelitischen Wochenblatts für die Schweiz«.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »der ernste, verehrte Rabbiner« (KA, Bd. 5. S. 83).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »der große, ernste Rabbiner« (KA, Bd. 5. S. 409).

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »In den ersten Jahren meiner Vertreibung von der Scholle, die ich lieb hatte, trösteten mich die Stunden des Samstagmorgen vor dem murmelden Jakobsbrunnen, die Predigten in der Synagoge.« (KA, Bd. 4.1. S. 431.)

[Index] Litzmann, Grete • (geb. Herzberg) (1875–1964). Schriftstellerin.

Briefe:

1916 (3).

[Index] Loerke, Oskar • (1884–1941). Schriftsteller in Berlin. Lektor im S. Fischer Verlag.

Brief:

1931 (1).

[Index] Loewe, Heinrich • (1869–1951). Schriftsteller und Zeitschriftenredakteur in Berlin. 1933 emigrierte er nach Palästina und wurde Leiter der Stadtbibliothek Shaar Zion in Tel Aviv. • Vgl. Judith Siepmann: Ein Mikrokosmos der deutschsprachigen Emigration: Heinrich Loewe und die Sammlung des Beit Ariela. In: Naharaim. Bd. 7, Nr. 1/2 vom Dezember 2013. S. 217–238.

Brief:

1933 (1).

[Index] Loewenson, Erwin • (Pseudonym: Golo Gangi) (1888–1963). Kulturphilosoph und Schriftsteller, namhaft als Mitbegründer des »Neuen Clubs« (1909) in Berlin. Loewenson emigrierte 1933 nach Frankreich, im Jahr darauf nach Palästina.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Ich kam ins Café, ich traute meinen Augen kaum, saßen alle wieder ausgesöhnt beisammen. Auch Blaß war unter ihnen und Golo Ganges.« (KA, Bd. 3.1. S. 200.)

»Das Hebräerland«: »den Philosophen, meinen brüderlichen geliebten Freund Erwin, Sohn des Löwen in Palästina« (KA, Bd. 5. S. 153).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »mein einstmaliger brüderlicher Freund Erwin« (KA, Bd. 5. S. 300).

Briefe:

1913 (1), 1918/19 (4), 1921 (2), 1923–1929 (23), 1931/32 (4), 1940–1942 (6). Zuweisung des Briefes von 1913 unter Vorbehalt. – An die Mutter von Erwin Loewenson: 1926 (1).

[Index] Loos, Adolf • (1870–1933). Architekt in Wien.

Buch:

»Mein Herz« (1912) • »Adolf Loos in Verehrung«.

Text zur Person:

»Adolf Loos« (später »Loos«) (Prosa) • Das Theater. Jg. 1, H. 8 vom Dezember 1909. S. 184 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 69–71); Essays (S. 32–34).

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Loos der Gorillaarchitekt« (KA, Bd. 3.1. S. 194) • »Loos ist kein einfacher Gorilla er ist ein Königsgorilla« (S. 217).

Briefe:

1910/11 (4), 1914/15 (2), 1923 (1), 1925 (1), 1930 (2).

[Index] Loos, Lina • (geb. Obertimpfler) (1884–1950). Schauspielerin und Kabarettistin. Die erste Frau von Adolf Loos, mit dem sie von 1902 bis 1905 verheiratet war.

Brief:

1910 (1).

[Index] Löwy (Lewy), Paul • (1891–1970). Aus Eger in Böhmen gebürtiger Jurist. Er war 1939, als die Tschechoslowakei von deutschen Truppen besetzt wurde, nach Palästina geflohen. In Tel Aviv gründete er das Marionettentheater »Die hölzerne Truppe«, das von 1940 bis 1943 bestand. • Nachruf: Manfred Geis: Dr. Paul Löwy. In: MB. Wochenzeitung des Irgun Olej Merkas Europa (Tel Aviv). Jg. 38, Nr. 26 vom 26. Juni 1970. S. 8.

Texte zur Person:

»Das Marionettentheater des Direktor Loevys« (Prosa [Entwurf]) • NLI, ELS (2:72) (Typoskript) (KA, Bd. 4.1. S. 473 f.).

»Das Marionettentheater des Direktor Löwy« (Prosa) • Mitteilungsblatt (Tel Aviv). Jg. 5, Nr. 43 vom 24. Oktober 1941. S. 4.

[Index] Lublinski, Ida • (1862–1942). Ethnologin und Religionsforscherin. Schwester von Samuel Lublinski.

Briefe:

1914/15 (5).

[Index] Lublinski, Samuel • (1868–1910). Aus Ostpreußen gebürtiger Schriftsteller und Literaturkritiker.

Text zur Person:

»S. Lublinski« (Prosa) • Kritik der Kritik. Bd. 2 (1907), H. 10. S. 226–228 • Auch in: Gesichte (1913) (S. 77–82); Essays (S. 41–46).

Zeichnung:

o. T. (Porträt Samuel Lublinskis, im Profil) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 94 vom Januar 1912. S. 751 f. (»Briefe nach Norwegen«) • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 119). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen«: »Herwarth, ich habe noch eine Zeichnung von S. Lublinski gefunden, wie ich ihn heimlich zeichnete über lauter Köpfe im Café hinweg, da wir uns vorher gehauen hatten. Er war ein Charakter. Die einzige Eigenschaft, die einen ganzen Charakter ausmachen kann, ist Mut. Also war er noch mehr wie ein Charakter, er war ein rostiges Gefüge.« (KA, Bd. 3.1. S. 240.)

Erwähnung:

»Unser Café« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 130–132): »den haben wir alle kolossal verehrt« • Auch in: Essays (S. 89–91).

Brief:

1903 (1).

[Index] Lubrany (Lubrani), Elieser (Eliezer) • (1899–1965). Aus Polen gebürtiger Journalist, Schriftsteller und Übersetzer. Er kam 1910 nach Palästina und besuchte das Herzlia Gymnasium in Tel Aviv. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs studierte er in Wien und Berlin Literatur- und Theaterwissenschaften. Von 1929 bis 1936 gehörte er der Redaktion der hebräischen Tageszeitung »Davar« (Tel Aviv) an und war von 1936 bis 1943 Leiter der hebräischen Sendungen des Radios der britischen Mandatsregierung.

Briefe:

1934 (1), 1937 (1), 1941/42 (2).

[Index] Luebbert • »Mrs. B. Luebbert« in London, Haushälterin Elisabeth Bergners.

Brief:

1933 (1).

M

[Index] Magnes, Judah Leon • (1877–1948). Aus San Francisco gebürtiger Reformrabbiner. Von der Eröffnung 1925 bis 1935 war Magnes Kanzler und von 1935 bis zu seinem Tod erster Präsident der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »den vielverehrten Doktor Magnes« (KA, Bd. 5. S. 152).

Briefe:

1941–1944 (5).

[Index] Maltzahn, Hans Adalbert von • (1894–1934). Journalist • Nachruf: [Anonym:] Hans-Adalbert von Maltzahn gestorben. In: Pariser Tageblatt. Jg. 2, Nr. 176 vom 6. Juni 1934. S. 1 (»Er war ein aufopfernder Freund und stand besonders unermüdlich für sie werbend und eintretend, der Dichterin Else Lasker-Schüler nah.«).

Gedichte:

»Aber deine Brauen sind Unwetter …« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 205) (1919) (S. 209): »H. A.«

»Du machst mich traurig – hör« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 208): »Hans Adalbert«.

Prosa:

»Der Kreuzfahrer« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 87–98) (1920) (S. 77–86): »Hans Adalbert v. Maltzahn zum Angedenken«.

Texte zur Person:

»An Hans Adalbert« (Gedicht) • Die weißen Blätter. Jg. 2, H. 7 vom Juli 1915. S. 823 • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 203) (1919) (S. 207) (1920) (S. 207); Die Kuppel (S. 93).

»Dem Herzog von Leipzig« (Gedicht) • Die weißen Blätter. Jg. 2, H. 7 vom Juli 1915. S. 823 f. • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 204) (1919) (S. 208) (1920) (S. 208); Die Kuppel (S. 94).

»Hans Adalbert von Maltzahn« (Gedicht) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 201) (1919) (S. 205) (1920) (S. 205); Die Kuppel (S. 91) • In »Die gesammelten Gedichte« und »Die Kuppel« den Hans Adalbert von Maltzahn gewidmeten Gedichten als Motto vorangestellt.

Erwähnung:

»Der Malik (dem blauen Reiter Franz Marc)« (»Der Malik«): »Der herzogliche Hans Adalbert, der es sich zur Aufgabe anheischte, alle Erdteile mit einander zu verbrüdern, eine internationale Welt schon im Interesse der Kunst zu schaffen«.

[Index] Mann, Erika • (1905–1969). Kabarettistin und Schriftstellerin. Die erste Tochter von Thomas Mann.

Briefe:

1933/34 (2).

[Index] Mann, Heinrich • (1871–1950). Schriftsteller.

Gedichte:

»Herbst« (Ich pflücke mir am Weg das letzte Tausendschön), »Ich weiß«, »Mein blaues Klavier«, »Die Verscheuchte« und »Ergraut kommt seine kleine Welt zurück« • Der deutsche Schriftsteller (Paris). Sonderheft zum Jubiläum des SDS vom November 1938. S. 17: »Diese Gedichte widme ich Marcel Brion in Marseille und Heinrich Mann«.

Text zur Person:

Zuschrift an das »Berliner Tageblatt« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 60, Nr. 70 (Morgen-Ausgabe) vom 11. Februar 1931 • Die Kommission für Werkbeihilfen der Preußischen Akademie der Künste, Sektion für Dichtkunst, hatte auf ihrer Sitzung vom 28. Januar 1931 Else Lasker-Schüler eine Zuwendung von 1000 Reichsmark gewährt. Offensichtlich empört darüber, daß sie nicht selbst der Akademie angehörte, lehnte Else Lasker-Schüler die Zuwendung ab und wandte sich in einem offenen Brief an Heinrich Mann, den neugewählten Präsidenten der Sektion. Einleitend schreibt sie: »Hochzuverehrender Herr Heinrich Mann, ich bin nicht imstande, die gerade zu dieser Zeit märchenhafte Summe von tausend Mark zu akzeptieren. Der Schmach gedenkend, die man mir, vor allen Dingen der Dichtung selbst, antat, indem man mich ausschaltete, teilzunehmen im Rat der Dichterakademie.«

Zeichnung:

o. T. (zwei Stengel mit Köpfen: einer mit Melone, einer mit Blatthand, daran ein blutendes Herz) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 89 vom Dezember 1911. S. 710 f. (»Briefe nach Norwegen«). Vgl. auch die mit »Heinrich Mann« beschriftete Abbildung des Klischeeandrucks in: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin (Marbacher Magazin 71/1995). S. 80 • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 73) (1920). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Unter blinder Bedeckung Heinrich Manns, reichte der Abbé Max Oppenheimer den Kritikern Münchens das Blut Kokoschkas.« (KA, Bd. 3.1. S. 218.)

Erwähnung:

»Mopp, ein ›musikalischer‹ Maler« (Prosa) • Pariser Tageszeitung. Jg. 3, Nr. 780 vom 3. September 1938. S. 4: »dem prachtvollen Romancier und Dichter«.

Briefe:

1931 (1), 1936 (1).

[Index] Mann, Klaus • (1906–1949). Schriftsteller und Zeitschriftenredakteur. Der erste Sohn von Thomas Mann.

Briefe:

1933–1935 (15), 1937/38 (2). – Im Tagebuch notierte Klaus Mann: »Völlig verrückter Brief von der Lasker-Schüler, mit zwei Glasschussen. Ihr hier gleich geantwortet.« (Eintrag vom 20. September 1933; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 20. September 1933 [KA, Bd. 9. S. 43 f.]); »Post: […] Lasker-Schüler« (Eintrag vom 22. September 1933; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 22. [?] September 1933 [KA, Bd. 9. S. 45 f.]); »Post: Lasker-Schüler« (Eintrag vom 2. Dezember 1933; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 29. November 1933 [KA, Bd. 9. S. 62 f.]); »An die Lasker-Schüler geschrieben. (In ihrem Brief so schöne Stellen: ›Ich bin voll Trübsal und gehe immer mit den Heiligen über die Pfade in Gedanken. Das heisst, wenn sie mich zerlumpten Menschen mitnehmen.‹)« (Eintrag vom 2. Februar 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 29. Januar 1934 [KA, Bd. 9. S. 81]); »Post: Lasker-Schüler (mit Gedicht)« (Eintrag vom 6. Februar 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 4. Februar 1934 [KA, Bd. 9. S. 83 f.]); »Geschrieben an: […] die Lasker-Schüler.« (Eintrag vom 12. Februar 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 8. Februar 1934 [KA, Bd. 9. S. 89]); »Post: […] Lasker-Schüler« (Eintrag vom 15. Februar 1934; Else Lasker-Schülers Brief ist nicht bekannt); »Post: […] Lasker-Schüler« (Eintrag vom 14. März 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 11. März 1934 [KA, Bd. 9. S. 107 f.]); »Post: […] die Lasker-Schüler aus Palästina« (Eintrag vom 18. April 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 9. April 1934 [KA, Bd. 9. S. 113]); »Post: […] Lasker-Schüler (heute aus Palästina.)« (Eintrag vom 3. Mai 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers wahrscheinlich vom 25. April 1934 [KA, Bd. 9. S. 117]); »Bei der Post: […] Lasker-Schüler.« (Eintrag vom 27. Juni 1934; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 24. Juni 1934 [KA, Bd. 9. S. 128]); »Post: […] Else Lasker-Schüler« (Eintrag vom 22. März 1937; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 21. März 1937 [KA, Bd. 10. S. 34]); »Karte von der Else Lasker-Schüler« (Eintrag vom 26. April 1938; Else Lasker-Schülers Postkarte ist nicht bekannt); »Korrespondenz. (Von: […] der Lasker-Schüler […].)« (Eintrag vom 9. Mai 1938; zum Brief Else Lasker-Schülers vom 8. Mai 1938 [KA, Bd. 10. S. 144]).

[Index] Mann, Thomas • (1875–1955). Schriftsteller. Bruder von Heinrich Mann.

Briefe:

1925 (1), 1929/30 (2), 1933 (1), 1936 (1), 1938 (1).

[Index] Marc, Franz • (1880–1916). Maler.

Buch:

»Der Malik« • »Meinem unvergeßlichen Franz Marc / DEM BLAUEN REITER / in Ewigkeit«.

»Die gesammelten Gedichte« (1919) (1920) • »Die gesammelten Gedichte schenke ich meiner teuren Mutter und ihrem Enkel Paul / Das Umschlagbild, von mir gezeichnet, schenke ich Franz Marc«.

Gedichte:

»Gebet« (Ich suche allerlanden eine Stadt) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 217) (1919) (S. 222) (1920) (S. 222); Menschheitsdämmerung (S. 277); Verkündigung (S. 160): »Meinem teuren Halbbruder, dem blauen Reiter«.

»Saul« • Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar. Sammelhandschrift der »Hebräischen Balladen« (79.50) (Manuskript [Faksimile: Hebräische Balladen in der Handschrift von Else Lasker-Schüler. Hg. und mit einem Nachwort von Norbert Oellers. Frankfurt/Main: Jüdischer Verlag, 2000]): »Dem blauen Reiter Franz Marc Fürst von Cana« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 20) (1919) (S. 21) (1920) (S. 21): »Meinem blauen, blauen Reiter Franz Marc«.

Prosa:

»Der Derwisch« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 25–32) (1920) (S. 25–31): »Franz Marc und Mareia«.

»Im Zirkus« • Gesichte (1913) (S. 163–168) (1920) (S. 88–93): »Meinem lieben blauen Reiter Franz Marc und seiner blauen Reiterin«.

Texte zur Person:

»Als der blaue Reiter war gefallen ..« (Gedicht) • Neue Jugend. Monatsschrift (Berlin). Jg. 1, H. 11/12 von Februar/März 1917. S. 245.

»An Franz Marc« (später »Franz Marc«) (Gedicht und Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 45, Nr. 126 (Morgen-Ausgabe) vom 9. März 1916 • Auch in: Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 215 f.) (1919) (S. 220 f.) (1920) (S. 220 f.); Die Kuppel (S. 109–111).

»Dem blauen Reiter, meinem teuren Bruder Ruben« (Gedicht) • Brief an Franz Marc vom 23. Dezember 1915 (KA, Bd. 11. S. 406–408). Faksimile: Cathrin Klingsöhr-Leroy: Zwischen den Zeilen. Dokumente zu Franz Marc. Ostfildern-Ruit 2005. S. 66–71 • Mit dem Titel »Laurencis« gedruckt in: Zeit-Echo (München und Berlin). [Jg. 2] (1915/16), H. 11 [vom August 1916]. S. 164.

Zeichnungen:

»Maler Marc und seine Löwin« • Die Aktion. Jg. 3, Nr. 36 vom 6. September 1913. Spalte 854–859 (»Briefe und Bilder«).

»Ruben und Jussuf / (Fahnenbild)« • Der Brenner. Jg. 4, H. 19 vom 1. Juli 1914. S. 852–862 (»Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc«) • Auch in: Der Malik. – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in »Der Malik. Briefe an den blauen Reiter Franz Marc«: »Ich malte Dein stolzes, feines Rubenangesicht neben dem Meinen auf die Stadtfahne.«

Erwähnungen:

»Das Gebet« (Prosa) • Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 76, Nr. 587 (Erstes Morgenblatt) vom 9. August 1931. S. 1–3: »Der große Tierheiligenmaler, der blaue Reiter, der Messias der Tiere« • Auch in: Konzert (S. 314–325).

»Das Hebräerland«: »der blaue Reiter, der Messias der Tiere, […] unser so früh heimgegangener brüderlicher Freund« (KA, Bd. 5. S. 58).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »mein unvergeßlicher Spielgefährte und heiliger Tiermaler der blaue Reiter« (KA, Bd. 5. S. 279).

»Deine Seele« (Prosa) • NLI, ELS (2:27) (Typoskript): »der Messias der Tiere« (KA, Bd. 4.1. S. 481).

»Die Flamme« (Prosa) • NLI, ELS (2:146) (Manuskript): »unser größter Tiermaler« (KA, Bd. 4.1. S. 345).

»Ich räume auf!«: »dem Messiasmaler der Tiere« (KA, Bd. 4.1. S. 78).

»Stanislas Stückgold« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 58, Nr. 69 (Abend-Ausgabe) vom 9. Februar 1929: »der blaue Reiter, unser unvergleichlicher Maler«.

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »den unvergleichlichen Tiermaler der Messias der Tiere« (KA, Bd. 4.1. S. 417).

»Wuppertal« • Berliner Tageblatt. Jg. 61, Nr. 412 (Morgen-Ausgabe) vom 31. August 1932: »das edle Kopfnicken der blauen Pferde meines herrlichen brüderlichen Freundes, des blauen Reiters«.

Briefe:

1912–1916 (68).

[Index] Marc, Maria • (geb. Fran[c]k) (1876–1955). Die zweite Frau von Franz Marc.

Prosa:

»Der Derwisch« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 25–32) (1920) (S. 25–31): »Franz Marc und Mareia«.

»Im Zirkus« • Gesichte (1913) (S. 163–168) (1920) (S. 88–93): »Meinem lieben blauen Reiter Franz Marc und seiner blauen Reiterin«.

Zeichnung:

»Maler Marc und seine Löwin« • Die Aktion. Jg. 3, Nr. 36 vom 6. September 1913. Spalte 854–859 (»Briefe und Bilder«).

Briefe:

1912–1919 (50), 1932 (6), 1934/35 (2).

[Index] Marlinger, Bernhard • (1884–1967). Arzt und Sammler in Cham in der Oberpfalz.

Briefe:

1927 (2).

[Index] Martersteig, Max • (1853–1926). Theaterleiter und Schriftsteller.

Briefe:

1908 (5), 1912 (1), 1914 (1).

[Index] Marti, Hugo • (1893–1937). Schriftsteller und ab 1922 literarischer Redakteur der Tageszeitung »Der Bund« in Bern.

Brief:

1925 (1).

[Index] Marx, Leopold • (1889–1983). Schriftsteller. Direktor der väterlichen Textilfirma in Bad Cannstatt. In Palästina wurde er Gärtner im Moshav Shovei Zin.

Brief:

1929 (1).

[Index] Marx-Weinbaum, Erich • (1888–1966). Historiker und Jurist, 1912–1921 Redakteur beim »Berliner Tageblatt«. Er übernahm 1921 von seinem Schwiegervater David Weinbaum Redaktion und Verlag des »Israelitischen Wochenblatts für die Schweiz«.

Briefe:

1938 (2).

[Index] Marx-Weinbaum, Magda • (geb. Weinbaum). Erich Marx-Weinbaums Frau.

Briefe:

1938 (1).

[Index] Matuschka, Johannes (Job) • (eigentlich: Johannes Graf Matuschka von Toppolczan) (1887–1969). Lyriker und Privatgelehrter, Verfasser philosophischer und astrologischer Essays.

Brief:

1922 (1).

[Index] Matzig, Lissy • (geb. Henke). Die Frau von Richard Matzig.

Briefe:

1936 (3).

[Index] Matzig, Richard B. • (1904–1951). Schweizerischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Er war von 1934 bis zur Schließung 1940 Leiter der deutschen Schule in Ascona, ab 1941 Lehrer an der Kantonsschule St. Gallen.

Briefe:

1936 (4), 1938/39 (2).

[Index] Maupassant, Guy de • (1850–1893). Französischer Schriftsteller.

Text zur Person:

»Bei Guy de Maupassant« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 89–99) • Auch in: Essays (S. 53–63).

[Index] May, Hugo • (1887–1958). Direktor des Warenhauses Julius Brann in Zürich.

Briefe:

1935/36 (2).

Nachträge zur »Kritischen Ausgabe«:

36 Postkarten an Hugo May und Kurt Ittmann, 1933–1937 (Deutsches Exilarchiv [Signatur: EB autograph 0962] der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main).

[Index] Mayer, Alfred • (1860–1932). Kunstschriftsteller, Theaterkritiker, Sammler und Mäzen in München. • Vgl. Irene Dütsch: Alfred Mayer – ein Mäzen im Umkreis des »Blauen Reiter«. Hinter den Kulissen der Münchner Bohème. In: Jahrbuch 2004. Schriften des Historischen Vereins Murnau. Jg. 22, H. 22. S. 69–124; Ein unbekannter jüdischer Mäzen … und Freund aller Künstler. In: Ein gewisses jüdisches Etwas. Dokumentation zur gleichnamigen Ausstellung im Jüdischen Museum München 22. Juni bis 31. August 2008. München: Jüdisches Museum München, 2008. – Erich Mühsam, der Alfred Mayer den ›weichen Mayer‹ nannte, erwähnt ihn im Tagebuch unter anderem am 18. Juli, am 29. August und am 12. September 1911.

Gedicht:

»Mein Wanderlied« • Die gesammelten Gedichte (1917) (1919) (1920) (S. 64): »Meinem lieben Statthalter Alfred Mayer in München«.

[Index] Mayer, Bernhard • (1866–1946). Aus Berlin stammender Besitzer der Pelzfabrik Mayer & Cie. in Zürich. Pazifist und Kunstmäzen.

Brief:

1933 (1).

[Index] Mayer, Guste • (geb. Lipper) (geb. 1875). Die Frau Bernhard Mayers.

Brief:

1925 (1).

[Index] Meier, Walther • (1898–1982). Kritiker und Essayist in Zürich. Verlagslektor, Leiter des Manesse Verlags.

Erwähnung:

»Brief an Korrodi« (auch »Brief an einen Schweizer Freund«) (Prosa) • Gesichte (1920) (S. 101–108): »Melchior Knecht alias Walter Meier, der Dichter« • Zuerst (ohne Erwähnung Meiers) in: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Jg. 63, Nr. 291 (Erstes Morgenblatt) vom 18. April 1919. S. 1 f.

Briefe:

1925 (4), 1934–1936 (10).

[Index] Meinhard, Carl • (1875–1949). Schauspieler und Theaterleiter in Berlin.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Meinhard spielte famos.« (KA, Bd. 3.1. S. 238.)

»Der Alpenkönig und der Menschenfeind« (Prosa) • Das Theater (Berlin). Jg. 1, H. 5 (1909, November I). S. 110 f.: »Hinter den ältlichen Stirnfalten des Menschenfeindes verbirgt sich der Direktor selbst – Carl Meinhard. Es ist fast nicht zu glauben, gestern hörte ich ihn noch lachen im Café des Westens wie ein achtzehnjähriger und vorigen Winter trug er eine Knabenpelzmütze, die stand ihm (es gehört zwar nicht hierher) hervorragend.« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 135–137) (1920) (S. 51–54).

[Index] Meir, Jacob • (1856–1939). Aus Jerusalem gebürtiger Rabbiner. Er wurde 1911 Oberrabbiner von Jerusalem, 1921 erster sephardischer Oberrabbiner der Juden Palästinas.

Zeichnung:

»Jakob Meïr / (Pfingsten.) / Der Wunderrabbi erzählt in Jerusalem« • NLI, ELS (3:5) (Faksimile: Else Lasker-Schüler. Die Bilder. Hg. von Ricarda Dick im Auftrag des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Mit Essays von Ricarda Dick und Astrid Schmetterling. Berlin 2010. S. 94).

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »Von der heiteren Pfingstpredigt des Wunderrabbis lohnt es sich zu erzählen. Eine kleine Spanne Hauch trennte uns Lauschende von der zum Märchendiwan verzauberten Priesterbank und seinem königlichen Priester. […] Wie der Wunderrabbiner gekleidet gewesen? Er trug einen silbergrauen Talar mit weichen Seidenfransen und Quasten, und seine silbernen Haare krönte ein Turban aus lilalei Farben; es wird der Abendhimmel von den Engeln so abgestimmt …« (KA, Bd. 5. S. 37.)

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »Ein kleiner Zwischenraum trennte den zur Pfingstfeier erkorenen spagniolischen Raw und seine Zuhörer. Im rosaeingefaßten silbergrauen Feierkleid und märchenhaften Turban in der Farbe des blaßlila Himmels erzählte der Hohe Priester die Phingstgeschichte seinen jüdischen Spagniolen.« (KA, Bd. 5. S. 220.)

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:11) (Typoskript): »Doch irgendwo muß sich der Jude zu Hause fühlen. Das beweist die Heiterkeit der Phfingstpredigt des herrlichen Wunderrabbiners auf der mit seidenen Kissen belegten, zum Märchendiwan erhobenen Priesterbank. Eine durchsichtige Wolke trennte uns Lauschende von des Hohen Priesterlichkeit feingeäderten Stirne Turbans Lila, der Farbe des Abendhimmels!« (KA, Bd. 5. S. 261.)

[Index] Melano, Diego da • (Guiseppe Pifaretti O. F. M. Cap.) (1892–1984). Kapuzinerpater aus Melano im Tessin. Er gehörte dem Kapuzinerorden in Lugano an.

Brief:

1925 (1).

[Index] Meskin, Aharon • (1897–1974). Aus Rußland gebürtiger Schauspieler. Er gehörte zu den führenden Mitgliedern des 1918 in Moskau gegründeten und seit 1928 in Tel Aviv ansässigen Habimah-Theaters.

Zeichnung:

»Meskin / Rowinah / Friedmann // Eine Illustration aus meinem Palestinabuch // Prinz Jussuf trägt seine Gedichte vor« • Privatbesitz (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 270). – Da Else Lasker-Schüler erst nach Israel Friedmanns Tod Palästina bereiste, ist die Begegnung mit ihm, Aharon Meskin und Hannah Rovina fiktiv.

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »den monumentalen Schauspieler der Habimahgruppe« (KA, Bd. 5. S. 28) • »Meskins Allgegenwart trägt am Abend das Schauspiel auf dem starken Nacken; Rowinas kostbare Spitzenhand unterzeichnet das adelige Spiel« (S. 44 f.).

[Index] Meyer • Fräulein in Zürich.

Brief:

1939 (1).

[Index] Meyer, Albert • (1870–1953). Jurist und Volkswirt, schweizerischer Politiker. 1929–1938 Bundesrat. Else Lasker-Schüler schenkte ihm im Herbst 1938 ein Leporello mit elf handschriftlichen Gedichten (Zentralbibliothek Zürich [Ms. Z VI 687]): »Dem feinen Herrn Bundesrat meine letzten Gedichte«. Das Leporello enthält die Gedichte »Ich suche allerlanden eine Stadt –« (= »Gebet«), »Ergraut kommt Seine kleine Welt zurück«, »Ich weiss .....«, »Die Erkenntniß«, »Mein blaues Klavier«, »Herbst« (Ich pflücke mir am Weg das letzte Tausendschön), »Der Tibetteppich« (= »Ein alter Tibetteppich«), »Hingabe«, »Die Verscheuchte«, »Es kommt der Abend – – –« und »Ein Lied an Gott«. Faksimile mit Transkription und einem ausführlichen Nachwort: Else Lasker-Schüler: Elf Gedichte für Bundesrat Albert Meyer. Hg. von Martin Bircher (63. Kranich-Druck). Zürich: Kranich-Verlag, 1996.

Brief:

1937 (1).

[Index] Meyer, Alfred Richard • (Pseudonym: Munkepunke) (1882–1956). Lyriker und Erzähler, Verlagsbuchhändler. Verleger von Else Lasker-Schülers »Hebräischen Balladen« (1913).

Briefe:

1915/16 (3).

[Index] Meyer, Elisabeth Johanna • (geb. Kniep) (1870–1947). Die Frau von Georg Heinrich Meyer.

Gedicht:

»Erfüllung« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 102 f.) (1919) (S. 103 f.) (1920) (S. 103 f.): »Georg Heinrich Meyer und seiner Moosrose in Leipzig«.

[Index] Meyer, Estella • (geb. Goldschmidt) (1870–1942). Die Frau von Richard Moritz Meyer.

Gedicht:

»Heim« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 110) (1919) (S. 111) (1920) (S. 111): »Estella Meyer der Lieben«.

Briefe:

1914 (2).

[Index] Meyer, Friedrich Andreas • (André) (1888–1978). Schriftsteller und Jurist. Er veröffentlichte 1957 in Jerusalem als Privatdruck die Schrift »›Die Stimme Edens‹. Deutung eines Gedichtes von Else Lasker-Schüler«.

Prosa:

»Die beiden weißen Bänke vom Kurfürstendamm« • Gesichte (1913) (S. 43 f.) (1920) (S. 55 f.): »Meinem lieben Freunde Andreas Meyer«.

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »ein Dichter, ehemaliger Rechtsanwalt zu Görlitz in Schlesien« (KA, Bd. 5. S. 145).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »der liebe Spielgefährte« (KA, Bd. 5. S. 223).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (17:12) (Typoskript): »mein lieber Spielgefährte und Dichter« (KA, Bd. 5. S. 383).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »einer meiner ehemaligen Spielgefährten« (KA, Bd. 5. S. 396).

Briefe:

1909/10 (12), 1913/14 (4), 1921 (1), 1923 (3), 1925/26 (6), 1929–1934 (28), 1936/37 (10), 1939–1944 (41), undatiert (Jerusalem) (4). – An die Frau von Friedrich Andreas Meyer: 1930 (1).

[Index] Meyer, Georg Heinrich • (1868–1931). Buchhändler und Verleger in Leipzig. Er war 1914 in den Kurt Wolff Verlag eingetreten. • Nachruf: [Anonym:] Georg Heinrich Meyer †. In: Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 139 (Abend-Ausgabe) vom 23. März 1931.

Gedicht:

»Erfüllung« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 102 f.) (1919) (S. 103 f.) (1920) (S. 103 f.): »Georg Heinrich Meyer und seiner Moosrose in Leipzig«.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »Georg Heinrich Meyer von Säckingen, der Lektor, ein Trompeter auf dem Bock des Verlages Kurt Wolff« (KA, Bd. 4.1. S. 75) • »betusamer Adam aus Säckingen« (S. 75).

Briefe:

1919/20 (2).

[Index] Meyer, Johanna • (1874–1958). Aus Berlin stammende Rezitatorin.

Brief:

1926 (1).

[Index] Meyer, Richard Moritz • (1860–1914). Professor für deutsche Sprache und Literatur in Berlin.

Briefe:

1913/14 (7).

[Index] Michaelis, Karin • (geb. Bech Brøndum) (1872–1950). Dänische Schriftstellerin und Journalistin.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Liebe Jungens, heut bekam ich eine Massenpostkarte aus dem Rheingold in Berlin […]. Viele Grüße Karin Michaelis.« (KA, Bd. 3.1. S. 216.)

»Johann Hansen und Ingeborg Coldstrup« (Prosa) • Der Sturm. Jg. 1, Nr. 7 vom 14. April 1910. S. 49: »das liebe große Kind« • Auch in: Die Fackel. Jg. 12, Nr. 309/310 vom 31. Oktober 1910. S. 5 f.; Gesichte (1913) (S. 24–26) (1920) (S. 32–34).

[Index] Michel, Artur Ferdinand • (1883–1946). Journalist, namhaft als Tanzkritiker der »Vossischen Zeitung« in Berlin.

Briefe:

1925 (2), 1927 (1). – Faksimiles: Mirko Nottscheid und Andreas Stuhlmann: »Dank! Dank! Dank! Dank! Dank!« Vier Karten und ein Brief Else Lasker-Schülers an das Feuilleton der Vossischen Zeitung aus den Jahren 1923 bis 1927. In: Text. Kritische Beiträge. H. 13 (2012): Text & Schrift. S. 61–97.

[Index] Mieg, Peter • (1906–1990). Komponist, Maler und Publizist in Basel, ab 1938 in Lenzburg. 1933–1939 Kunst-, Literatur- und Musikkritiker der »Basler Nachrichten«.

Brief:

1937 (1).

[Index] Miesner, Jacob • Buchhändler in Mannheim.

Brief:

1925 (1).

[Index] Moller, Anny • Hans Mollers Frau.

Briefe:

1943 (4). – Faksimiles: Judith Adler: Neuentdeckte Briefe Else Lasker-Schülers an Anni Moller aus den Jahren 1943/44. In: Text. Kritische Beiträge. H. 5 (1999): Textgenese 1. S. 137–171.

[Index] Moller, Hans • (1896–1962). Fabrikant, Inhaber der Spinnerei, Weberei und Textilfabrik Ata Textile Co. Ltd. in Kfar Ata bei Haifa.

Briefe:

1944 (2). – Faksimile des Briefs vom 4. Februar 1944: Judith Adler: Neuentdeckte Briefe Else Lasker-Schülers an Anni Moller aus den Jahren 1943/44. In: Text. Kritische Beiträge. H. 5 (1999): Textgenese 1. S. 137–171.

[Index] Molt, Emil • (1876–1936). Unternehmer. Gründer der Waldorf-Astoria Companie mbH Zigarettenfabrik und mit Rudolf Steiner 1919 der Freien Waldorf-Schule für Kinder der Werksangehörigen in Stuttgart.

Brief:

1927 (1).

[Index] Moos, Walter Maximilian • (1894–1962). Facharzt für Psychiatrie in Zürich und Präsident, später Aktuar der »Vereinigung für soziale und kulturelle Arbeit im Judentum« (»Jüdischen Vereinigung Zürich«).

Erwähnung:

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »der mir zu Ehren, mich zu ehren, mich zu diesem Vortragsabend eingeladen« (KA, Bd. 4.1. S. 430).

[Index] Moses, Paul • Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Stimm- und Sprachstörungen in Köln.

Briefe:

1932 (2).

[Index] Mühsam, Erich • (1878–1934). Anarchistischer und sozialistischer Schriftsteller. – Im Mai 1911 hielt Else Lasker-Schüler sich in München auf: Eintragungen im Tagebuch Erich Mühsams an den Tagen 8.–23. Mai.

Erwähnung:

»Kabarett Nachtlicht – Wien« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 154–157): »Er sieht noch lebenslässiger aus, wie in Berlin. Zwar sitzt sein Rock heute ohne Tadel, und seine Mähne, löwengelb, ist gepflegter wie an der Spree. Aber er bangt sich nach Ruhe« • Auch in: Gesichte (1920) (S. 79–82).

[Index] Münchhausen, Börries Freiherr von • (1874–1945). Schriftsteller.

Briefe:

1899 (4).

[Index] Murnau, Friedrich Wilhelm • (eigentlich: Friedrich Wilhelm Plumpe) (1888–1931). Schauspieler und Filmregisseur in Berlin.

Gedicht:

»An den Prinzen Tristan« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 160) (1919) (S. 162) (1920) (S. 162): »Unserem Freund dem Hutten: Wilhelm Murnau«.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »der Schauspieler Mornau« (KA, Bd. 3.1. S. 231) • »der Schauspieler Wilhelm Murnau« (S. 255).

Briefe:

1912 (3), 1915/16 (4), 1918 (3).

N

[Index] Nassauer, Max • (1869–1931). Gynäkologe und Schriftsteller.

Erwähnung:

»Wauer via München, weiter und so weiter« (später »Wauer-Walden via München und so weiter«) (Prosa) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 72 vom August 1911. S. 575 f.: »der dichtende Arzt in München« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 117–121); Essays (S. 76–80).

[Index] Nationalgalerie Berlin (Kommission).

Brief:

1921 (1).

[Index] Neimann, Kurt • (1877–1944). Rechtsanwalt in Berlin. Freund Herwarth Waldens, mit dem er 1911 eine zweiwöchige Reise nach Norwegen unternahm.

Zeichnung:

o. T. (Porträt Kurt Neimanns, im Halbprofil) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 94 vom Januar 1912. S. 751 f. (»Briefe nach Norwegen«) • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 111) (1920). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Liebes Kurtchen, morgen komme ich in Dein Bureau, Potsdamerstraße 45, mit der Rechnung vom Cliché Deines Bildes – hoffentlich hast Du Dich getroffen gefühlt. / […] Laß Dein Gemälde einrahmen in Watte, Dich einsalzen wo der Pfeffer wächst.« (KA, Bd. 3.1. S. 237 f.)

[Index] Neues Wiener Journal (Feuilletonredaktion).

Brief:

1927 (1).

[Index] Neustadt • Zahnarzt in Jerusalem. Bruder von Olga Alexander.

Briefe:

1940–1942 (4).

[Index] Nick, Karl • Buchhändler und Antiquar in Freiburg im Breisgau.

Brief:

1925 (1).

[Index] Niestlé, Jean-Bloé • (1884–1942). Aus der Schweiz gebürtiger Tiermaler. Er war mit Franz Marc befreundet und nahm 1911 an der ersten Ausstellung des Blauen Reiters in München teil. 1913 heiratete er die französische Kunsthandwerkerin Marguerite Legros (1894–1965).

Erwähnung:

»Briefe und Bilder«: »grüße Listle den Franzosen und seine Frau«.

[Index] Nietzsche, Friedrich • (1844–1900).

Texte zur Person:

»Der kleine Friedrich Nietzsche« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 58, Nr. 298 (Morgen-Ausgabe) vom 27. Juni 1929 • Auch in: Konzert (S. 231–234).

»Die kleine Friedrich Nietzsche« (später »Nietzsche rettet Johanna«) (Prosa) • Neue Zürcher Zeitung. Jg. 159, Nr. 973 (Morgenausgabe) vom 31. Mai 1938, Blatt 2 • Pariser Tageszeitung. Jg. 3, Nr. 704 vom 5./6. Juni 1938. S. 3.

[Index] Nolde, Emil • (eigentlich: Hans Emil Hansen) (1867–1956). Maler und Graphiker. Nolde war mit der dänischen Schauspielerin Ada Vilstrup (1879–1946) verheiratet.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Liebe Jungens, heut bekam ich eine Massenpostkarte aus dem Rheingold in Berlin […]. Ada und Emil Nolde.« (KA, Bd. 3.1. S. 216.)

[Index] Nothmann, Zvi Hugo • (1882–1965). Kinderarzt und Psychotherapeut. Er lebte ab 1936 in Palästina und ging 1938 nach Zürich, wo er sich bei Carl Gustav Jung zum Psychotherapeuten ausbilden ließ. Anschließend praktizierte er in Jerusalem.

Buch:

»Das Hebräerland« • Widmungsexemplar mit der handschriftlichen Eintragung: »Dem liebreichen Dr. Hugo Nothmann und seiner liebreichen Molly. In Liebe, / Else Lasker-Schüler / 4. März 39 z. Z. Zürich in der Emigration. // [Zeichnung: drei Köpfe im Profil] // Wüßt ich einen Strom wie mein Leben so tief, / flösse mit seinen Wassern / Jerusalem 3. Mai 39« (Digitalisierte Ausgabe [Faksimile]: Center for Jewish History Digital Collections).

Erwähnung:

Vortrag, gehalten in Zürich am 15. März 1939 (»Hochverehrteste Zuhörer, / Herren und Damen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:35) (Typoskript): »den herrlichen berliner Arzt, Dr. Nothmann, lange schon Palästinäer, zur Zeit in Zürich mit seiner liebreichen Frau. Wo sie sich beide hier in Zürich befinden, bringen sie das ruhende Jerusalem mit.« (KA, Bd. 4.1. S. 433.)

O

[Index] Odenwaldschule • In Oberhambach bei Heppenheim.

Brief:

1912 (1).

[Index] Oesterheld, Erich • (1883–1920). Literatur- und Theaterkritiker, Zeitschriftenredakteur in Berlin. Er hatte 1906 zusammen mit Siegbert Cohn den Verlag »Oesterheld & Co.« gegründet, in dem 1909 von Else Lasker-Schüler »Die Wupper« erschien.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Ganz recht, ich werde anfangen, meine Briefe an Euch zu sammeln und sie später unter dem Titel ›Herzensbriefe, alleinseligmachender Liebesbriefsteller, Gesetzl. gesch.‹ herausgeben. […] Oesterheld und Cohn sagen, das ist meine erste vernünftige Idee, nur ihr Lektor Knoblauch war empört darüber. Der Verlag hat sich aber noch nicht erholt von dem Reinfall in meine Wupper.« (KA, Bd. 3.1. S. 195.) • »Cohn reitet, Oesterheld hat sich eine Frau geheiratet, alles für meine Wupper. Dabei wies Cohn, (Oesterheld hätte gern meine Essays genommen) mein neues Manuskript ab. Er könne sich dafür keinen Apfelschimmel zu dem Rappen kaufen.« (S. 213.)

»Ich räume auf!«: »mein verstorbener Freund« (KA, Bd. 4.1. S. 63).

[Index] Ollendorff, Fanny • (geb. Baer) (geb. 1893). Friedrich Ollendorffs Frau.

Brief:

1941 (1).

[Index] Ollendorff, Friedrich • (1889–1951). Jurist und Sozialarbeiter. Er leitete in Berlin die »Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden« und emigrierte 1934 nach Palästina, wo er Berater der Wohlfahrtsabteilung des Waad Leumi, des Nationalrats der Juden in Palästina, und Sekretär des Jerusalemer Wohlfahrtsausschusses wurde. • Nachruf: Ernst Simon: In memoriam Friedrich Ollendorf. In: Aufbau (New York). Jg. 17, Nr. 4 vom 26. Januar 1951. S. 12. – Zuvor war in der Ausgabe Nr. 3 vom 19. Januar 1951 in der Rubrik »Personalia« (S. 27) ein Hinweis auf den Tod Friedrich Ollendorffs mit einer Würdigung seiner sozialfürsorgerischen Arbeiten erschienen.

Brief:

1941 (1).

[Index] Oppenheimer, Anni • In Berlin. Sie besuchte Else Lasker-Schüler 1936/37 in der Schweiz.

Brief:

Nachtrag zur »Kritischen Ausgabe«:

Zürich, »13. V. 37« (Postkarte: Zentralbibliothek Zürich). Adresse: »Dem Fräulein / Anni Oppenheimer / Zürich / Grand Hôtel Dolder«. Gereimter Dank für einen Blumenstrauß.

[Index] Oppenheimer, Max • (»Mopp«) (1885–1954). Aus Wien gebürtiger Maler und Graphiker. Er emigrierte 1938 in die Schweiz, 1939 nach New York.

Texte zur Person:

»Mopp« (Prosa [Entwurf]) • NLI, ELS (2:9) (Manuskript) (KA, Bd. 4.1. S. 370).

»Mopp, ein ›musikalischer‹ Maler« (Prosa) • Pariser Tageszeitung. Jg. 3, Nr. 780 vom 3. September 1938. S. 4.

Zeichnung:

o. T. (zwei Stengel mit Köpfen: einer mit Melone, einer mit Blatthand, daran ein blutendes Herz) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 89 vom Dezember 1911. S. 710 f. (»Briefe nach Norwegen«). Vgl. auch die mit »Heinrich Mann« beschriftete Abbildung des Klischeeandrucks in: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin (Marbacher Magazin 71/1995). S. 80 • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 73) (1920). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Unter blinder Bedeckung Heinrich Manns, reichte der Abbé Max Oppenheimer den Kritikern Münchens das Blut Kokoschkas.« (KA, Bd. 3.1. S. 218.)

Erwähnung:

»Briefe und Bilder«: »Aber Cassirer will meine Illustrationen ausstellen unter schwarzes Glas – da sieht man doch nix! Der Oppenheimer hat Schuld, zwischen uns sitzt die Kabale.«

Brief:

1938 (1).

[Index] Oprecht, Emil • (1895–1952). Verleger und Buchhändler in Zürich. Bei ihm erschien von Else Lasker-Schüler »Das Hebräerland«.

Erwähnung:

»Mopp, ein ›musikalischer‹ Maler« (Prosa) • Pariser Tageszeitung. Jg. 3, Nr. 780 vom 3. September 1938. S. 4: »gentlesten künstlerischen Verleger Zürichs«.

Briefe:

1934 (1), 1937 (1).

[Index] Osthaus, Gertrud • (geb. Colsman) (1880–1975). Die Frau von Karl Ernst Osthaus.

Buch:

»Die gesammelten Gedichte« (1917) • »Die gesammelten Gedichte schenke ich meiner teuren Mutter und ihrem Enkel Paul / Das Umschlagbild, von mir gezeichnet, schenke ich Gertrud Osthaus«.

Erwähung:

»Der Malik (dem blauen Reiter Franz Marc)« (»Der Malik«): »Noch tiefer wie es Sich Abigail der Kaiser gestehen wollte, schmeichelte Ihm der Antrag der hohen Fraue von Hohenhof, der Reichsgräfin Gertrude zu Osthaus von Westfalen. Ihre Tochter Seinem geliebten Bruder zum Weibe zu geben, war Abigails Herzenswunsch.«

Briefe:

1916/17 (8).

[Index] Osthaus, Helga • (1905–1986). Die älteste Tochter von Gertrud Osthaus.

Zeichnung:

»Helgalâlâh / Bulus der Emir von Tiba und seine Braut« • Der Malik. – Mit »Bulus« ist Paul Lasker-Schüler gemeint.

»Der Malik (dem blauen Reiter Franz Marc)« (»Der Malik«): »Noch tiefer wie es Sich Abigail der Kaiser gestehen wollte, schmeichelte Ihm der Antrag der hohen Fraue von Hohenhof, der Reichsgräfin Gertrude zu Osthaus von Westfalen. Ihre Tochter Seinem geliebten Bruder zum Weibe zu geben, war Abigails Herzenswunsch. Immer wieder ließen Sich der Malik und der jugendliche Mïr das Bild der lieblichen Prinzessin Helga von dem Liebesboten repräsentieren und hatten lange schon die holden Grübchen, goldene Bäcklein ihrer Wange entdeckt.«

[Index] Osthaus, Karl Ernst • (1874–1921). Kunstmäzen und -sammler. Gründer und Leiter des »Folkwang Museums« in Hagen.

Briefe:

1916 (2).

[Index] Ostwald, Hans • (1873–1940). Schriftsteller.

Brief:

1932 (1).

[Index] Otto, Teo • (1904–1968). Aus Remscheid gebürtiger Bühnenbildner. Er entwarf für die Uraufführung von »Arthur Aronymus und seine Väter« am 19. Dezember 1936 in Zürich das Bühnenbild.

Erwähnungen:

Offener Brief an die Redaktion der »Neuen Zürcher Zeitung« (»Hochzuverehrende Feuilletonredaktion, / Ich wäre Ihnen …«) (Prosa) • NLI, ELS (2:12) (Typoskript): »der große Theatermaler mein Heimatfreund« (KA, Bd. 4.1. S. 368).

»Tagebuchzeilen aus Zürich« (Prosa) • NLI, ELS (2:28) (Typoskript): »mein rheinisch, westfälischer Heimatfreund« (KA, Bd. 4.1. S. 424).

[Index] Otto, Walter F. • (1874–1958). Altphilologe und Religionshistoriker. Der zweite Mann von Kete Parsenow.

Prosa:

»Coranna. Eine Indianergeschichte gestaltet von Slevogt« • Gesichte (1913) (S. 55 f.) (1920) (S. 64 f.): »Dem hochverehrten, feinen Professor Walther Otto«.

»Das Buch der drei Abigails. Abigail III.« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 67–75) (1920) (S. 61–68): »Professor Walter Otto dem großen Jüngling«.

P

[Index] Pagel, Gerhard • (1886–1954). Arzt in München und Berlin. Er war mit der Puppenkünstlerin und Kostümbildnerin Lotte Pritzel (1887–1952) verheiratet.

Gedicht:

»Jakob« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 27); Verkündigung (S. 162): »Dem Doktor Pagel« • Die gesammelten Gedichte (1919) (1920) (S. 28): »Dem Doktor Gerhard Pagel«.

[Index] Pankok, Hulda • (1895–1985). Journalistin, Redakteurin am »Mittag« in Düsseldorf.

Briefe:

1932/33 (17).

[Index] Pankok, Otto • (1893–1966). Maler, Graphiker und Bildhauer. Lehrer an der Kunstakademie Düsseldorf. 1933–1945 verfemt. Hulda Pankoks Mann.

Brief:

1933 (2).

[Index] Paret, Hans • (1896–1973). 1925/26 Mitarbeiter im Paul Cassirer Verlag.

Briefe:

1926 (6), 1931 (1).

[Index] Paret-Cassirer, Suzanne (Suse) Aimée • (geb. Cassirer) (1896–1963). Tochter von Paul Cassirer aus der ersten Ehe mit Lucie Oberwart. Suse Paret-Cassirer war in erster Ehe mit Hans Paret verheiratet.

Briefe:

1926/27 (6), 1932 (1).

[Index] Parsenow, Kete • (1880–1960). Schauspielerin. In zweiter Ehe mit Walter F. Otto verheiratet.

Gedichte:

»Die Königin« • Die Fackel. Jg. 11, Nr. 294/295 vom 31. Januar (Umschlag: 4. Februar) 1910. S. 26; Meine Wunder (S. 67); Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 99) (1919) (S. 99) (1920) (S. 100): »Für Kete Parsenow«.

»Ein Lied aus Gold« • Privatbesitz (Manuskript): »An Kete Parsenow« (KA, Bd. 1.1. S. 313 f.).

»Marie von Nazareth« (urspr. »Maria«) • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 184) (1919) (S. 188) (1920) (S. 188): »Meiner liebsten Kete Parsenow«.

Prosa:

»Das Buch der drei Abigails. Abigail I.« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 51–56) (1920) (S. 47–51): »Kete Parsenow der Venus«.

»Eine Begebenheit aus dem Leben Abigail des Liebenden. Eine Geschichte der Maria von Nazareth« • Der Prinz von Theben (1914) (S. 83–85) (1920) (S. 73–75): »Dem Venuskind als Kete Parsenow fünf Jahre alt war«.

Text zur Person:

»Kete Parsenow« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 127) • Auch in: Essays (S. 86).

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Die Kete Parsenow, die Venus von Siam, liegt auf seidenem Grund, eine Kostbarkeit im goldenen Etui des Rahmens!« (KA, Bd. 3.1. S. 202.) • »Diesmal kam mir im Traum Kete Parsenow entgegen, die Venus von Siam. Sie sann nach irgend einem Wort, dann ergriff sie mich mit ihren Händen aus Elfenbein, aber mit der Energie eines Gensdarms – ›Tino!‹« (S. 222.)

[Index] Patin, Jonel • (1893–1961). Aus Rumänien gebürtiger Komponist. Er lebte in Haifa und war Gastdirigent am Palestine Symphony Orchestra in Tel Aviv.

Briefe:

1943 (3), undatiert (Jerusalem) (1).

[Index] Pauli, Edgar • (eigentlich: Paul Ellmar) (1890–1963). Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter. 1926–1933 Gründer und ehrenamtlicher Leiter des Reiseensembles »Gemeinnützige Schaubühne« Hamburg. 1935–1938 Dramaturg und stellvertretender Leiter am Schauspielhaus Zürich.

Briefe:

1936/37 (6).

Nachtrag zur »Kritischen Ausgabe«:

Zürich, »23. IV 37« (Brief: Zentralbibliothek Zürich). Else Lasker-Schüler entschuldigt sich, daß sie Edgar Pauli nicht mehr empfangen konnte, weil sie geschlafen habe: »Es war zu spät für mich – / Ich aß zweimal Speisen / – Um nicht zu entgleisen / Schaumeierpfauen wie Tauen – / Mit Chokoladensauce / Herrlich im Restaurant Pfauen / Für Gedichthonorar.«

[Index] Pechstein, Max • (1881–1955). Maler und Graphiker. Er war von 1911 bis 1923 in erster Ehe mit Lotte (Charlotte) Kaprolat (1893–1955) verheiratet.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Denk mal, Herwarth, das Plakat der Neuen Sezession war im Café. Das ist ja Pechsteins Frau. Eine Indianerin ist sie wirklich, des roten Aasgeiers wunderschöne Tochter; sie ist malerisch wildböse, sie trug ein lila Gewand mit gelben Fransen.« (KA, Bd. 3.1. S. 200.) • »Pechstein mit seinem Indianermädchen« (S. 212).

[Index] Pedrazzini, Paolo • (1889–1956). Industriekaufmann in Locarno, in den Else Lasker-Schüler sich 1918 bei einem Aufenthalt in Locarno verliebte.

Buch:

»Theben« • »Paolo Pedrazzini dem Dogen von Locarno«.

Text zur Person:

»Der Hirte« (Gedicht) • Das junge Deutschland. Jg. 2, H. 4/5 von April/Mai 1919. S. 128 f.

Erwähnungen:

»Freundschaft und Liebe« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 58, Nr. 435 (Abend-Ausgabe) vom 14. September 1929: »Jedesmal, wenn ich dem Señor Paolo, dem Konsul von Mexiko, am Lago Maggiore begegnete, schlossen sich, geblendet von seiner olivengoldenen Ausstrahlung, meine ihn bewundernden Augen« • Auch in: Konzert (S. 51–60).

»Mein Menschen-Ideal. Wünsche und Erkenntnisse« (Antwort auf eine Rundfrage) (Prosa) • Uhu (Berlin). Jg. 5, H. 6 vom März 1929. S. 40: »Urenkel einer Ur-Inkasmutter am Lago im Tessin«.

[Index] Petersen, Carl Wilhelm • (1868–1933). 1929–1933 Bürgermeister von Hamburg. Er amtierte 1932 als 1. Bürgermeister.

Briefe:

1932 (2).

[Index] Pfemfert, Franz • (1879–1954). Journalist in Berlin, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift »Die Aktion«. Er emigrierte 1933 zunächst nach Karlsbad und ließ sich 1941 in Mexiko nieder.

Erwähnung:

»Briefe und Bilder«: »Nun hab ich Dir nix mehr zu schreiben, lieber Reiter, auch kann Franz Pfemfert nichts mehr drucken in der AKTION; andere Leute wollen auch dran.«

[Index] Picard, Max • (1888–1965). Kunstphilosoph und Kulturkritiker. Er lebte bis 1918 als Arzt in München, danach als freier Schriftsteller im Tessin.

Brief:

1933 (1).

[Index] Pick, Otto • (1887–1940). Lyriker, Erzähler und Übersetzer in Prag.

Gedicht:

»Der alte Tempel in Prag« • Die gesammelten Gedichte (1917) (S. 122) (1919) (S. 124) (1920) (S. 124): »Otto Pick« • Das jüdische Prag (S. 23): »Otto Pick in Freundschaft«.

Brief:

1926 (1).

[Index] Pinkus, Else • (geb. Flatau) (1881–1967). Schauspielerin, Rezitatorin und Journalistin in Zürich und Genf.

Briefe:

1925–1928 (12), 1938 (4). Zuweisung eines Briefes von 1925 unter Vorbehalt.

[Index] Pinkus, Lazar Felix • (1881–1947). Nationalökonom, Journalist und Schriftsteller. Der Mann von Else Pinkus.

Briefe:

1925–1928 (10), 1938 (2). Zuweisung eines Briefes von 1925 unter Vorbehalt.

[Index] Pinsky, David • Schamai Pinskys Sohn.

Briefe:

1939 (1), 1941 (1).

[Index] Pinsky, Schamai • (»Chamisso«) (1882–1941). Jiddischer Dichter. Er arbeitete in Berlin während des Studiums als Lehrer für Neuhebräisch, lebte später in London und wanderte von dort 1939 nach Palästina ein.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Herwarth und Kurtchen, Ihr kennt doch Chamay Pinsky, er ist mit Beate nach Jerusalem gezogen, das Land säuern. Der Schelm! Er weiß ganz genau, zum gelobten Land gehören gelobte Leute. Und nicht jüdische Bourgeois, die von posener Berlin in das Land der Könige ziehen; ihre Frömmigkeit besteht aus bröckelnden Matzen, kräftigen Fleischbrühen.« (KA, Bd. 3.1. S. 231.)

Brief:

1940 (1).

[Index] Pinthus, Kurt • (1886–1975). Kritiker, Dramaturg und Verlagslektor.

Gedicht:

»Kühle« • Die gesammelten Gedichte (1919) (S. 42) (1920) (S. 42): »Dem Kurt Pinthus«.

[Index] Plaut, Paul • (1894–1960). Psychiater und Psychotherapeut, Nervenarzt. Er war vor allem im Bereich der forensischen Medizin tätig und arbeitete an verschiedenen Berliner Krankenhäusern.

Brief:

1927 (1).

[Index] Plietzsch, Eduard • (1886–1961). Kunsthistoriker in Berlin.

Zeichnung:

o. T. (Porträt von Eduard Plietzsch, en face, als Papierdrachen) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 89 vom Dezember 1911. S. 710 f. (»Briefe nach Norwegen«) • Auch in: »Mein Herz« (1912) (S. 81) (1920). – Dazu schreibt Else Lasker-Schüler in den »Briefen nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Herwarth, Kurtchen, ich vergesse immer seinen Namen – er ist aus dem sächsischen Tirol, schrieb ein Buch über gemalte Irdenkochtöpfe, angehender Direktor der Museen hier. Mehr weiß ich nicht von ihm. Übrigens besitzt er eine eigene Möblierung von der Urgroßtante geerbt; und eine ländliche Base der Mona Lisa hat er an der geblümten Tapete hängen, das Gemälde erbte er auch von seiner Erztante Isabella.« (KA, Bd. 3.1. S. 222 f.)

Briefe:

1910/11 (3).

[Index] Poiret, Paul • (1879–1944). Französischer Modeschöpfer.

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Alle Jungfrauen Berlins hat Poiret eingeladen zu seiner Ausstellung bei Gerson.« (KA, Bd. 3.1. S. 207.) – Das Kaufhaus Gerson stand am Werderschen Markt in Berlin.

[Index] Politzer, Heinz • (1910–1978). Literarhistoriker und Schriftsteller. Er lebte von 1938 bis 1947 in Palästina.

Brief:

1943 (1).

[Index] Potsdamer Brücke • Buchhandlung in Berlin.

Briefe:

1926 (2).

[Index] Prager Tagblatt (Redaktion).

Brief:

1931 (1).

[Index] Prälutzki, Paula.

Brief:

1933 (1).

[Index] Prato, David • (1882–1951). Rabbiner und führender Zionist. Er war von 1927 bis 1936 Rabbiner in Alexandria.

Zeichnungen:

»Eminenz Rabbuni Prato in Palestina (der singende Zaddik)« • Privatbesitz (Faksimile: Else Lasker-Schüler. Die Bilder. Hg. von Ricarda Dick im Auftrag des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Mit Essays von Ricarda Dick und Astrid Schmetterling. Berlin 2010. S. 84).

»Rabbuni Eminenz Prato in Alexandrie« • Das Hebräerland (KA, Bd. 5. S. 61).

Erwähnungen:

»Das Hebräerland«: »seine Eminenz der Großrabbiner Prato von Alexandrien« (KA, Bd. 5. S. 60).

»Das Hebräerland« (Entwurf) • NLI, ELS (2:157) (Typoskript): »Seine Eminenz der Großrabbuni von Alexandrie Dr. Prado« (KA, Bd. 5. S. 192).

[Index] Presber, Rudolf • (1868–1935). Journalist und Schriftsteller. Er gründete 1906 die Monatsschrift »Arena«.

Briefe:

1906 (1), 1931 (1). Zuweisung des Briefes von 1906 unter Vorbehalt.

[Index] Pulver, Bertha • (geb. Feldmann). Die Frau des Schriftstellers und Graphologen Max Pulver (1889–1952).

Brief:

1922 (1).

Q

[Index] Quartner, Isidor • (1891–1915). Schriftsteller in Wien.

Erwähnung:

»Briefe und Bilder« (»Der Malik«): »Die Redaktion: Sturm hat sich eine Filiale angeschafft von meinen Gedichten: Isidor Quanter oder Quantum liefert erstaunliche Nachahmungen. Wie kommt so was? Ich, die gar nichts von einer Lehrerin an mir habe, mache Schule. Mir graut davor!«

R

[Index] Ra’anan, Shalom Nathan • (1900–1972). Rabbiner in Jerusalem. Schwiegersohn von Abraham Isaac Kook.

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »wie sein heiliger Schwiegervater ein Geistlicher, doch noch jung, kaum umbartet« (KA, Bd. 5. S. 19).

Brief:

1934 (1).

[Index] Ra’anan, Zipora • (geb. 1930). Tochter von Shalom Nathan Ra’anan und seiner Frau Batia Miriam (geb. Kook) (gest. 1971).

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »so wild wie die niedlichen Reiter und Reiterinnen in den Kolonien« (KA, Bd. 5. S. 18).

[Index] Raas, Emil • (1910–1993). Anwalt in Bern. Er gehörte zu den großen Bewunderern der Dichtung Else Lasker-Schülers und war bemüht, nach 1933 für die Dichterin ein dauerhaftes Bleiberecht in der Schweiz zu erlangen.

Text zur Person:

»An Mill« (Gedicht) • Mein blaues Klavier (S. 18).

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »einen Indianerhäuptling von Südamerika … den Mill Raas, den träumenden Bären« (KA, Bd. 5. S. 90).

Briefe:

1933–1940 (260), 1944 (1).

[Index] Radecki, Sigismund von • (1891–1970). Schriftsteller und Übersetzer in Berlin.

Text zur Person:

»Sigismund von Radecki« (Gedicht) • Berliner Tageblatt. Jg. 53, Nr. 326 (Morgen-Ausgabe) vom 11. Juli 1924.

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »der geniale baltische Dichter« (KA, Bd. 5. S. 139).

[Index] Rathenau, Ernest • (1897–1986). Verleger, Kunsthistoriker und Fotograf. Er trat 1922 in Berlin als Teilhaber in den Euphorion Verlag ein, den er 1927 allein übernahm. 1938 Berufsverbot und Auswanderung in die USA.

Briefe:

1933 (7).

[Index] Rathenau, Walther • (1867–1922). Politiker und Industrieller in Berlin. Er war ab Mai 1921 Wiederaufbauminister im Kabinett des Reichskanzlers Joseph Wirth und ab Februar 1922 Reichsaußenminister. Am 24. Juni 1922 wurde Rathenau in Berlin von Rechtsradikalen ermordet.

Brief:

Nachtrag zur »Kritischen Ausgabe«:

Charlottenburg, 15. Oktober 1921 (Poststempel) (Postkarte: Leo Baeck Institute New York, Else Lasker-Schüler Collection [AR 265], Box 1, Folder 7). Else Lasker-Schüler bittet Walther Rathenau um ein Gespräch: »Hochzuverehrender Herr Minister / Kann ich Sie noch ein mal 15 Minuten etwa sprechen? ehe ich abreise? Wann? Vielen Dank! / Else Lasker-Schüler«.

[Index] Rattke • Kellner im Berliner Café des Westens.

Erwähnungen:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »Rattke, der Ober vom Café« (KA, Bd. 3.1. S. 208).

»Wauer via München, weiter und so weiter« (später »Wauer-Walden via München und so weiter«) (Prosa) • Der Sturm. Jg. 2, Nr. 72 vom August 1911. S. 575 f.: »Herr Rattke hat wieder ein neues Buch geschrieben in Kochäen über Servieren« • Auch in: Gesichte (1913) (S. 117–121); Essays (S. 76–80).

[Index] Rawitsch, Melech • (eigentlich: Sacharja-Chanan Bergner) (1893–1976). Jiddischer Schriftsteller und Journalist.

Brief:

1921 (1).

[Index] Reiff, Hermann • (1856–1938). Seidenindustrieller und Kunstmäzen in Zürich.

Text zur Person:

»Hermann Reiff« (Prosa [Fragment]) • NLI, ELS (2:165) (Typoskript) (KA, Bd. 4.1. S. 371).

[Index] Reiff, Lily • (geb. Sertorius) (1866–1958). Pianistin und Komponistin. Die Frau Hermann Reiffs. Von ihr erschien 1927 im Münchner Halbreiter Musikverlag »Drei Lieder nach Gedichten von Else Lasker-Schüler«: Lily Reiff hatte die Gedichte »Ein Liebeslied« (Aus goldenem Odem), »Frühling« (Wir wollen wie der Mondenschein) und »Mein Volk« vertont.

Text zur Person:

»Lily Reiff« (Prosa) • Konzert (S. 104 f.).

[Index] Reiff, Walter • Buchgestalter beim Verlag Paul Cassirer in Berlin.

Brief:

1920 (1).

[Index] Reimann, Hans • (1889–1969). Schriftsteller und Publizist, Literatur- und Sprachkritiker. 1924–1929 Herausgeber der Zeitschrift »Das Stachelschwein«.

Brief:

1925 (1).

[Index] Reiner, Markus • (1886–1976). Aus Czernowitz gebürtiger Ingenieur. 1909 Promotion an der Technischen Hochschule in Wien zum Doktor der Ingenieurwissenschaft, anschließend Tätigkeit für die österreichischen Eisenbahnen. 1922 ging er nach Palästina und wurde Chefingenieur des Amtes für Öffentliche Arbeiten (Public Works) der britischen Mandatsregierung. Sein Haus in Nord-Talpioth war in den dreißiger und vierziger Jahren eine Versammlungsstätte aktiver Zionisten. Ab 1948 Professor für Mechanik am Technion in Haifa. • Nachruf: E. R.: Professor Marcus Reiner. In: MB. Wochenzeitung des Irgun Olej Merkas Europa (Tel Aviv). Jg. 44, Nr. 18 vom 7. Mai 1976. S. 8.

Brief:

1935 (1).

[Index] Reinhardt, Max • (1873–1943). Theaterdirektor und Regisseur. Unter seiner Leitung war am 27. April 1919 am Deutschen Theater in Berlin »Die Wupper« uraufgeführt worden.

Gedicht:

»Hagar und Jsmaël« • Die weißen Blätter. Jg. 6, H. 11 vom November 1919. S. 495: »Max Reinhardt schenke ich dieses Gedicht« • Blätter des Deutschen Theaters. Jg. 7, H. 6 von Dezember/Januar 1920/21. S. 3: »Max Reinhardt gewidmet«.

Prosa:

»Das Theater« • Konzert (S. 96–99): »Dem herrlichen Professor Max Reinhardt in Indianerliebe«.

Erwähnungen:

»Brief an Jeßner« (Prosa) • Berliner Tageblatt. Jg. 56, Nr. 3 (Abend-Ausgabe) vom 3. Januar 1927 • Auch in: Konzert (S. 132–137): »Zur Regie gehört die Gabe des Feldherrn! Max Reinhardt brachte sie ins Fließen«.

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »unter der künstlerischen Regie Reinhardts, die ich in so vielen Aufführungen bewunderte« (KA, Bd. 3.1. S. 248).

Briefe:

1929 (1), 1932/33 (2).

[Index] Reinhold, Peter • (1887–1955). Politiker und Schriftsteller. 1920 und 1924–1926 sächsischer Finanzminister, 1926–1927 Reichsfinanzminister.

Text zur Person:

»Ein offener Brief an Finanzminister a. D. Dr. Reinholdt« • Berliner Börsen-Courier. Jg. 59, Nr. 247 (Morgen-Ausgabe) vom 29. Mai 1927, 2. Beilage. S. 9 • Auch in: Konzert (S. 144–147).

[Index] Reinle, Friedel • Angestellte im Warenhaus Julius Brann in Zürich.

Briefe:

1936 (3).

[Index] Remarque, Erich Maria • (1898–1970). Schriftsteller.

Gedicht:

»Ein alter Tibetteppich« • The Fales Library, New York University, Nachlaß Erich Maria Remarque (3B.68/001) (Manuskript): »Dem lieben Erich Maria Remarque«. Auf der Rückseite der Gedichthandschrift notierte Else Lasker-Schüler: »Das Preisgedicht dem lieben Inkas von Pampa dem Paraguay«. Das Gedicht lag dem Brief an Remarque vom 2. November 1935 bei.

Briefe:

1935–1938 (6).

[Index] Remer, Paul • (1867–1943). Lyriker und Dramatiker.

Brief:

1899 (1).

[Index] Reuß, Heinrich XLV. Erbprinz • (1895–1945 [vermißt]). Literaturkritiker und Bühnenschriftsteller.

Text zur Person:

Beitrag zu »Grüße an das Reußische Theater« (Prosa) • Jahrbuch des Reußischen Theaters. Hg. von Heinrich XLV. Erbprinz Reuß. Zum Jubiläum des Theaters 1902–1927. Leipzig: Max Beck, 1927. S. 98.

Erwähnung:

»Ich räume auf!«: »des begabten Erbprinzen Heinrich von Reuß« (KA, Bd. 4.1. S. 73).

[Index] Richter, M. • In Berlin lebte der akademische Landschaftsmaler Max Richter (1860–1937).

Erwähnung:

»Briefe nach Norwegen« (»Mein Herz«): »M. Richter mit seiner Römerin« (KA, Bd. 3.1. S. 212).

[Index] Rieser, Marianne • (geb. Werfel) (1899–1965). Schriftstellerin und Dramaturgin. Schwester Franz Werfels, die Frau Ferdinand Riesers (1886–1947). In dem von Ferdinand Rieser geleiteten Schauspielhaus Zürich war am 19. Dezember 1936 Else Lasker-Schülers Schauspiel »Arthur Aronymus und seine Väter« uraufgeführt worden.

Briefe:

1936/37 (3).

[Index] Rockenbach, Martin • (1898–1948). Publizist, Begründer und Redakteur der Monatsschrift »Orplid«. Herausgeber zahlreicher Anthologien.

Brief:

1925 (1).

[Index] Rocks, Dolf • In Antwerpen.

Briefe:

1925 (2).

[Index] Roda Roda, Alexander • (eigentlich: Sandor Friedrich Rosenfeld) (1872–1945). Erzähler und Essayist.

Erwähnung:

»Kabarett Nachtlicht – Wien« (Prosa) • Gesichte (1913) (S. 154–157): »der humoristische Schriftsteller« • Auch in: Gesichte (1920) (S. 79–82).

[Index] Roditi, Edouard • (1910–1992). Lyriker, Essayist und Übersetzer.

Briefe:

1932–1934 (4).

[Index] Rohendorf, Elfriede.

Gedicht:

»Gott hör ....« • Bayerische Staatsbibliothek München (Manuskript): »Der lieben Elfriede Rohendorf«.

[Index] Roland Holst, Adrianus • (1888–1976). Niederländischer Schriftsteller.

Brief:

1933 (1).

[Index] Rom, Isaak • (1892–1957). Praktischer Arzt und Frauenarzt in Zürich.

Briefe:

1926/27 (5).

[Index] Rom, Lili • (geb. Garbarski). Die Frau Isaak Roms.

Briefe:

1927 (1), 1936 (2).

[Index] Romann, Fritz • (geb. 1900). Er leitete das Antiquariat im oberen Stock der Buchhandlung »Heatid« (»Die Zukunft«) in Jerusalem. • Nachruf: Ruth Freund: Erinnerung an Fritz Romann. In: MB. Wochenzeitung des Irgun Olej Merkas Europa (Tel Aviv). Jg. 51, Nr. 3 vom 21. Januar 1983. S. 8. – Der Beitrag dürfte längere Zeit nach dem Tod Fritz Romanns veröffentlicht worden sein.

Briefe:

1941/42 (3).

[Index] Römer • Mitarbeiter der Galerie Thannhauser in München.

Briefe:

1920 (5).

[Index] Rose, William • (1894–1961). Professor für deutsche Literatur in London. Übersetzer und Herausgeber von Anthologien.

Brief:

1931 (1), 1939 (4).

[Index] Rosen, Lia • (1893–1972). Schauspielerin.

Brief:

1909 (1).

[Index] Ross, Rudolf Adolf Wilhelm • (1872–1951). 1930–1932 Bürgermeister von Hamburg. Er amtierte 1930 als 1. Bürgermeister.

Brief:

1930 (1).

[Index] Rossin, Hedwig • Gesangslehrerin in Berlin.

Text zur Person:

»Hedwig Rossins 70. Geburtstag« (Prosa) • Vossische Zeitung (Berlin). Nr. 386 (Abend-Ausgabe) vom 12. August 1932, [Beilage:] Unterhaltungsblatt Nr. 223.

[Index] Rothschild, Naomi • Mitarbeiterin der »Hitachdut Olej Germania we-Olej Austria« (»Vereinigung der Einwanderer aus Deutschland und Österreich«) in Jerusalem.

Brief:

1944 (1).

[Index] Rovina, Hannah • (1892–1980). Aus Rußland gebürtige Schauspielerin. Sie gehörte zu den führenden Mitgliedern des 1918 in Moskau gegründeten und seit 1928 in Tel Aviv ansässigen Habimah-Theaters.

Zeichnung:

»Meskin / Rowinah / Friedmann // Eine Illustration aus meinem Palestinabuch // Prinz Jussuf trägt seine Gedichte vor« • Privatbesitz (Faksimile: Else Lasker-Schüler 1869–1945. Bearbeitet von Erika Klüsener und Friedrich Pfäfflin [Marbacher Magazin 71/1995]. S. 270). – Da Else Lasker-Schüler erst nach Israel Friedmanns Tod Palästina bereiste, ist die Begegnung mit ihm, Aharon Meskin und Hannah Rovina fiktiv.

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »Meskins Allgegenwart trägt am Abend das Schauspiel auf dem starken Nacken; Rowinas kostbare Spitzenhand unterzeichnet das adelige Spiel« (KA, Bd. 5. S. 44 f.).

[Index] Rowohlt, Ernst • (1887–1960). Verleger.

Briefe:

1911 (2).

[Index] Ruppin, Arthur • (1876–1943). Soziologe und Ökonom, führender Zionist. Er leitete ab 1933 in Jerusalem das Jewish Agency Department for the Settlement of German Immigrants.

Erwähnung:

»Das Hebräerland«: »der galante, aber auch ernste Weltmann« (KA, Bd. 5. S. 29 f.).

Briefe:

1934/35 (3).

[Index] Rütters, Carl • Psychologe. Ehemann von Charlotte Bara.

Gedicht:

»Charlotte Bara« • Privatbesitz (Manuskript): »Dem Doktor Rütters« (KA, Bd. 1.1. S. 343).

[Index] Rychner, Max • (1897–1965). Schweizer Schriftsteller und Journalist.

Briefe:

1925/26 (4).

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